BIKE BILD beim Extremrennen

So hart ist das Transcontinental Race quer durch Europa

BIKE BILD-Redakteurin Svenja Schrade nimmt an einem der härtesten Fahrradrennen der Welt teil, dem Transcontinental Race 2018.

Datum:
Beim TCR 2018 in den Alpen

Das Transcontinental Race 2018 führt durch die Alpen.

Es ist ein Rennen ohne Pause. 4000 Kilometer müssen bewältigt werden. Auf dem Fahrrad, ohne Unterstützung. BIKE BILD-Redakteurin Svenja Schrade, Startnummer 185, ist eine der nur 254 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an den Start gehen durften.

Auf dem Rennrad quer durch Europa

Das Transcontinental Race 2018 beginnt am 29. Juli in Geraardsbergen in Belgien. Die Kontrollpunkte sind die Bielerhöhe in Österreich, der Berg Mangart Sedlo an der slowenisch-italienischen Grenze, der Spindlerpass an der Grenze von Polen zu Tschechien und der Berg Bjelašnica in Bosnien und Herzegowina. Ziel ist der Ort Meteora in Griechenland. Die beste Route zwischen den Kontrollpunkten müssen die Fahrer selbst finden.

James Hayden gewinnt das Transcontinental Race 2018

Nach 8 Tagen und 22 Stunden ist der Brite James Hayden im Ziel – mit großem Abstand zu seinen Verfolgern. Das Hauptfeld bewegt sich deutlich langsamer als der Extremsportler: Nach zehn Tagen befinden sich die meisten Teilnehmer zwischen den Kontrollpunkten drei und vier, irgendwo auf dem Balkan.
Das Transcontinental Race fordert den Fahrern alles ab, es kommt nicht nur auf Ausdauer auf dem Rad an: BIKE BILD-Redakteurin Svenja kämpft mit Nackenschmerzen von der gebückten Position, einem defekten Akku, der Rekordhitze in Europa und einem nächtlichen Gewitter auf der Pass-Straße beim ersten Kontrollpunkt.

Das Rennen ist beendet, die Reise geht weiter

Den zweiten Kontrollpunkt erreicht Svenja noch denkbar knapp. Zu den dauerpräsenten Nackenschmerzen kommt die Müdigkeit mit dem gefährlichen Sekundenschlaf: Nach einer kalten Nacht und zu wenig Schlaf dämmert die Erkenntnis, dass das Erreichen des dritten Kontrollpunkts nicht mehr möglich sein wird. Die Motivation ist ganz unten.
Nach dringend nötigen 15 Stunden Schlaf ist das Aussteigen aus dem Rennen beschlossene Sache. Vorbei ist das Transcontinental dennoch nicht. Jeder fährt für sich. Rennmodus aus, Tourmodus an. Svenjas Plan ist nun, Kontrollpunkt Drei zu überspringen und direkt zum Ziel nach Griechenland zu fahren. Denn die Reise macht immer noch Spaß und der Körper kann noch weiter fahren. Wir wünschen weiterhin gute Beine und vor allem ganz viel Spaß bei Transcontinental Race 2018.