Gleichgewichtssinn

E-Bike mit Spurhalteassistent

Der Fahrradhersteller Gazelle und die Technische Universität Delft haben ein System entwickelt, mit dem Radstürze bald der Vergangenheit angehören sollen. Der "Spurhalteassistent" soll das Umkippen mit dem Rad verhindern.

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Dieser Motor – oberhalb der Gabel – soll in die Lenkung eingreifen können und dadurch Stürze durch Umkippen verhindern.

Anders als Autofahrer müssen Radler ständig das Gleichgewicht halten, deswegen sind Radfahrer auch besonders sturzgefährdet. Insbesondere bei älteren Menschen lässt der Gleichgewichtssinn nach. Die TU Delft hat in Zusammenarbeit mit dem Radhersteller Gazelle einen "Spurhalte- bzw. Lenkassistent" entwickelt. Der Prototyp verfügt über eine aktive Lenkhilfe sowie einen integrierten Gleichgewichtssinn, der verhindern soll, dass das Fahrrad umfallen kann.

Aktive Lenkhilfe ab 4 km/h

Das System arbeitet so: Die Beschleunigung des Rads wird gemessen und mit der Radlage über einen Gyroskop verglichen. Sollte das Rad drohen umzufallen, greift ein Motor – oberhalb der Gabel sitzend – in die Lenkung ein und stabilisiert das Fahrrad. Die aktive Lenkhilfe greift laut Hersteller ab einer Geschwindigkeit von 4 km/h.
Noch handelt es sich beim Lenkassistenten um Zukunftsmusik. Aber mit dem Vormarsch der E-Bikes werden immer mehr technische Hilfssysteme in Fahrrädern verbaut, wie das ABS-System. Die TU Delft sammelt nun erstmal weiter Daten, um das System zu verbessern. Außerdem müssten die Bauteile für die Serienfertigung deutlich verkleinert werden.