Einsteiger-Rennrad: Fahrstabil und zeitlos

Stevens San Remo im Test

Ein farblich auffallendes und durchaus sportliches Einsteiger-Rennrad: Das Stevens San Remo hat uns im Test vollends gefallen, besonders die hervorragende Fahrstabilität ist hervorzuheben.

Datum:

Das San Remo macht in allen Fahrlagen einen hervorragenden, sehr ausgewogenen Eindruck.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Stevens strahlt viel Ruhe aus. Und auch der Mut zur Farbe hat uns gefallen. Das San Remo trumpft mit viel Fahrstabilität auf und spielt seine Stärke auf geraden Streckenabschnitten aus. Wer es eher sportlich mag, findet im Stevens einen schnellen Begleiter.

Pro

  • Fahrstabilität
  • Sportliches Fahrverhalten
  • Design

Kontra

  • Eher hohes Gewicht
Am meisten haben uns am Stevens die dominierende Laufruhe und das ruhige Fahrverhalten begeistert. Draufsetzen, pedalieren, wohlfühlen – manchmal ist es so einfach. Genau so stellen wir uns eine gelungene Abstimmung für sportbegeisterte Einsteiger vor.
Der zeitlose und mutig in Rot gehaltene Diamantrahmen harmoniert (auch optisch) hervorragend mit den modernen, innen verlegten Zügen. Die Tiagra arbeitet am Stevens so gut, dass man die 105er nicht vermisst. Die Alu-Sattelstütze fällt indes nur nicht unangenehm auf, weil die 25er-Reifen und der gut gepolsterte Sattel in die Bresche springen.
Fazit: Zeitloses Rahmendesign, mutige Farbwahl, absolut fahrstabil – das Stevens überzeugt auf ganzer Linie.

Bewertung: Stevens San Remo

Ausstattung

★★★½☆

Fahrspaß

★★★★★

Design

★★★★½

Gewicht

★★★½☆

Übersetzung

★★★★☆

Summe (Sterne)

20,5

Mittelwert

4,1

Note

gut

(Notenschlüssel: 25–21 sehr gut, 20,5–15,5 gut, 15–10 befriedigend, <10 ausreichend)

Technische Daten

Preis

999 Euro

Gewicht

9,4 Kilogramm

Rahmen/Gabel

Aluminium/Carbon

Schaltung

Shimano Tiagra

Kurbel

Shimano Tiagra

Zahnkranz

Shimano Tiagra, 11–32

Laufräder

Fulcrum Racing Sport

Reifen

Continental Grand Sport Race SL, 25 Millimeter

Bremsen

Shimano Tiagra

Website

www.stevensbikes.de

So hat BIKE BILD die Einsteiger-Rennräder getestet

Nach einer ausführlichen Inspektion der Rennräder – beginnend bei der Begutachtung der Rahmenverarbeitung – haben wir die Schaltkomponenten im Rahmen der Ausstattungsbewertung unter die Lupe genommen. Denn je besser und leichtgängiger die Schaltung arbeitet, desto mehr Fahrspaß generiert das Rad – so einfach ist die Rechnung beim Rennrad.
Für die im Testfeld ranghöchste Gruppe, Shimanos 105er, haben wir einen Punkt mehr vergeben als für die Tiagra oder vergleichbare Komponenten. Einen weiteren Punkt konnte das Rad einfahren, das entweder mechanische Scheibenbremsen (Cube) verbaut hatte oder auf einem Tubeless-Reifen (Giant) rollte. Innovationen – sofern sich diese im Praxistest als sinnvoll erwiesen – haben wir belohnt. Für einen 28 Millimeter breiten Reifen haben wir einen weiteren Zusatzpunkt vergeben, weil wir der Meinung sind, dass bei Einsteigerrädern der Komfort überaus wichtig ist.
Ebenfalls mit einem Stern mehr bewerteten wir Räder, die mit einem 34er-Ritzel ausgestattet waren. Eine größere Übersetzung bringt mehr Luft am Berg – gerade für Einsteiger, die noch nicht die nötige Kraft mitbringen, können zwei Ritzelzähne mehr ein entscheidender Faktor sein. Design und Fahrspaß hat eine vierköpfige Jury mit einschlägiger Rennraderfahrung beurteilt.
Die Testfahrten fanden sowohl auf gut als auch auf weniger gut asphaltierten Straßen statt, weil wir davon ausgehen, dass der Großteil der Rennradfahrer auf Asphalt radeln wird. Kopfsteinpflaster und Gravelabschnitte mussten herhalten, um etwaige Eindrücke zu festigen oder neu zu bewerten. Antritts- und Fahrverhalten, Roll- und Bremseigenschaften sowie sonstige Eindrücke wurden gemeinsam diskutiert und sind in das Bewertungskriterium Fahrspaß eingeflossen.