Innovation für Allwetterradler?

Under-Cover: Der XXL-Fahrrad-Schirm mit Kapuze

Bei Regenwetter bleibt das Fahrrad im Keller? Der Under-Cover Fahrrad-Schirm verhindert, dass man beim Radeln im Regen nass wird. Ob er so praktisch ist wie er aussieht?

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Under Cover Fahrrad-Schirm

Der Under-Cover Fahrrad-Schirm ist zumindest optisch gewöhnungsbedürftig.

Kickstarter ist die Plattform für neue Ideen. Täglich starten Hersteller auf der Crowfunding-Plattform neue Projekte, die mögliche zukünftige Konsumenten um eine Finanzspritze bitten. So auch die Erfinder des Under-Cover Fahrrad-Regenschirms. Dieser soll das Fahrradfahren bei Regenwetter erleichtern und den Radler trocken halten. Den extra-großen Regenschirm bringt man vorne am Rad an, schlüpft mit dem Kopf durch die integrierte Kapuze und schon geht es laut Anbieter trocken durch den Regen.

Warum der Under-Cover Fahrrad-Schirm?

Wie die Erfinder des Fahrrad-Schirms richtig auf Kickstarter schreiben: Es gibt noch keine zufriedenstellende Lösung für das Problem des Radfahrens bei schlechtem Wetter. Mit dem Under-Cover wollen sie eine bieten. Wie ein üblicher Regenschirm schützt er vor Regen, nicht über dem Kopf, sondern vor dem Oberkörper. Der Kopf soll mithilfe einer angenähten Kapuze trocken bleiben. Under-Cover bietet die Möglichkeit in Alltagskleidung zu radeln, ohne dass man sich unter Regenkleidung und Ponchos nass schwitzt oder die Sicht nach vorne und nach hinten blockiert ist. Nach der Fahrt klappt man den Fahrrad-Schirm einfach zusammen, nachdem man seinen Kopf aus der Kapuze schlängelt, und befestigt ihn mittels Klettverschlussbändern am Fahrradrahmen. Scheint auf den ersten Blick gar nicht so blöd.

Auf den zweiten Blick ...

... stellt man fest, dass man bei der Entwicklung nicht alles bedacht hat. Der Schirm ist zwar schön groß und schützt den Oberkörper vor Regen, dass der Schirm das Frontlicht bedeckt, fällt anfangs gar nicht auf. Die knallblaue Kapuze schützt zwar das Haar vor Regen, ins Gesicht klatscht einem das Wasser beim Fahren trotzdem. Und kommt es mal zu einem Unfall oder man stürzt, muss man sich erst aus der am Schirm befestigten Kapuze befreien. Die Hersteller antworten auf Fragen, die diese Probleme ansprechen, mit „I really hope that nobody will be hurt by parts of the umbrella [...]“ („Ich hoffe, dass niemand von Teilen des Regenschirms verletzt wird [...]“), „At the moment I am not planning to do modifications [...]“ („Momentan plane ich keine Veränderungen [...]“) oder „Coming soon“ („Kommt bald“).
Under-Cover Fahrrad-Schirm

Der Fahrrad-Schirm scheint so groß zu sein, dass er das Frontlicht des Rads verdeckt.

Crowdfunding, Preise und Verkauf

Noch kann man den Under-Cover Fahrrad-Schirm nur bei Kickstarter als Unterstützer für 39 Euro bestellen. Ist die Kampagne erfolgreich, soll er bei Verkaufsstart dann das doppelte, also 78 Euro, kosten. Verläuft alles nach Plan, startet der Versand im Februar 2018. Wer die Herstellung unterstützen und den Schirm nächstes Jahr ausprobieren möchte, hat noch bis zum 13. Oktober 2017 Zeit sich bei der Crowdfunding-Kampagne zu beteiligen.

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