Sportliches und komfortables Einsteiger-Rennrad

Rose Pro SL im Test

Das Rose Pro SL glänzt mit einem schicken und leichten Rahmen sowie einer insgesamt sehr guten Ausstattung. Im Bereich der Rennräder für Einsteiger spielt das Rose ganz oben mit.

Datum:

Das etwas verkürzte Oberrohr sorgt im Normalfall für eine eher aufrechte Sitzposition.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die typische positiven Rose-Eigenschaften: hohe Güte des Leichtbau-Rahmens, der perfekt gearbeitet ist, dazu gut abgestimmte Komponenten. Die Reifenwahl hat uns indes nicht überzeugt. Letztlich ein Top-Rad zu einem Top-Preis.

Pro

  • Hervorragende Verarbeitung
  • Gute Ausstattung
  • Design

Kontra

  • Enttäuschende Reifen
Das Rose (Rahmenhöhe 55) besticht durch das niedrige Gewicht, nur wenige Einsteiger-Rennräder sind leichter. Der steife Rahmen ist hervorragend gearbeitet, sieht Carbon zum Verwechseln ähnlich und generiert verzögerungsfrei Vortrieb.
Das Rose zu verorten fällt nicht leicht. Die Sitzposition ist eine Mischung aus sportlich und komfortabel – auffällig ist das leicht verkürzte Oberrohr, wodurch man eher aufrecht sitzt (das Foto täuscht). Sagen wir es so: Herausgekommen ist ein Dauerläufer mit Sportgenen. Optisch sehr gelungen, weil zeitlos mit Akzenten an Kettenstrebe und Gabel. Weniger hat uns die harte Bereifung gefallen.
Ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet übrigens das Bike mit einer 105er-Gruppe, das für rund 100 Euro Zuschlag zu erwerben ist.

Bewertung: Rose Pro SL

Ausstattung

★★★½☆

Fahrspaß

★★★★☆

Design

★★★★☆

Gewicht

★★★★★

Übersetzung

★★★★★

Summe (Sterne)

20,5

Mittelwert

4,1

Note

gut

(Notenschlüssel: 25–21 sehr gut, 20,5–15,5 gut, 15–10 befriedigend, <10 ausreichend)

Technische Daten

Preis

949 Euro

Gewicht

8,8 Kilogramm

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Schaltung

Shimano Tiagra, 10-fach

Kurbel

Shimano Tiagra

Zahnkranz

Shimano Tiagra, 11–34

Laufräder

Mavic Aksium Road

Reifen

Vittoria Zaffiro Pro IV Graphene, 25 Millimeter

Bremsen

Shimano Tiagra

Website

www.rosebikes.de

So hat BIKE BILD die Einsteiger-Rennräder getestet

Nach einer ausführlichen Inspektion der Rennräder – beginnend bei der Begutachtung der Rahmenverarbeitung – haben wir die Schaltkomponenten im Rahmen der Ausstattungsbewertung unter die Lupe genommen. Denn je besser und leichtgängiger die Schaltung arbeitet, desto mehr Fahrspaß generiert das Rad – so einfach ist die Rechnung beim Rennrad.
Für die im Testfeld ranghöchste Gruppe, Shimanos 105er, haben wir einen Punkt mehr vergeben als für die Tiagra oder vergleichbare Komponenten. Einen weiteren Punkt konnte das Rad einfahren, das entweder mechanische Scheibenbremsen (Cube) verbaut hatte oder auf einem Tubeless-Reifen (Giant) rollte. Innovationen – sofern sich diese im Praxistest als sinnvoll erwiesen – haben wir belohnt. Für einen 28 Millimeter breiten Reifen haben wir einen weiteren Zusatzpunkt vergeben, weil wir der Meinung sind, dass bei Einsteigerrädern der Komfort überaus wichtig ist.
Ebenfalls mit einem Stern mehr bewerteten wir Räder, die mit einem 34er-Ritzel ausgestattet waren. Eine größere Übersetzung bringt mehr Luft am Berg – gerade für Einsteiger, die noch nicht die nötige Kraft mitbringen, können zwei Ritzelzähne mehr ein entscheidender Faktor sein. Design und Fahrspaß hat eine vierköpfige Jury mit einschlägiger Rennraderfahrung beurteilt.
Die Testfahrten fanden sowohl auf gut als auch auf weniger gut asphaltierten Straßen statt, weil wir davon ausgehen, dass der Großteil der Rennradfahrer auf Asphalt radeln wird. Kopfsteinpflaster und Gravelabschnitte mussten herhalten, um etwaige Eindrücke zu festigen oder neu zu bewerten. Antritts- und Fahrverhalten, Roll- und Bremseigenschaften sowie sonstige Eindrücke wurden gemeinsam diskutiert und sind in das Bewertungskriterium Fahrspaß eingeflossen.