Spaß-Bike fürs Gelände

Test: Wilier E-Adventure

Sport und Spaß: Das E-Adventure von Wilier überzeugt im Gelände und auf Gravelrouten.

Datum:

Steile Anstiege und schnelle Abfahrten lassen sich mit dem E-Adventure von Willier problemlos meistern.

Der Trend geht klar hin zum Gravelbike. Das lässt sich schon lange im Rennradbereich beobachten, wo Bikes gebaut werden, die mit größerem Freiraum bei Gabel und Hinterbau mehr Platz für breite und manchmal sogar Stollenreifen lassen, damit man eben auch auf Sand und Schotterwegen sportlich unterwegs sein kann. Genau dieser Trend scheint sich nun auch bei E-Bikes fortzusetzen.

Technische Daten

Preis

3.699 Euro

Rahmen

Aluminium

Gabel

Carbon

Schaltung

Shimano 105 (Schaltwerk), Shimano ST-RS505 (Schalthebel)

Bremsen

BR-RS405

Motor

Shimano Steps

Akku

Shimano BT-8010, 500 W

Bereifung

Kenda Happy Medium, 40 Millimeter

Gewicht

17,5 Kilogramm

Website

www.wilier.com

Nachdem Focus im vergangenen Jahr innerhalb des Projekts Y auch den Prototyp eines Gravel- bzw. Bikepacking-Bikes vorgestellt hat, bringt Wilier nun ein ähnliches Fahrrad in Serie auf den Markt. Zumindest optisch, das muss man sagen, verliert Wilier den Vergleich mit dem Focus, bei dem der Akku des Fazua-Antriebs sehr schlank im Unterrohr integriert ist statt wie beim Wilier einfach aufgesetzt. Sei’s drum.

Bedieneinheit und Display sind eng am Vorbau angebracht

Schiebepassagen ade

Serie und Prototyp sind halt zwei verschiedene Dinge. Der Shimano-Antrieb ist so verbaut, dass er – zumindest auf der rechten Seite – teilweise vom Kettenblatt verdeckt wird. Das ansonsten recht schlanke Bike macht im Praxistest mächtig Spaß. Es lässt sich gut über Hindernisse und durch Kurven manövrieren. Bei Bedarf – sprich meist am Berg – holt man sich Unterstützung hinzu. So sind Anstiege zu meistern, die ansonsten Schiebepassagen darstellen würden. Zudem erweitern Radler mit dem elektrischen Helfer ihren Aktionsradius enorm.
Die Positionierung der Bedieneinheit neben dem Vorbau ist gut, wenn man auf Reisen gemütlich mit Oberlenkergriff dahinradelt (Bohrungen für Gepäckträger sind vorhanden). Wenn es im Gelände zur Sache geht, könnte die Bedieneinheit auch gern in der Nähe der Schalt-Bremsgriffe positioniert sein wie bei Mountainbikes. Fazit: ein Spaß-Bike fürs Gelände und Gravelrouten.