Social-Media-Posting

Autoverleiher Sixt provoziert mit getöteten Radfahrern

Eine Strichliste zum Ausdrucken für getötete Radfahrer und überfahrene Ampeln. Autoverleiher Sixt hat sich damit viel Unmut in den sozialen Medien zugezogen.

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Sixt

Der Autoverleiher Sixt wird demnächst wohl weniger Rad fahrende Kunden verzeichnen.

Der Mietwagen-Anbieter Sixt ist bekannt für seine bissigen Werbeslogans. Regelmäßig werden zum Beispiel Politiker oder die Deutsche Bahn aufs Korn genommen. Dieses Mal ging der Autovermieter jedoch zu weit. In einem Post in den sozialen Netzwerken machte das Unternehmen sich über im Straßenverkehr getötete Radfahrer und überfahrene Katzen lustig. Die Grafik sollte ein Aufkleber sein für „den Freund, der es beim Autofahren immer ein wenig übertreibt.“

Sixt-Aufkleber für „den Freund, der es beim Autofahren immer ein wenig übertreibt“.

Die Strichliste steht für die Anzahl der vom Autofahrer überfahrenen roten Ampeln, Radfahrer und Katzen. Völlig zu Recht fragten die Nutzer in den Kommentarspalten, was an getöteten Radfahrern und Katzen witzig sei. „Geschmacklos“, „eckelhaft“ oder einfach „nicht lustig“ fanden die meisten User bei Facebook die Grafik. Viele kommentierten, dass sie ab sofort keine Autos mehr bei Sixt mieten werden. Doch auch einige Autofreunde meldeten sich zu Wort, die die Grafik und den Spruch witzig finden.

Galerie: Report: So fahren die Deutschen Fahrrad

Geschmacklose Werbung von Sixt

Das Posting von Sixt heizt die Stimmung im Straßenverkehr weiter an und befeuert unnötigerweise den Streit zwischen Rad- und Autofahrern. Insbesondere die Angehörigen der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer, zu denen auch viele Kinder gehören, dürften Sprüche wie diese alles andere als witzig finden.