E-Trekking-Leichtgewicht

Stevens E-Bormio Gent im Test

Das leichte Stevens E-Bormio erreicht auf dem Prüfstand nur mittelmäßige Werte. Im Alltagstest punktet das E-Trekkingrad indes mit durchdachten Komponenten und einer großen Portion Wohlfühlfaktor.

Datum:

Leichtes E-Trekkingbike aus Hamburg – das Stevens E-Bormio.

Keine Experimente: Das E-Bormio von Stevens ist mit allem ausgestattet, was sich im E-Trekking-Segment bewährt hat. Beim Aufsteigen fühlt man sich sofort wohl, die Kontaktpunkte Sattel und Lenker sind gut gewählt. Kettenschutz und Rahmenschloss dürften ebenso für viele Käufer zum Pflichtequipment zählen. Auch die 10-fach-Kettenschaltung bewerten wir als gute Wahl für Trekkingtouren und Stadtalltag.
Aufgefallen ist uns auch, dass die Verarbeitung bei den Details stimmt, keine Kabel liegen bei der Lichtanlage offen, hier unterstreicht die Firma aus Hamburg ihren Anspruch als Qualitätshersteller.

Technische Daten

Rahmen

Aluminium

Federgabel

SR Suntour NCX-D LO, 63 Millimeter

Motor

Shimano Steps E6100

Akku

Shimano Steps BT-E8010, 504 Wattstunden

Schaltung

Shimano Deore, 10-fach-Kettenschaltung

Reifen

Schwalbe Marathon, 47 Millimeter

Lichtanlage

Busch & Müller IQ Avy T

Bremsen

Shimano BL-MT 200, hydraulische Scheibenbremsen

Gewicht

22,3 Kilogramm

Max. Gesamtgewicht

140 Kilogramm

Preis

2.999 Euro

Website

www.stevensbikes.de

Ernüchternde Labortest-Ergebnisse

Im E-Trekking-Segment sind eigentlich Bosch-Motoren üblich, Stevens setzt beim E-Bormio allerdings auf ein Shimano-Modell.

Auf dem Prüfstand wiederum zeigt es nur mittelmäßige Werte. Die Bremsleistung liegt leider im unterdurchschnittlichen Niveau, wenngleich sich das in der Praxis nicht bemerkbar macht. Auch das Antriebssystem von Shimano, bestehend aus E6100-Motor und 504-Wattstunden-Akku, unterstützt den Biker nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz von Bosch.
Trotz dessen ist das E-Bormio von Stevens ein gutes Trekkingbike. Der Grund ist, dass das Stevens zwei Kilogramm Gewicht zur Konkurrenz einspart und sich dementsprechend auch leichter tragen lässt.
Beim E-Bormio kann zwischen Diamant-, Trapez- und Tiefeinsteigerrahmen gewählt werden.

Wertung: Stevens E-Bormio Gent

Reichweite

★★★☆☆

Unterstützungsfaktor

★★½☆☆

Maximale Leistung

★★★☆☆

Uphill-Test

★★★★½

Bremsen

★★½☆☆

Gewicht

★★★★½

Design

★★★★☆

Fahrspaß

★★★★☆

Summe (Sterne)

28

Note

gut

(40–32,5 = sehr gut, 32–24,5 = gut, 24–16,5 = befriedigend, 16–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

So testet BIKE BILD E-Trekkingbikes

Für unseren Labortest haben wir uns Unterstützung von den Experten von Dekra Testing and Certification in Stuttgart geholt. Auf dem Prüfstand wird errechnet, wie viel Strecke die Akkus schaffen. Daraus ergibt sich der Wert in der Kategorie Reichweite. Diese hängt auch von der Effizienz des Antriebs und dem Energieverbrauch der Motoren ab.
Der Unterstützungsfaktor gibt an, in welchem Maß der Motor die eingesetzte Kraft des Fahrers ergänzt. Wie viel Power bei einer Maschine unter der Haube steckt, gibt die maximale Leistungsabgabe an.
Weiterhin setzten wir die Trekking-Pedelecs einem Uphill-Stresstest aus: Hierbei wurde gemessen, inwieweit die Antriebsleistung an einer simulierten Steigung abnimmt. Stehen Motoren an einem Berg unter Volllast, erhitzen sie sich und verringern automatisch ihre Leistung. Je besser der Antrieb gekühlt ist, desto schneller bewältigt das E-Bike den Berg.
Damit man auch sicher wieder den Berg herunterfährt, müssen die Bremsen gut zupacken. Hier gibt es zwar Performance-Unterschiede, grundsätzlich können wir jedoch allen Modellen bescheinigen, dass die Bremsen sicher sind. Ein geringes Gewicht macht das E-Bike nicht nur schneller am Berg, sondern erleichtert auch das Tragen im Alltag.
Zu guter Letzt geht es auch um den subjektiven Eindruck: In die Designwertung gehen nicht nur Form und Farbe, sondern auch clevere Details ein. Der Fahrspaß gibt an, wie gut uns die E-Trekkingbikes auf der Teststrecke gefielen.