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Ten Torino: Neues E-Gravelbike von Coboc

Mit dem Ten Torino bringt Coboc ein E-Gravelbike auf den Markt, das auch Pendler ansprechen soll. Die auffälligste Neuerung im Vergleich zu anderen Modellen betrifft den Rennradlenker. Beim Motor setzen die Heidelberger weiter auf den bewährten "Coboc Electric Drive".

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Für Stadt und Peripherie konstruiert: Das E-Gravelbike Ten Torino soll im Alltag eine gute Figur abgeben.

Coboc ist bekannt für minimalistische City-E-Bikes im schicken, schlichten und stylischen Design. Die Handschrift der Heidelberger: Den Akku lassen die Konstrukteure unauffällig im Unterrohr verschwinden und setzen beim Antrieb auf einen Hinterrad-Nabenmotor, "Coboc Electric Drive" genannt. Beim Coboc Seven Montreal (Testbericht erscheint in BIKE BILD 1/2019, Erstverkaufstag 22. Februar) konnten wir uns bereits ein Bild von den Motoreigenschaften machen. Die Leistungsabgabe erfolgt stufenlos und passt sich dem Fahrverhalten des Fahrers an. Zudem kann über eine App die Motorcharakteristik angepasst werden.

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Mit dem Ten Torino geht Coboc neue Wege – entdeckt das Terrain abseits des Großstadtdschungels für sich. Das neue Bike dürfte in die Kategorie E-Gravelbike fallen, eine Mischung aus Cityflitzer, Trekkingbike und Rennrad. Die Lackierung ("grün-metallic") ist zurückhaltend und dezent. Die auffälligste Neuerung betrifft das Cockpit – statt eines flachen Lenkers müssen Fahrer mit einem Rennradlenker vorliebnehmen. Dieser eröffnet durch mehrere Griffposition neue Möglichkeiten: Als Fahrer kann man entscheiden, ob man – etwa auf langen Geraden – den Unterlenker greift und so sportlich unterwegs ist, oder ob man es auf dem Weg zur Arbeit durch die Stadt lieber komfortabler mag und sich für den Oberlenker entscheidet.

Idealbild des Coboc-Ten-Torino-Fahrers: schnell und sportlich, on- und offroad, zum Spaß und Pendeln.

Coboc Ten Torino: ausgeprägte Offroad-Gene, trotzdem alltagstauglich

Die Ausstattung spiegelt den Spagat, den die Heidelberger mit dem Ten Torino meistern wollen, stark wieder. Da wären zum einen die voluminösen G-One Speed-Reifen von Schwalbe, auf denen es sich komfortabel rollen lässt, die aber zugleich keiner Schotterpiste aus dem Weg zu gehen brauchen. Coboc hat sich für offroadtaugliche 27,5-Zoll-Laufräder entschieden. Scheibenbremsen gehören bei Rädern dieser Preisklasse zum Standard. Neu ist – Gravelbike-Kenner werden aufhorchen –, dass die Sram-Apex-Einfachschaltung (hinten 11-fach) verbaut wurde. Geländeliebhaber können guten Gewissens den flachen Asphaltweg verlassen und sich auf die ausreichend große Übersetzung verlassen. Auch die Geometrie ist ein Spagat geworden: nicht so sportlich wie auf einem Rennrad oder Gravelbike, aber deutlich sportlicher als auf Cityrädern.
Auf der anderen Seite wurden dem Rad Front- und Rücklichter spendiert, auch Schutzblech und Gepäckträger können optional geordert werden, alles, was man für den Alltag benötigt. In Kombination mit den Graveleigenschaften soll so ein Alltagsrad mit sportlichem Mehrwert das Interesse von Stadtmenschen und Pendlern wecken. Soviel kann man vorab sagen: Das Radkonzept – wenn es denn den Nerv von Pendlern und Gravelbikefans trifft – ist schlüssig und durchdacht.
Das Coboc Ten Torino ist ab Mai 2019 erhältlich.

Technische Daten

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Akku

352 Wattstunden

Motor

Hinterrad-Nabenmotor, 250 Watt

Bremsen

Sram Apex 1, hydraulische Scheibenbremsen

Reifen

Schwalbe G-One Speed (55-584)

Schaltung

Sram Apex 1, 11-fach

Vorderlicht

Supernova E-Bike Mini 2

Rücklicht

LED Beleuchtung (in den Rahmen integriert)

Sonderausstattung (optional)

Curana-Schutzbleche, abnehmbarer Gepäckträger

Gewicht

14,5 Kilogramm

Preis

4.999 Euro

Website

www.coboc.biz