Opulenter Offroader

E-Trekkingrad Centurion E-Fire Sport R4500i im Test

Centurions E-Trekking-Bike E-Fire Sport R4500i sorgt auf jedem Untergrund für eine Menge Fahrspaß. Langstreckentouren sollte man aufgrund der relativ geringen Reichweite allerdings nicht vorhaben.

Datum:

Beim E-Fire Sport R4500i stößst man dank der mit 50 Millimeter sehr breiten Reifen und des starken Antriebs auch abseits der Fahrradwege auf keinerlei Probleme.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Centurion fährt die Note sehr gut ein. Auf Asphalt zu Hause, aber auch auf Wald-, Schotter- und Sandwegen gibt das Bike eine ausgezeichnete Figur ab. Der kräftige Motor bringt mächtig Fahrspaß. Eignet sich für mittellange Touren.

Pro

  • Hervorragende Ausstattung
  • offroadtauglich

Kontra

  • Mittelmäßige Reichweite
Breite Reifen, hoher U-Faktor, kräftiger Motor, große Übersetzung: Das Rad von Centurion hat auf dem Papier das Potenzial zum Offroader. Die Querfeldein-Testfahrt bestätigt den Eindruck – das Bike brettert mühelos über Gestrüpp und tiefe Erdwege und kommt dank der guten Bremsperformance sicher zum Stehen. Mit der elektronischen Schaltung gehen Schaltvorgänge locker von der Hand.
Mühe gegeben hat sich der Hersteller bei der Optik: Die olivgrünen Farbakzente ziehen sich – vom Gepäckträger bis zum Sattel – durch, der Akku ist perfekt integriert.
Einen Kritikpunkt haben wir: Die Reichweite ist nur mittelmäßig. Das Centurion ist geeignet für kurze, sportliche (Offroad-)Trips und kein Marathonläufer für lange Radreisen. Charakterstarker Begleiter, auf den Verlass ist.

Bewertung: Centurion E-Fire Sport R4500i

Reichweite

★★★☆☆

U-Faktor

★★★½☆

Stresstest

★★★★★

Bremsfunktion

★★★★½

Ausstattung

★★★★☆

Fahrspaß

★★★★½

Design

★★★★☆

Summe (Sterne)

28,5

Mittelwert

4,1

Note

sehr gut

(Notenschlüssel: 35–28,5 = sehr gut, 28–21,5 = gut, 21–14,5 = befriedigend, 14–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

Technische Daten

Preis

3.999 Euro

Gewicht

25 Kilogramm

Zulässiges Gesamtgewicht

144,6 Kilogramm

Antrieb

Bosch Performance Line CX, Mittelmotor

Angegebene/entnommene Akkuleistung

500/455 Wattstunden

Schaltung

Shimano Deore XT Di2, elektrische Kettenschaltung

Bremsen

Shimano BR-M7000, hydraulische Scheibenbremsen

Bereifung

Schwalbe Marathon GT Performance Line, 50 Millimeter

U-Faktor

2,9

Reichweite

59,4 Kilometer

Website

www.centurion.de

So hat BIKE BILD die E-Trekkingräder getestet

Unser Testverfahren für Pedelecs baut zweistufig auf. Zunächst werden die Räder beim Testinstitut Velotech auf dem Prüfstand technisch untersucht. Im Fokus stehen Antrieb und Bremsleistung. Bei E-Trekking-Bikes ist uns die Reichweite wichtig: Macht das Rad auch lange Touren mit? Simuliert wird eine realistische Strecke, bestehend aus Passagen in der Ebene, im hügeligen Terrain, gepaart mit Anstiegen.

Motor- und Bremsleistung messen wir im Labor.

Am Berg wünschen sich Pedelec-Fahrer Hilfe. Der U-Faktor gibt an, wie stark der Motor unterstützt, wenn man am Berg in die Pedale tritt.
Am Ende werden die Motoren beim Stresstest ans Limit gebracht: 20 Minuten lang wird ein 10-Prozent-Anstieg im kleinsten Gang und bei einer Fahrerleisung von 110 Watt simuliert. Wichtig, wenn Sie hügelige Strecken mit viel Gepäck in Angriff nehmen. Sicherheit und gute Bremsen sind Voraussetzung, diese lassen wir bei Trockenheit und Nässe von Velotech untersuchen.
E-Bikes sind natürlich keine reinen Laborobjekte, sondern werden in der Natur von Menschen bewegt, deswegen sind uns Praxiseindrücke sehr wichtig. Erfahrene Testfahrerinnen und Testfahrer bewerten das Fahrgefühl. Das schlägt sich in der Bewertung nieder: Fahrspaß, Design und Ausstattung halten sich mit den drei Motorkategorien (Reichweite, U-Faktor und Stresstest) die Waage.
Die meisten Trekkingbikes sind kostspielig, daher sollten sie auch langlebig sein und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Dem tragen wir bei Ausstattung Rechnung.
Alle Infos und Erklärungen zum Labortest finden Sie unter: www.bike-bild.de/so-testet-bike-bild-e-bikes.