Fraunhofer-Forschung

E-Scooter und E-Bike: Antrieb mit Brennstoffzellen

Das Trend-Thema Elektromobilität beschäftigt nicht nur viele Pendler, sondern auch die Forschung. Auf der Hannover Messe wurden unter anderem ein Brennstoffzellen-Akku für E-Bikes und ein Ultraleicht-Elektroroller vorgestellt.

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Bike mit Brennstoffzelle

Der Experimental-Brennstoffzellenantrieb kann am Gepäckträger befestigt werden und treibt direkt das Hinterrad an.

Womit wird das E-Bike der Zukunft angetrieben? Wie leicht kann man einen E-Scooter konstruieren? Aktuelle Forschungsprojekte geben einen Ausblick auf die E-Fahrzeuge von Morgen.

Brennstoffzelle am E-Bike

Bei Pedelecs verhält es sich ähnlich wie bei E-Autos: Alternativen zum Lithium-Ionen-Akku gibt es praktisch nicht. Forscher vom Fraunhofer ISE haben eine Akku-Antriebs-Einheit mit Brennstoffzellen vorgestellt. Das Modul, welches am Gepäckträger befestigt wird, treibt das Hinterrad mit einer Rolle von Conodrive an. Bei der Entwicklung dieses Modells lagen einfache Handhabung, kompakte Konstruktion und wenig Gewicht im Fokus. Das Konzept kann laut den Forschern aber auch auf andere Antriebe und Fahrradtypen übertragen werden. Perspektivisch soll ein Brennstoffzellenantrieb vor allem an Lasten-Pedelecs zum Einsatz kommen, diese können einen größeren Wasserstoff-Tank transportieren. Das vorgestellte System soll 3,3 Kilogramm wiegen, eine Betankung liefert laut den Fraunhofer-Forschern ca. 270 Wattstunden Energie.

E-Scooter mit Carbon-Trittbrett

Leichtbau-E-Roller

An drei Stellen eines Elektrotretrollers haben die Forscher gezeigt, wozu moderne Leichtbaumaterialen in der Lage sind.

Forscher des Fraunhofer IGCV haben indes anhand eines E-Scooters gezeigt, welches Potenzial moderne Leichtbau-Materialien haben. Ihr Ansatz: Je leichter ein Fahrzeug ist, desto größer ist seine Reichweite. Bei bestimmten Bauteilen lassen sich bis zu 50 Prozent Gewicht einsparen. Die Material-Experten setzten auf die Kombination von herkömmlichen Bauteilen und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Das Augenmerk der Forscher lag auf dem Hinterradträger, dem Lenkkopf und der Gabel. An diesen Stellen setzte man auf neue Verbindungstechniken und CFK-Hybridbauteile.

Galerie: 6 E-Falträder im Test