Preiswerter Packer

E-Trekkingrad Fischer Cita 3.0 im Test

Der niedrige Preis des Fischer Cita 3.0 spiegelt sich leider auch in der Ausstattung wider, das Fahrgefühl ist wenig überzeugend, der Mittelmotor ebenfalls eher schwach. Aufgrund der geringen Reichweite eignet sich das Trekkingrad nur für kurze und einfache Touren.

Datum:

Kein angenehmes Fahrgefühl: Der Tiefeinsteiger fährt sich etwas zittrig.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das extrem günstige E-Trekkingrad muss in allen Kategorien zurückstecken. Dem Motor geht schnell die Puste aus. Fischer bietet ein umfangreiches Ausstattungspaket von mittelmäßiger Qualität. Das Bike empfehlen wir für kurze, relativ anspruchslose Touren.

Pro

  • Bremsleistung
  • Hohe Zuladungsmöglichkeit
  • Preiswert

Kontra

  • Schwacher Motor
  • Schlechtes Fahrgefühl
Tiefeinsteiger zum Tiefpreis: Nur rund 1.400 Euro verlangt Fischer für dieses E-Bike und bietet dennoch ein vollausgestattetes Pedelec; qualitativ aber eher unterdurchschnittlich, etwa die zu kurz geratenen Lenkergriffe.
Ansonsten wurde an alles gedacht, vom Kettenschutz bis zur Klingel, vom verstellbaren Vorbau bis zur gefederten Sattelstütze. Die mechanische Felgenbremse verzögert so gut, dass sie den Vergleich mit so mancher Scheibenbremse nicht zu scheuen braucht.
Unsere Tests bescheinigen dem Motor wenig Kraft und sehr schwache Ausdauer. Zudem steuert er stark nach. Im Zusammenspiel mit einer Bremsung auf nassem Asphalt entsteht so ein gefährliches Zucken, sofern man weiter aufs Pedal drückt. Transporteure werden sich über die hohe Zuladung freuen. Aber Vorsicht: Bisweilen agiert das Rad etwas zittrig.

Bewertung: Fischer Cita 3.0

Reichweite

★½☆☆☆

U-Faktor

★★½☆☆

Stresstest

★★½☆☆

Bremsfunktion

★★½☆☆

Ausstattung

★★★☆☆

Fahrspaß

★★☆☆☆

Design

★★★☆☆

Summe (Sterne)

17

Mittelwert

2,4

Note

befriedigend

(Notenschlüssel: 35–28,5 = sehr gut, 28–21,5 = gut, 21–14,5 = befriedigend, 14–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

Technische Daten

Preis

1.399 Euro

Gewicht

26,9 Kilogramm

Zulässiges Gesamtgewicht

150 Kilogramm

Antrieb

Fischer, Mittelmotor

Angegebene/entnommene Akkuleistung

396/336 Wattstunden

Schaltung

Shimano Nexus, 7-Gang-Nabenschaltung

Bremsen

Shimano BR-T4000/4010, mechanische Felgenbremse

Bereifung

Kenda Reflex, 47 Millimeter

U-Faktor

2,1

Reichweite

40,9 Kilometer

Website

www.fischer-fahrrad.de

So hat BIKE BILD die E-Trekkingräder getestet

Unser Testverfahren für Pedelecs baut zweistufig auf. Zunächst werden die Räder beim Testinstitut Velotech auf dem Prüfstand technisch untersucht. Im Fokus stehen Antrieb und Bremsleistung. Bei E-Trekking-Bikes ist uns die Reichweite wichtig: Macht das Rad auch lange Touren mit? Simuliert wird eine realistische Strecke, bestehend aus Passagen in der Ebene, im hügeligen Terrain, gepaart mit Anstiegen.

Motor- und Bremsleistung messen wir im Labor.

Am Berg wünschen sich Pedelec-Fahrer Hilfe. Der U-Faktor gibt an, wie stark der Motor unterstützt, wenn man am Berg in die Pedale tritt.
Am Ende werden die Motoren beim Stresstest ans Limit gebracht: 20 Minuten lang wird ein 10-Prozent-Anstieg im kleinsten Gang und bei einer Fahrerleisung von 110 Watt simuliert. Wichtig, wenn Sie hügelige Strecken mit viel Gepäck in Angriff nehmen. Sicherheit und gute Bremsen sind Voraussetzung, diese lassen wir bei Trockenheit und Nässe von Velotech untersuchen.
E-Bikes sind natürlich keine reinen Laborobjekte, sondern werden in der Natur von Menschen bewegt, deswegen sind uns Praxiseindrücke sehr wichtig. Erfahrene Testfahrerinnen und Testfahrer bewerten das Fahrgefühl. Das schlägt sich in der Bewertung nieder: Fahrspaß, Design und Ausstattung halten sich mit den drei Motorkategorien (Reichweite, U-Faktor und Stresstest) die Waage.
Die meisten Trekkingbikes sind kostspielig, daher sollten sie auch langlebig sein und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Dem tragen wir bei Ausstattung Rechnung.
Alle Infos und Erklärungen zum Labortest finden Sie unter: www.bike-bild.de/so-testet-bike-bild-e-bikes.