Perfekt für die Reise

E-Falträder im Vergleichstest

Falträder bedeuten Flexibilität – sie sind sowohl in der Stadt als auch auf der Reise ein ideales und praktisches Fortbewegungsmittel.

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Mehrere Räder, mehrere Konzepte. Der Test beleuchtet die Vor- und Nachteile der einzelnen E-Falträder.

Sommer, Sonne, Urlaub – ach, hätte man doch nur ein Fahrrad dabei. Man könnte durch den Wald fahren, die bunten Wiesen erkunden und ein Bad in dem einsam gelegenen, leider etwas entfernten See nehmen. Mit einem E-Bike wären sogar die nahe gelegenen Hügel und Berge leicht zu meistern. Nur, wer soll das alles mitschleppen? Fahrräder, womöglich E-Bikes, passen nun wirklich nicht leicht ins Auto oder ins Zugabteil. An diesem Punkt kommen E-Falträder ins Spiel. Sie lassen sich klein zusammenfalten und können so problemlos im Kofferraum oder kostenlos in der Bahn – auch ohne Extraticket – mitgenommen werden. Nicht nur auf der Reise können E-Falträder echte Problemlöser sein.

Galerie: 6 E-Falträder im Test

Pendler können mit E-Falträdern Umsteigeverbindungen eliminieren

Auch Berufspendler kennen die oben angesprochenen Probleme bestens: überfüllte Züge, verspätete Verbindungen, ewig lange Wartezeiten, Gedränge, Stehplätze – Umstände, die mit einem faltbaren Rad oftmals vermeidbar wären. Mit ihnen können lästige Umsteigeverbindungen eliminiert werden. Kurze, aber auch längere Etappen werden dank des E-Antriebs zügig und entspannt zurückgelegt, und auch auf längeren Wegstrecken stehen sie 28-Zoll-Rädern meist in nichts nach, sind sie doch mit gleicher Technik ausgerüstet. In unserem Test haben wir sechs Modelle verschiedener Hersteller genauer betrachtet. Entwarnung an die weniger Technikversierten: Der Faltvorgang ist ganz leicht. Nur die Bikes leider nicht – die sind gefühlt tonnenschwer. Bis zu 25,7 Kilogramm wiegen die Räder im Test. So wird der Transport nicht nur im gefalteten Zustand schnell zu einer Herausforderung.
Oft stellt sich auch die Frage, wo man das gefaltete Bike anpacken kann. Und viele Modelle besitzen keine Fixierung, die das Auseinanderklappen verhindert. Tragen will man solche Räder keine fünf Meter weit. Vorteilhaft sind die Räder, die sich, auch ohne sie auseinanderzubauen, gut schieben lassen. Dahon hat dafür sogar eine Rolle unterm Tretlager angebracht. Grundsätzlich besteht in Sachen Handlichkeit und Gewicht bei allen Modellen Verbesserungsbedarf. Dennoch: Fahren kann man auf den kleinen Rädern erstaunlich gut. Welche Bikes besonders viel Spaß machen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

In der kleinen Heckgarage verschwindet ein Faltrad nach dem anderen. Extra-Energy-Testleiter Hannes Neupert stellt das Tern Vektron P9 nach dem erfolgreichen Fotoshooting wieder hinein.

So hat BIKE BILD getestet

Vor jedem Test überlegen wir uns, was das Fahrrad können muss. Dass ein E-Faltrad nicht nach den gleichen Testkategorien wie ein Rennrad bewertet werden sollte, dürfte wohl jedem klar sein. Design jedoch spielt immer eine Rolle. Den meisten Käufern ist die Optik ihres Rads wichtig. Das Radfahren sollte außerdem Spaß machen. Die Testkategorie Fahrspaß beinhaltet die Fahrt mit und ohne Motor sowie den Bedienkomfort. Bei den E-Bikes ist der Akku eines der wichtigsten Teile. Ohne den geht es nämlich nicht mehr besonders gut voran. Akkus sind jedoch teuer. Sie werden mit der Zeit schwächer und können durchaus auch ihren Dienst versagen. Eine Garantie für die Käufer ist somit wünschenswert. In Verbindung mit dem Kaufpreis geht diese in den Test ein.

Umringt von E-Falträdern lässt es sich ganz gut arbeiten, findet BIKE BILD-Redakteurin Svenja Schrade.

Wichtiges Testkriterium: die Tragbarkeit

Der ideale E-Bike-Motor hat natürlich viel Power. E-Falträder werden oft in der Stadt genutzt. Deshalb haben wir uns in diesem Test auf die Unterstützung in der Stadt konzentriert. Das viele Anfahren stellt für den Motor eine andere Belastung als das Fahren in der Ebene oder am Berg dar. Die Frage, wie lang die Strecke sein darf, bis der Akku leer ist, werden sich viele stellen. Wir haben versucht, sie zu beantworten. „Reichweite Tour“ beinhaltet einen Mix aus hügeligen und flachen Streckenetappen. Falträder müssen des Öfteren getragen werden: Treppen zu Bahnsteigen hinauf oder nur zum Kofferraum.
Der Testpunkt Tragbarkeit beinhaltet die Bewertung des Tragens und Schiebens im gefalteten sowie das Tragen im auseinandergefalteten Zustand. Natürlich haben wir auch den Faltvorgang bewertet. Wie einfach geht dieser vonstatten? Sind Sicherungen vorhanden, die vor Fehlern beim Zusammenbau schützen? Droht das Rad sofort wieder auseinanderzuklappen? Preis-Leistungs-Sieger ist das preisgünstigste E-Faltrad geworden, das mindestens die Bewertung „gut“ erhalten hat.

Galerie: 6 E-Falträder im Test