Kraftloser Motor trübt den Fahrspaß

City-E-Bike: Univega Geo Light B im Test

Das Univega Geo Light B ist schlicht gehalten und setzt doch Farbakzente. Das Oberrohr ist elegant geschwungen, der Akku verschwindet im wuchtigen Unterrohr. Der Motor agiert kraftlos, wodurch der Fahrspaß getrübt wird.

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Der herausnehmbare Akku verbirgt sich im Unterrohr. Der Rahmen ist fast komplett in Schwarz gehalten.

Das Univega Geo Light B fällt auf. Und das, obwohl der Rahmen fast komplett in Schwarz gehalten ist. Klar – in Knallpink wäre es wohl ein noch viel größerer Hingucker, das könnte jedoch für einige potenzielle Käufer etwas zu viel des Guten sein. Deshalb hat sich Univega wahrscheinlich darauf beschränkt, nur die Hinterradfelge, das Heckschutzblech, die Schriftzüge und die Lenkergriffe in einer Neonfarbe anzubieten. Allerdings sehen das Schutzblech und die Felge in Gelb nach Plastik aus – was jedoch nicht der Fall ist.
Nicht nur die Farbe sticht ins Auge, sondern auch die Rahmenform. Das Oberrohr ist elegant geschwungen, der Akku verschwindet im wuchtigen Unterrohr. Eine Starrgabel aus Aluminium rundet das Design ab.

Enttäuschender Antrieb

Beim Testfahren stellten wir fest: Der Bosch Active Line Plus unterstützt mit seinen 50 Newtonmetern eher zögerlich. Insbesondere beim Anfahren hätten wir uns mehr Unterstützung gewünscht, fühlen wir uns teilweise doch etwas alleingelassen, wenn wir das schwere Bike in Bewegung setzen möchten.

Der herausnehmbare Akku verbirgt sich im Unterrohr, an der Unterseite des Oberrohrs kann ein Trinkflaschenhalter montiert werden.

Die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano funktionieren tadellos. Das Fahrrad kommt schnell zum Stehen, die dicken Reifen bieten viel Grip. Beim Betrachten der Bremsscheiben ist uns aufgefallen, dass nur vorne eine Steckachse verbaut ist. Nach dem Aushängen des Hinterrads können also leicht Schleifgeräusche auftreten.
Die Schaltung arbeitet genau. Kritisieren könnte man, dass nur neun Gänge verbaut sind. Aktueller Standard ist meist elf. Anderseits sind so die Verschleißteile günstiger – auch nicht zu verachten. Wer für kleine Touren eine Trinkflasche montieren möchte, der findet auf der Unterseite des Oberrohrs zwei Bohrungen zum Montieren eines Halters – ein kleines, schönes Detail.

Breiter Lenker, fehlende Reflektoren – nicht ideal für den Stadtverkehr

Auf Federelemente hat Univega verzichtet. Stattdessen sind die bereits genannten 50 Millimeter breiten Reifen montiert, die Straßenunebenheiten erfolgreich dämpfen, wenn nicht mit einem zu hohen Luftdruck gefahren wird. Der Lenker ist sehr breit. Auf technischen Trails abseits der Straße mag dies ein Vorteil sein, in der Stadt wünschen wir uns zwischen all den Autos jedoch ein eher schmales Bike.
Und das Univega Geo ist ja für das Fahren in der Stadt konzipiert. Umso überraschter waren wir beim genaueren Betrachten der Vorderseite und der Laufräder. Der Grund: Ein Frontreflektor ist nicht verbaut, auch am Reifen und an den Speichen ist nichts Reflektierendes zu finden. Da könnte Univega leicht nachbessern. So würde das Fahrrad auch die nächste Polizeikontrolle bestehen.

Technische Details: Univega Geo Light B

Preis

2.799 Euro

Rahmen und Gabel

Aluminium

Schaltung

Shimano Deore, 9-fach

Bremsen

Shimano MT400, hydraulisch

Antrieb

Bosch Active Line Plus

Akku

500 Wh

Reifen

Schwalbe Marathon Supreme (50-622)

Gewicht

23 Kilogramm

Website

www.univega.com