Antriebs- und bremsstarkes Einsteiger-Rennrad

Cube Attain Race Disc im Test

Manche werden das Attain Race Disc als zu schwer betrachten, trotzdem fährt es sich sehr sportlich und ist sogar mit mechanischen Scheibenbremsen ausgestattet; das Cube-Bike ist kein schlechter Einstieg in die Rennrad-Welt.

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Auch optisch macht das Cube mit den neongelben Akzenten einiges her.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Cube schickt ein Bike mit mechanischen Scheibenbremsen ins Rennen. Das in dieser Preisklasse: Chapeau! Auch sonst lässt sich das Rad nicht lumpen: spritzige Felgen, komfortable 28er-Reifen und ein dynamisches Design. Wäre das Rad nicht so schwer geraten – es hätte im Bereich Einsteiger-Rennrad ganz vorn mitgespielt.

Pro

  • Hervorragende Ausstattung
  • Sportliches Fahrverhalten
  • Design

Kontra

  • Hohes Gewicht
Das Cube gehört zwar zu den schwereren Rennrädern, es erweist sich allerdings als überaus agil und spritzig. Das Bike spricht bei spontaner Beschleunigung ohne Verzögerung an und macht bei Antritten richtig Spaß. Der Renner ist im Herzen klar ein Sportler.
Wer schnell fährt, muss jedoch auch beherzt bremsen können. Gut, die mechanischen Scheibenbremsen packen insbesondere im hinteren Druckpunkt stärker zu als die Felgenkonkurrenz. Pluspunkte gibt es auch für die Laufräder, die zusammen mit den 28-Millimeter-Pneus von Continental bestens rollen.
Auch optisch ist diese Kombination sehr gelungen. Eine Testmeinung: „Je länger ich das Rad angucke, desto besser gefällt es mir.“ Das gilt nicht nur für die Optik, sondern auch für den Fahrbetrieb: Je länger man es fährt, desto besser gefällt einem das Cube.

Bewertung: Cube Attain Race Disc

Ausstattung

★★★★½

Fahrspaß

★★★★½

Design

★★★★½

Gewicht

★★☆☆☆

Übersetzung

★★★★★

Summe (Sterne)

20,5

Mittelwert

4,1

Note

gut

(Notenschlüssel: 25–21 sehr gut, 20,5–15,5 gut, 15–10 befriedigend, <10 ausreichend)

Technische Daten

Preis

999 Euro

Gewicht

10 Kilogramm

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Schaltung

Shimano Tiagra, 10-fach

Kurbel

Shimano Tiagra

Zahnkranz

Shimano Tiagra, 11–34

Laufräder

Cube RA 0.8 Aero Disc

Reifen

Continental Ultra Sport 2, 28 Millimeter

Bremsen

TRP Spyre MD-C610C, mechanische Scheibenbremsen

Website

www.cube.eu

So hat BIKE BILD die Einsteiger-Rennräder getestet

Nach einer ausführlichen Inspektion der Rennräder – beginnend bei der Begutachtung der Rahmenverarbeitung – haben wir die Schaltkomponenten im Rahmen der Ausstattungsbewertung unter die Lupe genommen. Denn je besser und leichtgängiger die Schaltung arbeitet, desto mehr Fahrspaß generiert das Rad – so einfach ist die Rechnung beim Rennrad.
Für die im Testfeld ranghöchste Gruppe, Shimanos 105er, haben wir einen Punkt mehr vergeben als für die Tiagra oder vergleichbare Komponenten. Einen weiteren Punkt konnte das Rad einfahren, das entweder mechanische Scheibenbremsen (Cube) verbaut hatte oder auf einem Tubeless-Reifen (Giant) rollte. Innovationen – sofern sich diese im Praxistest als sinnvoll erwiesen – haben wir belohnt. Für einen 28 Millimeter breiten Reifen haben wir einen weiteren Zusatzpunkt vergeben, weil wir der Meinung sind, dass bei Einsteigerrädern der Komfort überaus wichtig ist.
Ebenfalls mit einem Stern mehr bewerteten wir Räder, die mit einem 34er-Ritzel ausgestattet waren. Eine größere Übersetzung bringt mehr Luft am Berg – gerade für Einsteiger, die noch nicht die nötige Kraft mitbringen, können zwei Ritzelzähne mehr ein entscheidender Faktor sein. Design und Fahrspaß hat eine vierköpfige Jury mit einschlägiger Rennraderfahrung beurteilt.
Die Testfahrten fanden sowohl auf gut als auch auf weniger gut asphaltierten Straßen statt, weil wir davon ausgehen, dass der Großteil der Rennradfahrer auf Asphalt radeln wird. Kopfsteinpflaster und Gravelabschnitte mussten herhalten, um etwaige Eindrücke zu festigen oder neu zu bewerten. Antritts- und Fahrverhalten, Roll- und Bremseigenschaften sowie sonstige Eindrücke wurden gemeinsam diskutiert und sind in das Bewertungskriterium Fahrspaß eingeflossen.