Robuster Alltagsbegleiter

Centurion Overdrive Gravel Z4000 GT im Test

Hochwertig und sportlich ausgestattetes E-Gravelbike: Die Kombination aus Shimano-Ultegra-Komponenten und breiten 40-Millimeter-Reifen hat uns beim laufruhigen Centurion Overdrive Gravel Z4000 GT überzeugt.

Datum:

Die Skinwallreifen sorgen für Gravel-Feeling.

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Centurion ist ein Pendler und Tourenfahrer ansprechendes, robustes E-Gravelbike. Für die nächste Modellauflage würden wir uns in der alltagstauglichen GT-Version eine Lichtanlage wünschen.

Pro

  • Viel Laufruhe und Komfort, auch dank der 40 Millimeter breiten Maxxis-Reifen
  • Hochwertig gespect, u. a. mit Shimanos Rennradgruppe Ultegra

Kontra

  • Das Bike gibt es leider nur in drei Größen
  • Pendler würden sich über eine Lichtanlage am Rad freuen
Siehe da, der Schaltgriff ist aus Shimanos Ultegra-Serie, Schaltwerk auch und der Umwerfer ebenfalls. Ultegra, Rennradler wissen, welche Assoziationen damit verknüpft sind: Leichtigkeit, Langlebigkeit, kurz: Performance für Sportler, die knackige und präzise Gangwechsel brauchen.
Ein netter Nebeneffekt: Auch das Gesamtgewicht des Rads dürfte unter der hochrangigen Kettenschaltung im positiven Sinne leiden. Im Vergleich zum Bergamont E-Grandurance RD Expert, das mit Schutzblechen und Gepäckträger eine ähnliche, pendlernahe Strategie verfolgt, ist dieses Alurad mit Carbongabel ein gutes Kilogramm leichter.

Technische Daten

Gewicht

16,5 Kilogramm (ohne Pedale)

Zulässiges Gesamtgewicht

135 Kilogramm

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Motor

Fazua Evation

Akku

Fazua, 250 Wattstunden

Schaltung

Shimano Ultegra, 2x 11

Laufräder

Procraft GD30

Bremsen

Shimano Ultegra R8000, hydraulische Scheibenbremsen (160 Millimeter)

Bereifung

Maxxis Rambler, 40 Millimeter

Komplettpreis

4.299 Euro

Website

www.centurion.de

Motor-Ansteuerung fällt dank Griffnähe leicht.

Entspanntes Fahrgefühl

Das sollte man auf der Straße doch spüren, wenn der Motor in den Ruhezustand versetzt ist? Leider nicht. Das Centurion erwies sich im Vergleich zu anderen Testrädern als eher etwas träger Zeitgenosse, was genauso auch als Lob zu verstehen ist. Die für den Gravel-Einsatz optimale Reifenbreite von 40 Millimetern verzeiht schlechten Asphalt genauso wie gröbere Schotterpassagen und bietet viel Sicherheit.
Im Zusammenspiel mit dem moderaten Support des Fazua-Motors entsteht so ein insgesamt sehr entspanntes und besonnenes Fahrgefühl – ideal für den Arbeitsweg, ausgedehnte Tages- und Trekkingtouren. Kompaktkurbel und 32er-Ritzel verpassen indes knapp die Eins-zueins-Übersetzung.
Fazit: Das Centurion ist ein Pendler und Tourenfahrer ansprechendes, robustes E-Gravelbike. Für die nächste Modellauflage würden wir uns in der alltagstauglichen GT-Version eine Lichtanlage wünschen.