Frauenräder für die Stadt

Günstige Damenräder für unter 850 Euro im Vergleichstest

Diese Bikes sind für die City gemacht. Mit ihnen fährt Frau zur Arbeit, zum Café oder einkaufen. Wir haben zehn schicke Damenräder für bis zu 850 Euro getestet.

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Unsere Radlerinnen hatten reichlich Freude beim Testen der schicken Damenräder.

Damen-Citybikes rollen in vielen bunten Farben durch fast alle Städte – meist nicht schnell, sondern im Genießermodus. Wer zügig unterwegs sein will, der setzt auf andere, sportlichere Bike-Gattungen. Citybikes hingegen sollen alltagstauglich, komfortabel und natürlich hübsch sein. Zurzeit ist der Retro-Look angesagt. Fast jeder Hersteller hat Bikes im Angebot, die an diejenigen von vor einigen Jahrzehnten erinnern. Technische Verbesserungen wurden natürlich trotzdem vorgenommen, denn LED-Beleuchtung und Nabendynamo sind heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Galerie: 10 Damenräder unter 850 Euro im Test

Alltagstauglich und hübsch

Neben einer fest verbauten Beleuchtung, die am besten über einen Dynamo versorgt wird, sollten Citybikes mit Schutzblechen sowie StVZO-tauglichen Reflektoren ausgestattet sein. Da diese Räder oft zum Einkaufen oder für den Weg zur Arbeit genutzt werden, sind Gepäckträger nahezu Pflicht. Viele der von uns getesteten Modelle kommen sogar mit Heck- und Frontgepäckträger beziehungsweise Korb daher. Sehr praktisch!
Neun der zehn getesteten Räder haben eine 7-Gang-Nabenschaltung. Gegenüber der Kettenschaltung ist diese weniger wartungsaufwendig, und geschaltet werden kann auch ohne Kurbelumdrehung. Trotz dieser Vorteile bieten Kettenschaltungen meist eine bessere Bandbreite an Gängen.

Mit dem richtigen Fahrrad – man sieht es unseren Testfahrerinnen an – macht Rad fahren viel Spaß.

Meist mit Felgenbremsen und zu wenig Gängen

Acht der zehn getesteten Bikes kommen mit Felgenbremsen daher. Nur das Raleigh Halifax hat starke hydraulische Scheibenbremsen. Das Cortina bietet Rollenbremsen, die zwar wartungsarm, dafür aber relativ schwach sind. Bei den Bikes mit Felgenbremsen verzichten erstaunlicherweise einige Hersteller auf die zweite Handbremse, was für uns unverständlich ist. Schließlich sind die Kosten einer Felgenbremse gering, gute Bremsperformance jedoch sorgt für Sicherheit und kann den Unterschied zwischen Unfall und Beinahe-Unfall ausmachen.

Stahlrahmen bieten Komfort. Kopfsteinpflaster ist hiermit gut zu fahren.

Des Weiteren wurde bei den meisten Bikes nicht ausreichend über die Gangauswahl nachgedacht. Die verfügbaren sieben oder mehr Gänge sind hauptsächlich so angeordnet, dass man schnelle Tempos bis zu 45 Kilometer pro Stunde fahren kann, nicht aber eine leichte Rampe bergauf, ohne dass es zur Quälerei wird. Für uns schießt die meist getroffene Auswahl klar am Ziel vorbei. Hersteller wie Stevens haben zwar einen guten Kompromiss für die Gangauswahl gefunden, bergtauglich ist jedoch keines der Räder. Dafür würde eine Ketten- oder höherwertige Nabenschaltung benötigt werden.
Wer also größere Touren mit diesen Bikes – vielleicht gar mit Gepäck – plant, dem sei davon eher abgeraten. Für kurze Strecken im Flachland eignen sich die Fahrräder jedoch gut. Sie sind alltagstauglich und machen optisch viel her. Wir stellen Ihnen zehn Damen-Citybikes im Preisbereich von 539 bis 849 Euro vor.

Die Damen-Citybikes im Überblick

Fahrradmodell

Preis

Wertung

Vermont Saphire 7s

599 Euro

gut

Grecos Ida 28 Swing

599 Euro

gut

Bicycles Genua Wave

699 Euro

gut

Cortina U4 Transport Solid

779 Euro

gut

Checker Pig Emma

599 Euro

gut

Creme Caferacer

749 Euro

sehr gut

Raleigh Halifax 9

749 Euro

sehr gut

Stevens Elegance Lite Forma

759 Euro

gut

Ortler Bricktown

799 Euro

gut

Excelsior Glorious

539 Euro

gut

Galerie: 10 Damenräder unter 850 Euro im Test

So hat BIKE BILD getestet

Cityräder müssen da getestet werden, wo sie genutzt werden, genau das haben wir gemacht. Jedes Bike hat mindestens eine Stadtrundfahrt auf einer Hamburger Innenstadt-Teststrecke absolviert. Das Design wurde von acht Frauen unterschiedlichen Alters bewertet.
Der wohl wichtigste Bewertungspunkt unseres Tests ist der Fahrspaß, denn ohne diesen bleibt das Fahrrad meist im Keller stehen. Deshalb ist diese Kategorie doppelt ins Ergebnis eingeflossen. Beim Testen stellten wir fest, dass sich nur wenige Bikes dynamisch fahren lassen und die meisten eher ungeeignet für leichte Anstiege sind. Beides führte zum Punktabzug.

Spontane Treffen sind mit dem Fahrrad kein Problem.

Beim Bewertungspunkt „Antrieb und Bremsen“ haben wir bewertet, wie hochwertig und funktionstauglich eben diese Komponenten sind. In den Punkt Ausstattung geht die Alltagstauglichkeit der Damenräder ein. Licht und Schutzbleche sind an allen Testbikes verbaut, nicht jedoch ein Nabendynamo. Diesen hätten wir uns an allen Bikes gewünscht.
Des Weiteren sind vielfältige Möglichkeiten zur Gepäckmitnahme ein großer Vorteil. So wurde positiv bewertet, wenn die Möglichkeit der Beladung sowohl vorne als auch hinten am Rad bestand. Das Vorhandensein von Bohrungen für einen optionalen Gepäckträger ging positiv in die Wertung ein.
Preis-Leistungs-Sieger wurde das Fahrrad, das im Verhältnis zur Punktezahl den geringsten Kaufpreis hat, in diesem Test also das Excelsior.