Mit Hinterradnabenmotor ausgestattet

Juna und Axel: Zwei neue City-E-Bikes von Ampler

Der estnische E-Bike-Hersteller Ampler hat zwei neue E-Bikes für die City vorgestellt. Wir konnten das neue Modell Axel schon Probe fahren und berichten von unseren Fahreindrücken.

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Dürfen wir vorstellen, das sind Juna (r.) und Axel, die beiden neuen E-Bike-Modelle von Ampler.

Die Gründer der Marke Ampler kommen aus Estland und haben eine Vision: Sie wollen schlanke und schicke E-Bikes für die Stadt als nachhaltige und moderne Mobilitätsalternative anbieten. Nach über 15.000 verkauften E-Bikes ist die erst 2016 gegründete Marke dem Start-up-Image entwachsen. Jetzt präsentiert das Unternehmen zwei neue E-City-Bikes, genannt: Juna und Axel.
Juna ist ein entspanntes, komfortorientiertes E-Bike mit tiefem Einstieg und aufrechter Sitzposition. Das sportliche Pendant Axel fährt mit einem Diamantrahmen zum Kunden. Die beiden neuen Ampler-E-Bikes gehören zu den leichtesten ihrer Kategorie – die beiden Pedelecs (Juna bzw. Axel) wiegen nur 16,5 bzw. 16,3 Kilogramm und sind trotzdem total alltagstauglich ausgestattet mit Beleuchtung, Schutzblechen plus Ständer.
Juna und Axel sind beide mit einem langlebigen Gates-Riemen ausgestattet, der nicht sehr viel Pflege und Wartung benötigt. Beide Bikes rollen auf wendigen 27,5-Zoll-Felgen und sind mit einem breiten 50 Millimeter Reifen ausgestattet. Verbessert wurde die interne Kabelführung und der optimierte, im Unterrohr integrierte 336-Wattstunden-Akku, der zu Wartungszwecken entnommen werden kann. Für ein gutes Bremsgefühl sorgen die hydraulischen Scheibenbremsen

Smarte Sache: Die Anzeige weist wichtige Fahrdaten aus.

Heckmotor mit natürlichem Fahrgefühl

Die neuen integrierten Schutzblech-Rücklichter von Trelock verfügen über eine intelligente Bremslichtfunktion und der helle Frontscheinwerfer von Busch & Müller sorgt für einen gut ausgeleuchteten Lichtkegel. Für beide Modelle sind optional ein Gepäckträger und ein Anhängeradapter erhältlich. Der Hinterradnabenmotor wurde von Ampler selbst entwickelt – in Kombination mit dem Drehmomentsensor verstärkt er dynamisch die Tretkraft und sorgt durch seine Position und Ansteuerung für ein natürliches Fahrgefühl. Bei ausgeschalteter Motorunterstützung koppelt der Hinterradnabenmotor bauartbedingt komplett aus.
Das Ampler Axel wird 2.590 Euro kosten, das Ampler Juna für denselben Preis erhältlich sein. Alle Fahrräder werden in Amplers eigener Fabrik in Estland entwickelt und montiert. Die anderen Ampler-Modelle mit den Namen Curt, Stout und Stellar werden weiterhin verkauft und gewartet.

Unsere ersten Fahreindrücke

Redaktionsleiter Mathias Müller konnte das Axel bereits Probe fahren. Er berichtet:
Vor mir steht das neue Ampler Axel. So viel steht für mich sofort fest, das Bike sieht klasse aus. Da ist nichts, was mein Auge stören würde. Mir gefallen die Farbe, die Geometrie, das schlichte aber übersichtliche Display im Oberrohr und die Schlichtheit insgesamt, die es einem schwer macht, das Bike überhaupt als E-Bike zu erkennen. Also aufsteigen, den Startknopf – quasi unsichtbar – an der Unterseite des Oberrohrs betätigen und ab geht die wilde Fahrt.
Meine Hosenbeine brauche ich aus Angst vor Kettenschmiere dabei nicht hoch krempeln, wie es sich für ein sehr gutes Citybike gehört, übernimmt die Kraftübertragung ein Riemen. Vom Sattel zum Lenker gibt es eine leichte Überhöhung, dennoch ist die Sitzposition bequem. An Schutzbleche haben die Ampler-Ingenieure gedacht, ebenso wie an eine permanente, aus dem Akku gespeiste Lichtanlage – das Rücklicht ist sehr schick ins rückwärtige Schutzblech eingelassen. Für die komplette Alltagstauglichkeit fehlt nur der Gepäckträger, den sich Ampler als Extra bezahlen lässt. Muss man akzeptieren.
Mit dem Bike machen sowohl das gemütliche Cruisen als auch schnelles um die Ecke juschen viel Spaß. Dabei stört es überhaupt nicht, dass Axel als Singlespeed antritt. Der Motor bringt genug Power auf, damit man aus dem Stand zügig auf Touren kommt. Ich hätte Axel am liebsten direkt mit nach Hause genommen und in meinem Freundeskreis vorgestellt, so unkompliziert, agil und auch schick kommt der Bursche daher. Und zum Preis von 2.590 Euro macht er nicht mal auf dicke Hose. Ganz klar, ein guter Kumpel.

Das E-Bike Ampler Axel kostet 2.590 Euro.

Mathias Müller

von Mathias Müller

Mathias Müller ist Redaktionsleiter von BIKE BILD. Er liebt und lebt das Radfahren – auf dem Rennrad, Zeitfahrrad, Gravelbike, Mountainbike und Pendler-E-Bikes hat er schon knapp 200.000 Kilometer gesammelt.