Platzsparend, unkompliziert, flexibel

E-Kompakträder im Vergleichstest

Diese Bikes sind platzsparend, schnell und punkten mit einer angenehmen Fahrweise. Wir haben fünf E-Kompakträder für Sie getestet.

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E-Kompakträder sind die optimale Alternative für Reisende und Hausbewohner mit wenig Stauraum.

Nein, dies sind keine Kinderräder. Und auch keine Falträder. Aus dem einfachen Grund, dass sie sich nicht falten oder klappen lassen. Klein sind sie dennoch. Und bei den meisten Kompakträdern kann der Lenker werkzeuglos gedreht und abgesenkt werden – manchmal sind sogar die Pedale faltbar. So wird das Bike plötzlich sehr schmal und stört beim Verstauen weniger – selbst in einem engen Wohnungsflur. Wer nicht über viel Platz verfügt, für den bieten sich Kompakträder also durchaus an.

Galerie: 5 E-Kompakträder im Test

Mitnahme im Kofferraum und in den Campingurlaub?

Vorteile tun sich insbesondere dann auf, wenn eine Reise ansteht. Die Bikes passen in die meisten Wohnmobil-Garagen, sodass einer Tour vom Campingplatz aus nichts entgegensteht. Ob die Berge hinauf oder gegen den Wind – mit dem E-Antrieb wird die Fahrt eh ganz entspannt.
Wir haben überdies getestet, ob diese Fahrräder auch in einen Kofferraum passen – ohne Demontage. Das tun sie – wenn dieser groß genug ist. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für spontane Radtouren. Mit dem Auto schnell zum Ausgangspunkt – und los geht’s. Festzurren in der Eile bitte nicht vergessen!

E-Kompakträder bieten sich sowohl für Fahrten durch die Stadt als auch für Reisen an.

Mitwachsendes Familienrad

Umweltfreundlicher als das Auto ist natürlich die Bahn. Im Gegensatz zu Falträdern dürfen die Kompakträder nur beim Kauf eines Fahrradtickets mitgenommen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen: In Bayern beispielsweise sind Bikes mit bis zu 20 Zoll großen Rädern im Zug kostenlos. Alle Modelle aus diesem Test haben die genannte Laufradgröße. Sie sind also ideal für bayerische Pendler, die ihre Wege von und zur Bahnstation radelnd zurücklegen möchten. Das spart nicht nur Zeit, sondern ist zusätzlich auch gesund.
Kompakträder sind in der Regel für Menschen von etwa 1,5 bis zu fast zwei Meter Größe geeignet. Das macht sie zu tollen, mitwachsenden Familienrädern. Sowohl Sohn, Tochter, Mutter als auch Vater oder gar die Großmutter finden eine bequeme Sitzposition. Flexibilität pur!

Komfortableres Fahrverhalten als beim Faltrad

Vielseitig sind diese Bikes also allemal. Was jedoch macht sie besser als ihre faltbaren Kollegen, die kostenlos in der Bahn transportiert werden dürfen? Wir haben festgestellt, dass die Fahrweise deutlich angenehmer ist. Der Rahmen ist steifer. Häufig sind außerdem Feder- oder Dämpfungselemente verbaut. Und da auf einen Klapp- oder Faltmechanismus verzichtet wird, sind die Räder weniger defektanfällig.
In unserem Test haben wir in Kooperation mit ExtraEnergy fünf E-Kompakträder getestet. Untersucht wurde neben dem Fahrspaß die Motorleistung, Reichweite, Tragbarkeit, das Design, die Lautstärke des Motors und die Kosten des Akkus. Das Testergebnis ist überraschend eng. Einen eindeutigen Testsieger gibt es nicht.

Platz

Hersteller

Modell

Note

1

Trenoli

Patto Compact

gut

2

Hartje

I:SY

gut

3

Winora

radius tour

gut

4

Riese & Müller

Tinker

befriedigend

5

Prophete

Navigator Caravan

befriedigend

So hat BIKE BILD getestet

Was ist eigentlich das Einsatzgebiet eines E-Kompaktrades? Wofür wird es genutzt? Was muss es dafür können? Sein Einsatzgebiet liegt anscheinend sowohl in der Stadt als auch auf Reisen. Die Anforderungen sind darum recht unterschiedlich.

Wir wollten wissen, ob die Kompakträder in einen Kofferraum passen. In unseren passten die meisten hinein.

Eins muss jedoch immer passen: der Fahrspaß. Seine Beurteilung setzt sich im Test unseres Partners ExtraEnergy aus dem Fahren mit und ohne Motor sowie dem Bedienkomfort zusammen. Antriebsgeräusche wurden subjektiv von den Testfahrern bewertet. Da Kompakträder viel in Städten unterwegs sind, fließt die Unterstützung ein, die der Motor beim Fahren durch die Stadt gibt – speziell das Anfahren, in der Stadt gang und gäbe – wurde beurteilt. Die meisten Käufer werden sich außerdem für die Reichweite interessieren.
Wer öffentlichen Nahverkehr in Kombination mit Fahrrädern nutzt, der weiß: Manchmal muss das Rad getragen werden. Auch dieser Aspekt ist in die Beurteilung der Kompakträder mit eingeflossen. Natürlich können die Akkus der E-Bikes auch kaputtgehen. Bei häufiger Nutzung oder langer Lagerung verlieren diese außerdem an Kapazität. Deshalb ist der Preis des Akkus für den Kunden durchaus interessant – und natürlich auch, ob es eine Garantie gibt. Die Bewertung bei Akkukosten setzt sich aus den beiden genannten Punkten zusammen.
Preis-Leistungs-Sieger ist das preisgünstigste Fahrrad geworden, das in unserem Test mit „gut“ abgeschnitten hat.

Galerie: 5 E-Kompakträder im Test