Blutroter Geländespezialist

Cannondale Tesoro Neo X3 Remixte im Test

Das Cannondale Tesoro Neo X3 Remixte schafft den Spagat zwischen Gelände- und Alltagstauglichkeit. Neben breiten Gravelreifen und einer 100-Millimeter-Federgabel bietet das E-Trekkingbike auch eine Lichtanlage und Reflektoren – insgesamt ein gelungener Mix aus Graveller, Trekkingrad und Mountainbike.

Datum:

Der Trapezrahmen des Tesoro ist stabil und formschön.

Cannondale schickt eine im besten Sinne abenteuerliche Kombination aus E-Trekkingrad, Gravelbike und Hardtail-Mountainbike ins Rennen. Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäckträger qualifizieren das Tesoro Neo X3 für Radtouren. Mit breiter 29er-Gravelbereifung – Cannondale hat sich für den bewährten G-One Allround von Schwalbe entschieden – kommt das Bike bestens auf allen Untergründen zurecht. Darüber hinaus ist das Tesoro mit einer 100-Millimeter-Federgabel ausgestattet.
Angetrieben wird dieser Mischling von einem Bosch-Performance-Antrieb. Besonderes Augenmerk hat Cannondale auf die Motorfassung des Rahmens gelegt: Diese positioniert den Antrieb tief und hält die Kettenstrebe kurz, dies soll für ein besseres Handling sorgen.

Technische Daten

Rahmen

Aluminium

Federgabel

SR Suntour XCM, 100 Millimeter

Motor

Bosch Performance Line

Akku

Bosch PowerTube, 500 Wattstunden

Schaltung

Shimano Acera, 9-fach-Kettenschaltung

Reifen

Schwalbe G-One Allround, 57 Millimeter

Lichtanlage

Herrmans H-Black MR4

Bremsen

Shimano MT200, hydraulische Scheibenbremsen

Gewicht

25,6 Kilogramm

Max. Gesamtgewicht

161 Kilogramm

Preis

2.999 Euro

Website

www.cannondale.com

Die Kettenstreben sind bewusst kurz gehalten.

Auf jedem Untergrund komfortabel

Klar, dass die Offroad-Geometrie, die breiten Reifen und die Federgabel den Spaßfaktor nach oben treiben, insbesondere im Gelände. Der Komfort bleibt dabei nicht auf der Strecke: Die gedämpfte Sattelstütze federt Unebenheiten ab, und der Trapezrahmen macht das Einsteigen etwas leichter.
Das Tesoro Neo X3 ist jedoch nicht nur Spaßmaschine. Nebst Lichtanlage sorgen Reflektorstreifen auf dem Unterrohr und den Sitzstreben für mehr Sichtbarkeit. Praktisch ebenfalls, dass es zwei Schraubverbindungspunkte für Flaschenhalter und Faltschlösser gibt.

Wertung: Cannondale Tesoro Neo X3 Remixte

Reichweite

★★★½☆

Unterstützungsfaktor

★★☆☆☆

Maximale Leistung

★★★½☆

Uphill-Test

★★★☆☆

Bremsen

★★★☆☆

Gewicht

★★★☆☆

Design

★★★★½

Fahrspaß

★★★★½

Summe (Sterne)

28

Note

gut

(40–32,5 = sehr gut, 32–24,5 = gut, 24–16,5 = befriedigend, 16–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

So testet BIKE BILD E-Trekkingbikes

Für unseren Labortest haben wir uns Unterstützung von den Experten von Dekra Testing and Certification in Stuttgart geholt. Auf dem Prüfstand wird errechnet, wie viel Strecke die Akkus schaffen. Daraus ergibt sich der Wert in der Kategorie Reichweite. Diese hängt auch von der Effizienz des Antriebs und dem Energieverbrauch der Motoren ab.
Der Unterstützungsfaktor gibt an, in welchem Maß der Motor die eingesetzte Kraft des Fahrers ergänzt. Wie viel Power bei einer Maschine unter der Haube steckt, gibt die maximale Leistungsabgabe an.
Weiterhin setzten wir die Trekking-Pedelecs einem Uphill-Stresstest aus: Hierbei wurde gemessen, inwieweit die Antriebsleistung an einer simulierten Steigung abnimmt. Stehen Motoren an einem Berg unter Volllast, erhitzen sie sich und verringern automatisch ihre Leistung. Je besser der Antrieb gekühlt ist, desto schneller bewältigt das E-Bike den Berg.
Damit man auch sicher wieder den Berg herunterfährt, müssen die Bremsen gut zupacken. Hier gibt es zwar Performance-Unterschiede, grundsätzlich können wir jedoch allen Modellen bescheinigen, dass die Bremsen sicher sind. Ein geringes Gewicht macht das E-Bike nicht nur schneller am Berg, sondern erleichtert auch das Tragen im Alltag.
Zu guter Letzt geht es auch um den subjektiven Eindruck: In die Designwertung gehen nicht nur Form und Farbe, sondern auch clevere Details ein. Der Fahrspaß gibt an, wie gut uns die E-Trekkingbikes auf der Teststrecke gefielen.