Gelungene Neuauflage

Centurion No Pogo E R2600i im Test

Der süddeutsche Hersteller Centurion hat seinen Bestseller No Pogo neu aufgelegt. Das E-Fully ist mit dem neuen Bosch-Motor ausgestattet und präsentiert im neuen Gewand und mit überarbeiteter Geometrie. All das zahlt sich aus, im Test gefällt uns das Mountainbike bis ins letzte Detail.

Datum:

Gemäßigte Geometrie, klare Linienführung: Das neue No Pogo spricht auch Einsteiger an.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Elektrisierende Neuauflage: Das aktuelle No-Pogo-Modell macht in jeder Hinsicht Spaß; der neue Antrieb leistet hervorragende Arbeit, die Federung dämpft noch besser als zuvor. Schwächen sind nicht auszumachen.

Pro

  • Leistungsstarker Motor
  • Sehr geschmeidiger Antrieb
  • Federweg
  • Einsteigerfreundliche Bauweise
  • Zusätzlicher Ketten- und Motorschutz

Kontra

Beim überarbeiteten No Pogo von Centurion müsste man eigentlich von einer Neu- statt Weiterentwicklung sprechen. Die findigen Schwaben haben sich allerhand einfallen lassen und setzen auf kluge Eigenlösungen.
Kommen wir zunächst zum Herzstück und gleichzeitig der größten Neuerung: Das getestete No Pogo wird vom neuen Performance-CX-Motor von Bosch angetrieben. Ein Hochgenuss – der Motor scheint wie für das Bike gemacht, womit das ruckartige Anschieben des Vorgängers endlich der Vergangenheit angehört. Der Motor setzt im E-MTB-Modus nunmehr so feinfühlig ein, dass man selbst im Wiegetritt Anstiege erklimmen kann. Bravo!

Technische Daten

Rahmen

Aluminium

Federung

Vorn: RockShox Lyrik Select (160 Millimeter)

Hinten: Fox Float DPX2 Performance (155 Millimeter)

Motor

Bosch Performance CX

Akku

625 Wattstunden (angegeben)

585 Wattstunden (entnommen)

Bedienung

Bosch Kiox

Schaltung

Shimano SLX, 12-fach

Bremsen

Shimano BR-MT520 (200/200 Millimeter)

Bereifung

Maxxis Minion, 27,5er

Gewicht

24,7 Kilogramm

Preis

5.099 Euro

Website

www.centurion.de

Bis zu 160 Millimeter Federweg

Kurbel und Kettenblatt wurden von Centurion designt; im Zusammenspiel mit den neuen Baumaßen des Bosch-Motors konnte der Pedalabstand auf 168 Millimeter reduziert werden. Ergebnis: ein geschmeidiger und harmonischer Tritt.
Zudem hat Centurion auch beim Federweg nachgelegt, vorn dämpfen jetzt 160 Millimeter, am Heck sind es 155 Millimeter. Das Fahrwerk bügelt viele Unebenheiten weg – einem ausgiebigen Abfahrtsspaß steht nichts im Wege. MTB-Novizen vermittelt das Bike viel Sicherheit, hierfür sorgt das Zusammenspiel aus hoher Front und tiefgezogenem Oberrohr.
Herzblut steckt in den Details, vom Ketten- und Motorschutz bis zum Speedsensor, der ins Ausfallende verbannt ist. Kurzum: Das No Pogo ist ein echter Volltreffer!

Bewertung: Centurion No Pogo E R2600i

Leistung

★★★★½

Uphill-Stresstest

★★★★★

U-Faktor

★★★½☆

Reichweite

★★★★★

Bremsleistung

★★★★★

Design

★★★★★

Fahrspaß

★★★★★

Summe (Sterne)

33

Mittelwert

4,7

Note

sehr gut

(Notenschlüssel: 35–28,5 = sehr gut, 28–21,5 = gut, 21–14,5 = befriedigend, 14–8,5 = ausreichend, 8–0 = mangelhaft)

So hat BIKE BILD die E-Mountainbikes getestet

Ein E-Mountainbike macht im Gelände nur Spaß, wenn die Motorleistung stimmt. Anders als bei Cityrädern, die besonders sparsam sein sollten, kommt es im Wald und in den Bergen auf maximale Leistungsfähigkeit an. Die Motoren haben wir deshalb vom Fahrrad-Prüfinstitut Velotech in Schweinfurt untersuchen lassen. Die maximale Leistungsabgabe allein gibt noch keine Rückschlüsse über die Bergtauglichkeit.
Deswegen messen wir auch den Unterstützungsfaktor, dieser gibt an, wie stark der Motor die Tretleistung ergänzt. Wichtig für ein E-Mountainbike ist auch der Bergauf-Stresstest: Hierbei fährt der Motor 15 Minuten eine simulierte Steigung hinauf. Die volle Punktzahl gibt es, wenn die Leistungsabgabe am Ende des Tests noch so gut ist wie zu Beginn. Das stärkste Antriebssystem nützt indes wenig, sucht, wie gut die hydraulischen Scheibenbremsen zupacken.

Vor der Fahrt sollten alle Schrauben fest angezogen sein.

Klar, dass man ein E-Mountainbike nicht nur in einem Testlabor bewerten kann. Deswegen ist unser Testteam mit allen vier Bikes in den Wald gefahren und hat die E-MTBs auf dem Waldweg und auf einem Trail getestet. Der Punkt Fahrspaß ist bei diesem Test noch wichtiger als bei Nutz-Pedelecs, schließlich sind die vier E-Fullys Sportgeräte für die Freizeit. Im Gelände haben wir überprüft, ob die Messungen vom Prüfstand sich in der Praxis widerspiegeln.
Mit dem Turbo Levo von Specialized zum Beispiel hatten wir viel Spaß auf der Teststrecke, die nominell schwächere Motorleistung machte sich während der Fahrt so gut wie nicht bemerkbar. Beim Punkt Fahrspaß bewerten wir das uns vorliegende Gesamtpaket. Auch das Lenkverhalten, die Rahmengeometrie und die Bedienbarkeit werden hier bewertet. Zuletzt fließt auch das Design in die Gesamtwertung mit ein: Hierbei bewertet unser Team Farbe und Formgebung, aber auch Integration von Komponenten und interessante Detaillösungen.