10 E-Mountainbikes im Test

Großer E-Mountainbike-Test 2018

Mit Volldampf und Unterstützung durchs Gehölz: Wir haben 10 E-Mountainbikes getestet – Hardtails und auch Fullys

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Es gibt viele Gründe, zum E-MTB zu greifen. Dank des E-Antriebes können zum Beispiel Tempo-Unterschiede zwischen den Trainingspartnern ausgeglichen werden

E-Mountainbikes machen Spaß! Da sind wir Testfahrer alle einer Meinung. Der steile Hügel, der mit einem herkömmlichen Rad kaum zu bewältigen ist, lässt sich mit diesen Bikes easy fahren. Hochfliegen statt schieben! Ein Lächeln am Gipfel statt Schnappatmung und hochroter Kopf. Zudem: Mit dem E-MTB kann deutlich mehr Strecke zurückgelegt werden – mehr Zeit also für weitere tolle Trails. Noch ein großer Vorteil: FitnessUnterschiede bei gemeinschaftlichen Ausfahrten fallen nicht mehr so stark ins Gewicht wie bei Radtouren ohne Motorunterstützung. So können auch Paare problemlos zusammen Touren unternehmen. Harmonie statt Frust übers Warten müssen, oder das Zurückgelassen werden. Je nach dem.

Galerie: 5 vollgefederte E-Mountainbikes im Test

Starke Unterschiede bei der Unterstützung

Bei einem E-MTB ist der Motor natürlich die wichtigste Komponente. Wie stark unterstützt er? Saust man den Berg hoch oder geht es gemächlich zu? Im Test der zehn Wettbewerber (aufgeteilt in Fullys und Hardtails) traten starke Unterschiede auf. Bei den Fullys konnte hier das Bulls überzeugen, bei den Hardtails das Carver und das eFlow. Letzteres war indes bei der Reichweite eine herbe Enttäuschung. Sein Akku stellte uns nur für etwa 48 Kilometer Power zur Verfügung, das Focus Sam² Pro unterstützte uns die doppelt so lange Strecke. Weil im Wald und in den Bergen mitunter unfahrbar steile Passagen auf Radler warten, oder umgestürzte Bäume den Weg versperren, haben wir neben den Fahreigenschaften ebenfalls bewertet, wie gut sich die Bikes tragen bzw. schieben lassen. Mit dem Spitzing werden Sie sich ärgern, während das Focus Raven² sehr gut getragen werden kann. Wer im Test letztlich das Rennen machte, das erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Galerie: 5 E-Hardtails im Test

Unterschied zwischen Hardtails und Fullys

Mountainbikes werden oftmals in zwei Kategorien unterteilt: Hardtails und Fullys. An den Fullys, den vollgefederten Rädern dieser Gattung, befindet sich zusätzlich zur Federgabel vorne noch ein gefederter Hinterbau. Im schwierigen Gelände und bei Sprüngen ist dieser ein enormer Komfort- und auch Sicherheitsgewinn. Das zusätzliche Federungselement erhöht jedoch das Gewicht, den Preis und den Wartungsaufwand. Wir haben fünf vollgefederte E-Mountainbikes getestet. Diese befinden sich in vollkommen unterschiedlichen Preisklassen. Die Teuersten liegen jedoch nicht zwangsweise vorne. So schneidet das M1 Spitzing, welches mehr als 8.000 Euro kostet, nicht besonders gut ab. Im Umkehrschluss muss das preiswerteste Bike nicht das schlechteste sein, siehe das Diavelo E-Trail. Große Unterschiede gibt es bei den Akku-Leistungen, also den Reichweitenmessungen. Wobei sich die Frage stellt: Benötigt man wirklich große Reichweiten? Oder reicht es, sich – oldschoolmäßig – für längere Touren einen Ersatz-Akku (rund drei Kilo schwer) in den Rucksack zu packen? Die Antwort hierzu dürfte individuell sein – genauso wie die persönlichen Anforderungen an die E-Mountainbikes.

So hat BIKE BILD getestet

BIKE BILD passt sein Testschema immer so an, dass die Fahrräder dem Einsatz entsprechend geprüft werden. Zusammen mit unserem Partner ExtraEnergy haben wir passende E-MTBs ausgewählt und sinnvolle Bewertungskriterien zusammengestellt. Bei ExtraEnergy durchlaufen die E-Bikes ein umfangreiches TestProgramm. Messungen werden durchgeführt und Testfahrer engagiert. Aus der Summe dieser Daten ergeben sich letztlich die Testergebnisse.
In die Kategorie Fahrspaß fließen die Fahrt mit und ohne Motor sowie der Bedienkomfort ein. Ein wichtiger Punkt für Touren ist außerdem die Reichweite. Wir unterscheiden zwischen Tour, wo eine gemäßigt hügelige Strecke betrachtet wird, und Berg, einem dauerhaften Anstieg.
Beim E-Mountainbiken interessiert uns natürlich besonders, wie stark uns der Motor bergauf anschiebt. Genau dies verbirgt sich hinter dem Unterstützungsfaktor (U-Faktor). Wenn wir mit MTBs jenseits von asphaltierten Straßen im Gelände unterwegs sind, möchten wir meist die Ruhe dort genießen und uns nicht wie auf einem Motorrad fühlen. Deshalb ist ein leiser Antrieb wichtig. Eine Dezibel-Messung nehmen wir indes nicht vor, wir befragen lediglich die Testfahrer. Beim Mountainbiken können überdies Hindernisse wie umgestürzte Bäume auf den Wegen liegen. In diesem Fall muss sich das E-MTB gut tragen lassen. Deshalb geht auch die Tragbarkeit in die Bewertung mit ein. Und natürlich spielt auch das Design bei der Kaufentscheidung eine große Rolle. Preis-Leistungs-Sieger wird, wer im Verhältnis zur Sternezahl am wenigsten kostet.