Trekkingrad mit Sicherheitsplus

Centurion E-Fire Tour R2600i ABS im Test

Vorreiter in Sachen Sicherheit? Das Centurion E-Fire Tour R2600i bremst dank Antiblockiersystem (ABS) ganz hervorragend. Noch hat sich die Technik allerdings nicht bei allen Bikes durchgesetzt. Auch sonst ist das Centurion-E-Bike eine Empfehlung für den Alltag oder Radreisen.

Datum:

Das Centurion ist ein Trekkingbike für hohe Ansprüche, es eignet sich für ausgedehnte Radtouren.

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Centurion ist ein Wunschlos-glücklich-Rad mit fortschrittlicher Technik. Wer das nötige Kleingeld hat, erhält ein tadellos gearbeitetes und durchdachtes Trekkingbike.

Pro

  • Bremsleistung
  • Ausgezeichnete Ausstattung
  • Leistungsstarker Antrieb
  • Schickes Design

Kontra

  • Hohes Gewicht
Schon mal voll gebremst und dabei über den Lenker abgestiegen? Wir hoffen nicht. Damit es dazu auch zukünftig nicht kommt, hat Bosch in Zusammenarbeit mit Magura ein ABS (Antiblockiersystem) für Fahrräder entwickelt. ABS kennt man aus dem Automobilbereich, dort wird es seit 40 Jahren eingesetzt. Die Fahrradbranche tut sich mit der Technologie indes schwer. Warum ist das ABS gerade beim E-Bike von Vorteil?
Zum einen, weil die motorisierten Räder sehr schwer sind, häufig jenseits der 20 Kilogramm, und damit etwa bei Nässe schwer zu beherrschen. Und zum anderen, weil aufgrund des hohen Systemgewichts Scheibenbremsen mit großen Bremsscheiben verbaut werden, die zwar kräftig zupacken, aber Ungeübte manchmal überfordern.

ABS: unschlagbare Bremsleistung – die aber ihren Preis hat

Beim Centurion muss man sich optisch erst einmal an das sehr opulente ABS gewöhnen.

An dieser Stelle kommt das ABS ins Spiel, das den Bremsdruck reguliert und verhindert, dass das Vorderrad blockiert. Sollte das Hinterrad dennoch abheben, greift die Vorderradbremskontrolle des ABS und regelt die Bremskraft automatisch runter. Eigentlich eine geniale Sache, aber – Sie ahnen es schon – es folgt ein Aber.
Zum einen wird das klobige Bosch-System sicher keinen Designaward gewinnen. Zudem müssen Käufer mit rund 500 Euro Aufpreis rechnen. Beim Kunden hat die überlegene Bremstechnologie noch keinen durchschlagenden Erfolg erzielt. Doch wer einmal in den Genuss des ABS kommt, will die Bremsperformance nicht mehr missen. Wir glauben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das System auch am E-Bike durchsetzt.

Technische Daten

Preis

4.299 Euro

Rahmen

Aluminium

Gabel

SR Suntour Mobie25 Air LOR, 63 Millimeter Federweg

Motor

Bosch Performance CX (Generation 4)

Akku

625 Wattstunden

Bremsen

Magura/ Bosch CMe ABS

Schaltung

Shimano Deore XT, 11-fach

Reifen

Schwalbe Marathon GT, 50 Millimeter

Gewicht

26 Kilogramm

Website

www.centurion.de

Marke Eigenbau: Zum Öffnen der Akkuklappe ist ein Drehverschluss vorgesehen.

Beim Testrad E-Fire Tour beweist Centurion Mut, ein ABS zu verbauen, wohl wissend, dass es den Preis hochtreibt und beim Kunden im ersten Anlauf erklärungsbedürftig ist. Das Sicherheitsplus passt ins Konzept: Das Trekkingrad richtet sich an Radler, die einen verlässlichen Begleiter für den Fahrradalltag oder mehrtägige Touren suchen. Folgerichtig setzen die Schwaben auf hochwertige und langlebige Komponenten, wie etwa den leistungsstarken Performance-CX-Motor von Bosch und Shimanos präzise arbeitende Deore-Schaltung.

Vielseitiges und alltagstaugliches Pedelec

Einen weiteren Pluspunkt bekommt das Rad für die verbaute Federgabel, die in Verbindung mit den großspurigen Marathon-GT-Reifen sorgenfreies Fahren auf Schotter, Kopfsteinpflaster sowie ruppigem Asphalt ermöglicht. Trotz des hohen Gewichts lässt sich das Rad erstaunlich gut steuern.
Aufgepasst, liebe Pendler: Abgerundet wird die hochwertige Ausstattung durch die integrierte Lichtanlage, den verbauten Gepäckträger, Schutzbleche sowie den stylishen Ständer. Kein Wunder, dass der Preis deshalb in unangenehme Höhen springt, aber, auch das gehört zur Wahrheit, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich kein schlechtes.