Dezenter Draufgänger

E-Trekkingrad Bicycles Porto 9.5 im Test

Ein grundsolides E-Trekkingbike: Das Bicycles Porto 9.5 ist sehr stimmig ausgerüstet und eignet sich hervorragend für Alltag und Touren.

Datum:

Ein ausdauernder Wolf im Schafspelz: Das Bicycles Porto in der Trapez-Version fährt sich deutlich sportlicher, als es aussieht.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Komfortables Rad mit sportivem Charakter: Das Bike fährt sich dynamisch, fühlt sich dabei auf vielen Untergründen wohl. Das Zusammenspiel von Federgabel, gefederter Sattelstütze und ausreichender Reichweite qualifiziert das Fahrrad für entspannte Ausflüge.

Pro

  • Gute Ausstattung
  • Komfort

Kontra

  • Design
Traue niemals dem ersten Eindruck! Gemütlich aufs Rad setzen und einfach dahingleiten – das sollte man bei diesem Bike getrost vergessen! Das Bike, eine Eigenmarke des Fahrradshops B.O.C., entwickelt dank des perfekt abgestimmten Bosch-Performance-Line-Motors süchtig machenden Tatendrang. Nicht mal Kopfsteinpflaster erschüttert den Fahrspaß, Unebenheiten federt die Gabel en passant ab.
Die Tektro-Bremsen verzögern entschlossen und bringen das Rad sicher zum Stehen. Komfortgewinn bieten die breiten Auflageflächen der Lenkergriffe. Der Sattel ist ausgesprochen weich – das muss man mögen. Leichte Kritik verdient der lieblos am Unterrohr klebende Akku, das ginge deutlich eleganter.

Bewertung: Bicycles Porto 9.5

Reichweite

★★★½☆

U-Faktor

★★★☆☆

Stresstest

★★★★★

Bremsfunktion

★★★½☆

Ausstattung

★★★☆☆

Fahrspaß

★★★★½

Design

★★★☆☆

Summe (Sterne)

25,5

Mittelwert

3,6

Note

gut

(Notenschlüssel: 35–28,5 = sehr gut, 28–21,5 = gut, 21–14,5 = befriedigend, 14–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

Technische Daten

Preis

2.599 Euro

Gewicht

23,1 Kilogramm

Zulässiges Gesamtgewicht

Keine Herstellerangabe

Antrieb

Bosch Performance Line, Mittelmotor

Angegebene/entnommene Akkuleistung

500/458 Wattstunden

Schaltung

Shimano Deore, Kettenschaltung

Bremsen

Tektro HD-T285, hydraulische Scheibenbremsen

Bereifung

Schwalbe Active Citizen, 42 Millimeter

U-Faktor

2,5

Reichweite

62,2 Kilometer

Website

www.boc24.de

So hat BIKE BILD die E-Trekkingräder getestet

Unser Testverfahren für Pedelecs baut zweistufig auf. Zunächst werden die Räder beim Testinstitut Velotech auf dem Prüfstand technisch untersucht. Im Fokus stehen Antrieb und Bremsleistung. Bei E-Trekking-Bikes ist uns die Reichweite wichtig: Macht das Rad auch lange Touren mit? Simuliert wird eine realistische Strecke, bestehend aus Passagen in der Ebene, im hügeligen Terrain, gepaart mit Anstiegen.

Motor- und Bremsleistung messen wir im Labor.

Am Berg wünschen sich Pedelec-Fahrer Hilfe. Der U-Faktor gibt an, wie stark der Motor unterstützt, wenn man am Berg in die Pedale tritt.
Am Ende werden die Motoren beim Stresstest ans Limit gebracht: 20 Minuten lang wird ein 10-Prozent-Anstieg im kleinsten Gang und bei einer Fahrerleisung von 110 Watt simuliert. Wichtig, wenn Sie hügelige Strecken mit viel Gepäck in Angriff nehmen. Sicherheit und gute Bremsen sind Voraussetzung, diese lassen wir bei Trockenheit und Nässe von Velotech untersuchen.
E-Bikes sind natürlich keine reinen Laborobjekte, sondern werden in der Natur von Menschen bewegt, deswegen sind uns Praxiseindrücke sehr wichtig. Erfahrene Testfahrerinnen und Testfahrer bewerten das Fahrgefühl. Das schlägt sich in der Bewertung nieder: Fahrspaß, Design und Ausstattung halten sich mit den drei Motorkategorien (Reichweite, U-Faktor und Stresstest) die Waage.
Die meisten Trekkingbikes sind kostspielig, daher sollten sie auch langlebig sein und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Dem tragen wir bei Ausstattung Rechnung.
Alle Infos und Erklärungen zum Labortest finden Sie unter: www.bike-bild.de/so-testet-bike-bild-e-bikes.