Für E-Bike-Einsteiger

Im großen Vergleichstest: E-Tiefeinsteiger für die Stadt

Citybikes mit E-Antrieb bringen Bewegung in Ihren Alltag. Die Anforderungen: Komfort, Zuverlässigkeit, Sicherheit. Wir haben für Sie fünf E-Citybikes mit Tiefeinsteiger-Rahmen in der Praxis und im Prüflabor getestet.

Datum:

Wer vom Auto aufs Fahrrad umsteigt, entdeckt seine Umgebung auf völlig neue Weise. Komfort-E-Bikes wie diese erleichtern Fahrradneulingen den Einstieg.

Gesünder als mit dem Auto, mehr Spaß als im Bus und schneller als zu Fuß: Ein E-Bike ist das beste Verkehrsmittel für die vielen Besorgungen im Alltag oder die Fahrt zur Arbeitsstätte. Damit die Freude am Cityrad mit Elektromotor lange währt, sollte das Pedelec zuverlässig funktionieren und in jeder Verkehrssituation die notwendige Sicherheit bieten.
Besonders beliebt sind – mit und ohne Motor – Fahrräder mit Tiefeinsteigerrahmen. Der Vorteil: Radler können ganz einfach auf- und absteigen, ohne ein Bein über den Sattel schwingen zu müssen. Ein wesentlicher Vorteil für ältere Personen oder ein ganz praktisches Kaufargument für Damen mit Röcken.
Wenngleich E-Citybikes nicht für lange Touren konzipiert sind, gilt doch, dass Sie sich darauf wohlfühlen sollen. Nicht nur wegen der bequemen Einstiegsmöglichkeit sind diese Räder besonders komfortabel: Sie haben außerdem eine Federgabel und eine gedämpfte Sattelstütze.

Absteigen, aufsteigen, losfahren – mit einem Tiefeinsteiger-E-Bike ist alles bequem und einfach.

So werden Stöße, die durch Unebenheiten auf der Fahrbahn entstehen, vom Fahrrad aufgefangen. Oft zeichnen sich Citybikes auch durch breite Sättel aus, mit Schaumstoff oder Gel gefüllt. Diese vermitteln zwar auf den ersten Metern ein besonders weiches Gefühl, können auf längeren Strecken jedoch unbequem werden. Erfahrene Radler setzen deswegen auf Modelle aus Kunststoff oder Leder.

Gemacht für den Alltag

Drei Dinge sind für ein Alltagsrad unerlässlich: Schutzbleche gegen Dreck und Spritzwasser, ein Gepäckträger für Packtaschen oder einen Einkaufskorb sowie eine fest installierte Lichtanlage. Alle getesteten Fahrräder verfügen über diese Ausstattung, ein Vorteil bei E-Bikes ist, dass Vorder- und Rücklicht vom Akku gespeist werden und man auf Dynamo oder Extrabatterien verzichten kann.
Wer indes am Alltags-Pedelec nach überragender Motor- oder Akkupower sucht, dürfte enttäuscht werden. Die Hersteller setzen beim Antrieb bewusst auf günstigere und sparsamere Modelle (Achtung: Die Bewertung im Test orientiert sich an den stärksten Motoren auf dem Pedelec-Markt).

Hier gelangen Sie zu den Testberichten

Sicherheit geht vor

Schon die aufrechte Sitzposition der Tiefeinsteiger-Fahrräder vermittelt Sicherheit: Durch die erhöhte Haltung hat man einen guten Rundumblick, die Bremsgriffe liegen gut in den Händen, und die Rahmengeometrie ist auf viel Lenkkontrolle ausgelegt.
Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Bremsen zu. Alle getesteten Räder verfügen über zwei unabhängige Vorderrad- und Hinterradbremsen, die über ein hydraulisches System gesteuert werden. Unser Test zeigte, dass Hydrauliksysteme, ob sie an der Felge anpacken oder an einer Bremsscheibe, die beste Wahl sind.

Mit einem Tiefeinsteiger-City-Pedelec wird die Stadterkundung zum Vergnügen.

Nicht zu empfehlen: Rücktrittbremsen

Eine bedenkliche Wahl hingegen sind Rücktrittbremsen. Drei von fünf Rädern im Test haben diesen Stoppmechanismus. Viele Alltagsfahrer sind das System Rücktrittbremse gewohnt, doch diese bietet nur vordergründig Vorteile.
Zwar ist richtig, dass sie sehr wartungsarm funktioniert. Allerdings erlaubt sie nicht, die Kurbel in eine zum Anfahren günstige Position zu drehen. Weiterhin sind Rücktrittbremsen schlecht dosierbar. Und im Notfall, wenn es wirklich drauf ankommt, muss man zum Bremsen erst eine von nur zwei möglichen Pedalstellungen einnehmen: Das Gewicht auf dem linken oder rechten Fuß hinten bei waagerechter Kurbel. So verliert man wertvolle Zeit für den Bremsweg.
Das Thema Sicherheit betrifft auch den Diebstahlschutz: Alle E-Tiefeinsteiger sind mit Rahmenschloss ausgestattet (Velo De Ville bietet es als Ausstattungsoption). Diese blockieren das Hinterrad und bieten leichten Schutz gegen spontanes Wegfahren. Ein richtiges Schloss, um das Bike an einen festen Gegenstand anzuketten, ersetzt ein Rahmenschloss jedoch nicht.

Alle E-Tiefeinsteiger in der Übersicht

Modell

Preis

Note

Fischer Cita 6.0I

2.199 Euro

gut

Gazelle Arroyo C7+ HMB

2.999 Euro

befriedigend

Husqvarna Gran City GC4

2.899 Euro

befriedigend

Velo de Ville AEB 400

2.668 Euro

gut

Victoria eTouring 6.4

2.699 Euro

befriedigend

Wer mehr über das Testprozedere von BIKE BILD erfahren möchte, findet ausführliche Informationen unter: