Schöner E-Trekking-König

Rose Xtra Watt Evo Alfine 8 im Test

In der Preisklasse bis 3.000 Euro sticht das elegante E-Trekkingbike von Rose heraus. Das Xtra Watt Evo Alfine 8 überzeugt mit einem dynamischen Fahrverhalten. Abstriche muss man aufgrund der geringen Akkukapazität bei der Reichweite machen.

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Rose ist oft ungeschlagen in puncto Rahmendesign.

Das muss man Rose zugestehen: Sie bauen formschöne Aluminiumrahmen wie nur wenige andere. Das Oberrohr ist leicht geknickt, das Sitzrohr weitet sich über dem Tretlager, und keine Schweißnaht verrät, dass es sich bei dem Werkstoff um Alu und nicht etwa um Carbon handelt. Dazu die schicke Farbe – fünf Sterne in der Kategorie Design.
Auch auf technischer Ebene läuft es bei Rose. Obwohl kein Performance-, sondern der Active-Line-Motor von Bosch antreibt, glänzt das Xtra Watt Evo mit Bestwerten im Stresstest und leistet sich in den anderen Kategorien keine Ausreißer. Besonders interessant ist, dass die Entwickler aus Bocholt keinen 500-, sondern nur einen 400-Wattstunden-Akku verbaut haben. Trotz dessen wird das Xtra Watt in puncto Reichweite nicht von der Konkurrenz abgehängt.

Technische Daten

Rahmen

Aluminium

Federgabel

Suntour SF17 NCX-D-Coil 75 Millimeter

Motor

Bosch Active Line Plus

Akku

Bosch PowerTube, 400 Wattstunden

Schaltung

Shimano Alfine, 8-fach-Nabenschaltung

Reifen

Schwalbe Marathon GT, 50 Millimeter

Lichtanlage

Herrmans H-Black MR8

Bremsen

Shimano BR-MT200, hydraulische Scheibenbremsen

Gewicht

26,6 Kilogramm

Max. Gesamtgewicht

120 Kilogramm

Preis

2.899 Euro

Website

www.rosebikes.de

Alfine-Nabenschaltung

Stöße werden hiermit locker abgedämpft.

Weiteres Alleinstellungsmerkmal im Test ist die Alfine-Nabenschaltung. Wer kein Fan davon ist, muss sich für ein anderes Trekkingrad entscheiden oder kann bei Rose eine der hochwertigeren Varianten mit Enviolo- oder Rohloff-Schaltung auswählen. Auch auf der Teststrecke leistet sich Rose keinen Ausrutscher, das Xtra Watt gehört zu der agileren Sorte E-Trekkingbike.
Ein cleveres Detail: Mit dem Speedlifter lässt sich der Lenker schnell zum Transport eindrehen und in der Höhe einstellen.

Wertung: Rose Xtra Watt Evo Alfine 8

Reichweite

★★½☆☆

Unterstützungsfaktor

★★½☆☆

Maximale Leistung

★★★☆☆

Uphill-Test

★★★★★

Bremsen

★★★★★

Gewicht

★★★☆☆

Design

★★★★★

Fahrspaß

★★★★☆

Summe (Sterne)

30

Note

gut

(40–32,5 = sehr gut, 32–24,5 = gut, 24–16,5 = befriedigend, 16–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

So testet BIKE BILD E-Trekkingbikes

Für unseren Labortest haben wir uns Unterstützung von den Experten von Dekra Testing and Certification in Stuttgart geholt. Auf dem Prüfstand wird errechnet, wie viel Strecke die Akkus schaffen. Daraus ergibt sich der Wert in der Kategorie Reichweite. Diese hängt auch von der Effizienz des Antriebs und dem Energieverbrauch der Motoren ab.
Der Unterstützungsfaktor gibt an, in welchem Maß der Motor die eingesetzte Kraft des Fahrers ergänzt. Wie viel Power bei einer Maschine unter der Haube steckt, gibt die maximale Leistungsabgabe an. Weiterhin setzten wir die Trekking-Pedelecs einem Uphill-Stresstest aus: Hierbei wurde gemessen, inwieweit die Antriebsleistung an einer simulierten Steigung abnimmt. Stehen Motoren an einem Berg unter Volllast, erhitzen sie sich und verringern automatisch ihre Leistung. Je besser der Antrieb gekühlt ist, desto schneller bewältigt das E-Bike den Berg.
Damit man auch sicher wieder den Berg herunterfährt, müssen die Bremsen gut zupacken. Hier gibt es zwar Performance-Unterschiede, grundsätzlich können wir jedoch allen Modellen bescheinigen, dass die Bremsen sicher sind.
Ein geringes Gewicht macht das E-Bike nicht nur schneller am Berg, sondern erleichtert auch das Tragen im Alltag.
Zu guter Letzt geht es auch um den subjektiven Eindruck: In die Designwertung gehen nicht nur Form und Farbe, sondern auch clevere Details ein. Der Fahrspaß gibt an, wie gut uns die E-Trekkingbikes auf der Teststrecke gefielen.