Nicht verkehrssicher

Behörde warnt vor Bremsen von Obike-Billigrädern

Schnäppchenjäger aus Hamburg freuten sich über den Abverkauf der Leihräder des insolventen Unternehmens Obike. Jetzt zeigt sich: Die Billig-Bikes sind nicht verkehrssicher.

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Obike

Die Leihräder von Obike, genauer gesagt deren Entsorgung, sind ein Ärgernis in vielen europäischen Städten.

Zu schön um wahr zu sein: Die Leihräder des insolventen asiatischen Verleihers Obike wurden im Hamburg zum Kampfpreis von 70 Euro verschleudert. Jetzt warnt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz: Die orangenen Cityräder erfüllen nicht die EU-Norm für Neuräder in Sachen Bremskraft. In den Obikes sind Seilzug-Bandbremsen verbaut, diese bringen laut der Verbraucherschutz-Behörde nicht die notwendige Bremswirkung. Trotz angepasster Geschwindigkeit kann nicht garantiert werden, dass Obike-Fahrer in Gefahrensituationen rechtzeitig zum Stehen kommen.

Obike: Kein Lebenszeichen aus Singapur

Das Bikesharing-Unternehmen Obike geriet in die Schlagzeilen, als es Insolvenz in Singapur anmeldete, und tausende Leihräder in Europas Städten zurückließ. In Hamburg fiel die geplante Invasion der orangen Räder wegen der Firmenpleite aus – und tausende Räder warteten in einer Lagerhalle am Stadtrad auf einen neuen Besitzer. Der Lagerbesitzer machte aus der Not eine Tugend und verkaufte die Räder für 70 Euro pro Stück. Bitter: Die Rad-Käufer freuten sich über ein Schnäppchen und müssen sich jetzt über asiatische Billigräder ärgern, die nicht den EU-Sicherheitsrichtlinien entsprechen.