Rennradreifen

Die wichtigsten Infos zum neuen Continental Grand Prix 5000

Der Continental Grand Prix 4000 S II ist einer der beliebtesten Rennradreifen überhaupt. Jetzt hat der deutsche Reifenhersteller einen Nachfolger präsentiert – mit einer entscheidenden Neuerung.

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Conti5000

So sieht der neue Rennradreifen Continental Grand Prix 5000 in der Tubeless-Variante aus.

Lange hat sich Continental Zeit gelassen mit dem neuen Grand Prix, rund 13 Jahre. Während Schwalbe im Rennradbereich das Thema Tubeless vorangetrieben hat, setzte "Conti" auf das bewährte Prinzip aus Schlauch und Reifen. Doch damit ist jetzt Schluss. Denn der Nachfolger des erfolgreichen Allrounders Grand Prix 4000 S II kann auch schlauchlos gefahren werden. Der neue Reifen heißt Grand Prix 5000 – und soll dem Vorgänger in allen Bereichen überlegen sein. Der 4000 S II wird ab sofort nicht mehr produziert. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt für die Clincher-Modelle bei 62,90 Euro, für die Tubeless-Versionen bei 74,90 Euro. Der Grand Prix 5000 ist ab sofort erhältlich.

Der neue Continental Grand Prix 5000

Folgende Verbesserungen verspricht Continental für seinen neuen Rennradreifen:
  • 12 % besserer Rollwiderstand im Vergleich zum Vorgänger
  • Der Pannenschutz wurde, so der Hersteller, um 20 % verbessert
  • 10 Gramm Gewicht wurden eingespart
  • Für die Tubeless-Variante (Grand Prix 5000 TL) versprechen die Entwickler nochmals 5 % besseren Rollwiderstand und 5 % besseren Pannenschutz
quer-tubeless

Der neue Continental Grand Prix 5000 in der Tubeless-Variante im Querschnitt.

In diesen Varianten wird der neue Grand Prix 5000 angeboten

In folgenden Breiten und Dimensionen wird der neue Conti-Reifen erhältlich sein:
  • Für 27,5-Zoll-Räder in 25 und 28 mm Reifenbreite
  • Für 28-Zoll in den bewährten Breiten 23, 25 und 28 mm. Neu ist eine Gravelvariante in 32 mm
  • Für 27,5-Zoll-Tubeless kommt der Reifen in 28 mm Breite
  • Für 28-Zoll-Tubeless ist der Reifen in 23, 25 und 28 mm erhältlich

Erster Fahreindruck: Der Conti GP 5000 TL im Praxistest

Der GP 4000 S II galt jahrelang als eierlegende Wollmilchsau: schnell, komfortabel und war wegen der aerodynamischen Eigenschaften bei Triathleten beliebt. Rennradfahrer schworen seit Jahren auf den Reifen im Wettkampf und Training. Und mit dieser Ära soll jetzt Schluss sein? Wirklich? Die Korbacher selbst sagen, dass dieser Schritt nicht leichtfiel, schließlich sind die Erwartungen an das Folgemodell immens hoch.
Auf Teneriffa konnten wir den GP 5000 TL (25 mm) ausgiebig testen, die Strecke führte uns den Teide hoch und wieder runter, bei Sonne, Nebel und teils auf nasser Fahrbahn. Ein Blick aufs Datenblatt verrät: Die Tubeless-Konkurrenz ist minimal leichter, natürlich spürt man diesen theoretischen Wert nicht. Den meisten Radfahrern wird es ohnehin auf Grip, Pannenschutz und Haltbarkeit ankommen. Ein besonders leichter Reifen war nicht das Ziel, sagt ein Conti-Verantwortlicher. Sondern den besten Kompromiss aus Pannenschutz, Grip und Komfort zu bieten. Damit steht der 5000 in der Tradition des 4000: einer der besten Allroundreifen auf dem Markt sein zu wollen.

Der Continental Grand Prix 5000 TL im Praxistest.

Schon nach wenigen Metern fällt auf, wie extrem komfortabel und gutmütig sich der Reifen fahren lässt, beinahe schon weich fühlt sich der Pneu an, was man auf schlechtem Asphalt schätzen wird. Wir wollen es dem Reifen natürlich nicht zu leicht machen und stressen ihn mit aggressiven Antritten und bissigen Bremsmanövern. Doch der GP 5000 TL lässt sich auch im Grenzbereich einfach nicht aus der Ruhe bringen und vermittelt in jeder Situation ein hohes Maß an Sicherheit und Souveränität. Auch bei Abfahrten und spontanen Richtungswechseln verliert der Reifen nicht an Halt, selbst auf feuchter Asphalt macht dem GP 5000 rein gar nichts aus.
Bleiben die Fragen nach Haltbarkeit, Pannenschutz und Montage – Kriterien, die wir noch testen werden. Beim ersten Fahreindruck präsentierte sich der 5000 als würdiger und gelungener Nachfolger, und fühlt sich insgesamt um einiges komfortabler als sein Vorgänger an.