Entspannter Englandfan

E-Trekkingbike Green's Lancaster im Test

Vieles am Green's Lancaster ist für den größtmöglichen Komfort optimiert: die gefederte Sattelstütze beispielsweise ebenso wie die entspannte Geometrie des himmelblauen E-Trekkingrads.

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Optisch auffällig ist beim Lancaster der Gepäckträger in Rahmenfarbe.

Das Green’s Lancaster bringt britisches Feeling in den Fahrradalltag. Raleigh, Brompton, Brooks: Normalerweise sind sich bei Bikes im England-Design alle einig, dass der Look herausragend ist.
Bei unserem Testteam wollte der Funke vom Green’s indes nicht überspringen. Auf dem himmelblauen Lack mit orangen Akzenten wirkt das goldene Retro-Logo mit den verschnörkelten Buchstaben deplatziert. Die Rahmenform schafft es unseres Erachtens weder, modern-geschwungen zu sein, noch das Auge auf klassische Rundrohre zu lenken.
Immerhin haben sich die Konstrukteure für einen festgeschweißten Gepäckträger in Rahmenfarbe entschieden, das wirkt sehr harmonisch. Natürlich sind Form und Farbe Geschmackssache.

Technische Daten

Rahmen

Aluminium

Federgabel

Suntour NEX E-25, 75 Millimeter

Motor

Bosch Active Line Plus

Akku

Bosch PowerPack, 500 Wattstunden

Schaltung

Shimano Alivio, 9-fach-Kettenschaltung

Reifen

Schwalbe Big Apple, 50 Millimeter

Lichtanlage

Axa Compactline

Bremsen

Shimano BL-MT 200, hydraulische Scheibenbremsen

Gewicht

25,3 Kilogramm

Max. Gesamtgewicht

120 Kilogramm

Preis

2.699 Euro

Website

www.greens-bikes.de

Details unterstreichen das Designkonzept.

Nichts für sportliche Herausforderungen

Wem das Lancaster gefällt, der bekommt ein E-Trekkingrad, das sich durch Gutmütigkeit und Laufruhe auszeichnet. Der justierbare Vorbau optimiert die Sitzposition, während der Fahrt sorgt eine Dämpfer-Sattelstütze für das Plus an Komfort. Boschs Active-Line-Motor verrichtet einen ordentlichen Job und kommt auch am Berg nicht ins Schwitzen.
Antrieb, Ausstattung und Geometrie klassifizieren das Lancaster als gemütliches Touren-Pedelec. Ein tolles Rad für alle, die mittlere Unterstützung im Alltag brauchen und keine sportlichen Herausforderungen auf der Wochenendtour suchen.

Wertung: Green's Lancaster

Reichweite

★★½☆☆

Unterstützungsfaktor

★★☆☆☆

Maximale Leistung

★★½☆☆

Uphill-Test

★★★★★

Bremsen

★★★★★

Gewicht

★★★☆☆

Design

★★☆☆☆

Fahrspaß

★★★½☆

Summe (Sterne)

25,5

Note

gut

(40–32,5 = sehr gut, 32–24,5 = gut, 24–16,5 = befriedigend, 16–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

So testet BIKE BILD E-Trekkingbikes

Für unseren Labortest haben wir uns Unterstützung von den Experten von Dekra Testing and Certification in Stuttgart geholt. Auf dem Prüfstand wird errechnet, wie viel Strecke die Akkus schaffen. Daraus ergibt sich der Wert in der Kategorie Reichweite. Diese hängt auch von der Effizienz des Antriebs und dem Energieverbrauch der Motoren ab.
Der Unterstützungsfaktor gibt an, in welchem Maß der Motor die eingesetzte Kraft des Fahrers ergänzt. Wie viel Power bei einer Maschine unter der Haube steckt, gibt die maximale Leistungsabgabe an.
Weiterhin setzten wir die Trekking-Pedelecs einem Uphill-Stresstest aus: Hierbei wurde gemessen, inwieweit die Antriebsleistung an einer simulierten Steigung abnimmt. Stehen Motoren an einem Berg unter Volllast, erhitzen sie sich und verringern automatisch ihre Leistung. Je besser der Antrieb gekühlt ist, desto schneller bewältigt das E-Bike den Berg.
Damit man auch sicher wieder den Berg herunterfährt, müssen die Bremsen gut zupacken. Hier gibt es zwar Performance-Unterschiede, grundsätzlich können wir jedoch allen Modellen bescheinigen, dass die Bremsen sicher sind. Ein geringes Gewicht macht das E-Bike nicht nur schneller am Berg, sondern erleichtert auch das Tragen im Alltag.
Zu guter Letzt geht es auch um den subjektiven Eindruck: In die Designwertung gehen nicht nur Form und Farbe, sondern auch clevere Details ein. Der Fahrspaß gibt an, wie gut uns die E-Trekkingbikes auf der Teststrecke gefielen.