Hochsommer in Deutschland

Diese Regeln müssen Radfahrer bei Hitze beachten

Der Sommer ist die schönste Zeit zum Fahrradfahren. Doch was tun, wenn es so heiß ist, dass die Aktivität draußen zu anstrengend wird? Wir haben sieben Ratschläge, mit denen Sie den Sommer auf dem Rad genießen können.

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Viel trinken und genügend Pausen im Schatten einlegen: Das sind die wichtigsten Tipps, wenn Sie im Hochsommer bei Hitze Rad fahren

Bei strahlendem Sommer-Wetter draußen eine Fahrradtour machen? Gerne, wenn da nur diese Hitze nicht wäre. Hier finden Sie sieben Tipps, durch die Sie auf einem Training im Freien trotzdem nicht verzichten müssen

Regelmäßig und genügend Wasser trinken

Trinken im Sommer ist das A und O, besonders, wenn man beim Sport noch mehr schwitzt. Es gilt die Faustregel: circa einen Liter Wasser pro Stunde trinken. Allerdings sollte man den Liter nicht auf einmal herunterstürzen, sondern stetig, etwa alle 10 bis 20 Minuten einen großen Schluck Wasser zu sich nehmen. Ganz wichtig: nicht auf den Durst warten. Insgesamt sollten Sie für eine oder mehrere Flaschen Nachschub sorgen. Mit Flaschenhaltern im Rahmen haben Sie das Getränk stets griffbereit.
Wenn Sie dazu neigen, das Trinken zu vergessen, können Sie auch einen Flaschenhalter am Lenker montieren. So werden Sie an regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme erinnert.
Falls doch alle Vorräte leer sind, gerade in ländlichen Regionen, können Sie an einer Tankstelle Wasser kaufen, oder bei Anwohnern höflich nach Wasser fragen. Bei einem Kuchenstopp, können Sie auch im Café um das Nachfüllen Ihrer Flasche bitten.
 Unser Geheimtipp: Meist gibt es auf Friedhöfen auch Wasserhähne, die sehr gut dafür geeignet sind, seine Flaschen wieder aufzufüllen.
Wer kühles Wasser möchte, kann sich am Abend zuvor, eine seiner Flaschen in die Gefriertruhe legen. Das Wasser taut im Verlauf des nächsten Tages und ist dann noch schön kühl.

Mit ausreichend Nährstoffen versorgen

Wer Schwitzt verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralien, besonders Salz. Die Risiken sind Dehydration und eine Störung im Nährstoffhaushalt. Deswegen muss man neben der Flüssigkeitsaufnahme auch darauf achten, sich mit genügend Mineralien zu versorgen. Es gibt sehr mehrere Wege, seinen Mineralienhaushalt wieder auszugleichen: zwei Esslöffel Salz in das Getränk mischen, Sportriegel mit Elektrolytzusatz essen oder auch spezielles Getränkepulver in die Flasche mischen. Auch Wassermelonen und anderes wasserhaltiges Obst sind eine gute Ergänzung, um dem Wasser- und Mineralienmangel vorzubeugen – und dazu noch lecker.

Vorsorglich eincremen

Es soll ja immer noch Sonnenschutz-Muffel geben, die es nicht für notwendig halten, ihre Haut vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen. Besonders in den Bergen oder am Meer kann der Schein trügen, wenn es aufgrund von Höhe oder Wind kühler ist. Machen Sie hier keine halben Sachen: Vorsorgliches Eincremen und wiederholtes Nachcremen mit Sonnenmilch bewahren ihre Haut vor Sonnenbrand und schützen langfristig vor Hautkrebs.
Am besten ist, wasserresistente beziehungsweise schweißfeste Sportsonnencreme mit hohem UV- Schutzfaktor zu benutzen. Achten Sie auch bei der Wahl der Kleidung auf Sonnenschutz. Anhand des UPF-Werts erkennen Sie den Schutzfaktor bei Textilien. Übrigens: Eine Sonnenbrille mit UV-Filter ist im Sommer Pflicht. Denn UV-Strahlung ist auch gefährlich für die Augen.

Umsichtig kleiden

Apropos Kleidung: Sie sollten Fahrradkleidung wählen, die atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit abtransportiert. Ihr Schweiß kann so über die Kleidung verdunsten und hilft Ihnen beim Abkühlen.
Zudem ist es ratsam, sich möglichst hell anzuziehen, da weiße Kleidung das Sonnenlicht weniger stark absorbiert. Für die richtige Kopfbedeckung gilt genau wie bei der Kleidung, je kühler, desto besser: Ein Helm mit funktionierender Belüftung hilft bei Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren.
Profi-Radsportler übergießen sich zur Abkühlung mit Wasser. Wenn Sie Ihre Getränke gut rationiert haben, spricht nichts dagegen, sich auch so abzukühlen.

Regelmäßige Pausen sind bei hochsommerlichen Temperaturen wichtig. Am fahren Sie morgens und abends und unterbrechen Ihre Radtour am mittag.

Auf schattigen Routen fahren

Planen Sie Ihre Route entlang schattiger Wege. Im Optimalfall fahren Sie entlang eines Flusses oder im Wald. Wenn möglich, weichen Sie auf kleine Radwege aus, breite Asphaltstraßen reflektieren die Sonnenstrahlen und heizen Ihnen auch vom Boden aus ein.

Den Morgen und den Abend nutzen

Schlechte Nachrichten für Spätaufsteher: Morgens sind die Temperaturen im Sommer noch am besten zum Radfahren. Vor 10 Uhr können Sie schon ordentlich Strecke machen und ab mittags eine Siesta einlegen. In den Nachmittagsstunden ist die Hitze- und Ozonbelastung am größten. Den Rest Ihrer Etappe können Sie fahren, sobald die Mittagshitze etwas zurückgegangen ist. Zum Glück ist es im Sommer lange hell, sodass Sie auch bis in den späten Abend noch radeln können.

Einen Gang zurückfahren

Radfahren bei hohen Temperaturen ist anstrengend und für den Kreislauf sehr belastend. Das gilt umso mehr, je älter Sie sind. Neben den Muskeln, muss der Körper Energie für seine Kühlung aufwenden. Verzeihen Sie sich also, wenn Sie die gewohnte Leistung nicht erreichen und gönnen sie sich rechtzeitig Pausen im Schatten. Zwar wird ein heißer Tag keiner für Bestzeiten werden. Aber wenn Sie unsere Hitzetipps befolgen, steht einem schönen Sommertag im Sattel nichts mehr im Weg.