Ruhiges, unaufgeregtes Einsteiger-Rennrad

Scott Speedster 10 im Test

Für gemütliche Touren im flachen Gelände kann das Scott Speedster 10 eine gute Wahl sein, für sportliches Fahren eignet sich das Rennrad – vor allem aufgrund des schweren Rahmens – eher weniger.

Datum:

Das Scott lässt sich als ein Rad für Vielfahrer und Kilometersammler beschreiben.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Scott bleibt etwas unter seinen Möglichkeiten. Der Rahmen ist recht schwer, und optisch hat das Bike unsere Tester nicht überzeugt. Bis auf Kurbel und Bremsen ist es mit 105er ausgestattet. Dazu ein 28er-Reifen von Haus aus. Das Scott hat mehr Potenzial, wenn beim Rahmen nachgebessert wird.

Pro

  • Gute Ausstattung
  • Hoher Fahrspaß

Kontra

  • Hohes Gewicht
  • Design
Das Scott Speedster 10 verkauft sich in unserem Test etwas unter Wert. Dabei scheint das Bike der Schweizer Fahrradmarke sehr gut kalkuliert zu sein: Bis auf Kurbel und Bremsen sind 105er-Komponenten verbaut.
Die Schwalbe-Reifen in gut dämpfender Breite von 28 Millimetern, die neben dem Rahmen das Gewicht hochtreiben, bringen das Rad auf insgesamt 9,7 Kilogramm. Dadurch wirkt es teilweise behäbig und träge. Andererseits punktet es mit viel Laufruhe, 11-fach-Schaltung und sicherem Geradeauslauf.
Andere Hersteller zeigen indes, wie sich dieser Kompromiss besser erreichen lässt. Das Scott ist gut, aber die anderen sind dieses Mal einfach besser. Dennoch ist das Rennrad ein solides Bike für lange, vor allem flache Touren.

Bewertung: Scott Speedster 10

Ausstattung

★★★★☆

Fahrspaß

★★★★½

Design

★★★☆☆

Gewicht

★★★☆☆

Übersetzung

★★★★☆

Summe (Sterne)

18,5

Mittelwert

3,7

Note

gut

(Notenschlüssel: 25–21 sehr gut, 20,5–15,5 gut, 15–10 befriedigend, <10 ausreichend)

Technische Daten

Preis

999 Euro

Gewicht

9,7 Kilogramm

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Schaltung

Shimano 105, 11-fach

Kurbel

Shimano FC-RS510

Zahnkranz

Shimano 105, 11–32

Laufräder

Syncros Race 23

Reifen

Schwalbe Lugano, 28 Millimeter

Bremsen

Tektro SCBR-525

Website

www.scott-sports.com

So hat BIKE BILD die Einsteiger-Rennräder getestet

Nach einer ausführlichen Inspektion der Rennräder – beginnend bei der Begutachtung der Rahmenverarbeitung – haben wir die Schaltkomponenten im Rahmen der Ausstattungsbewertung unter die Lupe genommen. Denn je besser und leichtgängiger die Schaltung arbeitet, desto mehr Fahrspaß generiert das Rad – so einfach ist die Rechnung beim Rennrad.
Für die im Testfeld ranghöchste Gruppe, Shimanos 105er, haben wir einen Punkt mehr vergeben als für die Tiagra oder vergleichbare Komponenten. Einen weiteren Punkt konnte das Rad einfahren, das entweder mechanische Scheibenbremsen (Cube) verbaut hatte oder auf einem Tubeless-Reifen (Giant) rollte. Innovationen – sofern sich diese im Praxistest als sinnvoll erwiesen – haben wir belohnt. Für einen 28 Millimeter breiten Reifen haben wir einen weiteren Zusatzpunkt vergeben, weil wir der Meinung sind, dass bei Einsteigerrädern der Komfort überaus wichtig ist.
Ebenfalls mit einem Stern mehr bewerteten wir Räder, die mit einem 34er-Ritzel ausgestattet waren. Eine größere Übersetzung bringt mehr Luft am Berg – gerade für Einsteiger, die noch nicht die nötige Kraft mitbringen, können zwei Ritzelzähne mehr ein entscheidender Faktor sein. Design und Fahrspaß hat eine vierköpfige Jury mit einschlägiger Rennraderfahrung beurteilt.
Die Testfahrten fanden sowohl auf gut als auch auf weniger gut asphaltierten Straßen statt, weil wir davon ausgehen, dass der Großteil der Rennradfahrer auf Asphalt radeln wird. Kopfsteinpflaster und Gravelabschnitte mussten herhalten, um etwaige Eindrücke zu festigen oder neu zu bewerten. Antritts- und Fahrverhalten, Roll- und Bremseigenschaften sowie sonstige Eindrücke wurden gemeinsam diskutiert und sind in das Bewertungskriterium Fahrspaß eingeflossen.