Sicher in der Dunkelheit

Im Test: Lampe Sigma Aura 80 USB

In der dunklen Jahreszeit ist nicht nur sehen auf dem Rad wichtig. Vor allem auch gesehen werden, bedeutet für Radler Sicherheit. Die Sigma Aura 80 bietet beides, sie strahlt stark und bietet gute Sichtbarkeit – auch von der Seite.

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Die Aura 80 sieht nicht nur gut aus. Mit nur 9,4 Zentimetern Länge, 4,4 Zentimetern Breite und 3,9 Zentimetern Höhe ist sie klein und dennoch leistungsstark.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Sigma Aura 80 USB ist eine tolle Akku-Lampe für diejenigen, die keine fest installierte Lichtanlage an ihrem Fahrrad wünschen, so eventuell Rennradfahrer oder Singlespeed-Piloten, die möglichst leicht und stylish unterwegs sein möchten. Die Lampe hat mehrere Leuchtstärken, womit man auch die Leuchtdauer beeinflussen kann. Die Befestigung ist leicht zu handhaben und absolut sicher. Auch die Anzeige der Ladekapazität ist sehr gut. Letztlich empfindet das BIKE-BILD-Team die seitliche Lichtleiste als großen Sicherheitsgewinn.

Pro

  • Leuchtdauer im Pendlerbetrieb
  • Anzeige des Akkustandes
  • Bedienung und Anzeige der Leuchtstärke
  • Seitliche Abstrahlung
  • Befestigung
  • Leicht und klein

Kontra

  • Für lange Nachtfahrten nur bedingt (mit Powerbank) geeignet
  • Für Wald- oder MTB-Trails sind die 80 Lux etwas knapp

Aura 80 USB

Wer im Dunkeln als Radfahrer ohne Licht fährt, der spielt nicht nur mit seinem eigenen Leben. Nein, er gefährdet auch andere, die durch ihn eventuell zu gefährlichen Ausweichmanövern gezwungen werden, weil er eben nicht rechtzeitig zu sehen ist. Licht am Rad ist also nicht nur vom Gesetzgeber her Pflicht, es ist absolut oberstes Gebot, wenn man bei Nacht oder auch schlechten Wetterbedingungen Rad fährt.
Nicht jeder Radler verfügt an seinem Zweirad über eine festangebrachte Lichtanlage, die über einen Nabendynamo angetrieben wird. Kurze Zwischenbemerkung unsererseits: So eine Lichtanlage ist schon eine sehr feine Sache, muss man sich doch nicht darum kümmern, Akku-Lampen immer wieder aufzuladen, beziehungsweise es kann nicht passieren, dass man kleine Akku-Lampen vergisst.

Die Aura 80 lässt sich sehr einfach und schnell an jedem Lenker befestigen und wieder lösen.

Dennoch, die einen – vielleicht Rennradfahrer oder stylische Hipster auf Singlespeed-Bikes – möchten keine feste Lichtanlage, bei anderen wurde das eigene Bike vielleicht schlicht ohne eine solche Anlage geliefert. Für alle diese Radfahrer gibt es Akku-Lampen, die seit einer geraumen Zeit auch schon vom Gesetzgeber als vollwertiges Licht anerkannt werden, so sie denn die Bedingungen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) erfüllen. Nur gibt es unter diesen Clip-on-Lichtern natürlich auch gute und weniger gute Modelle.

Sigma Aura: Vier Modi für die Lichtstärke

Der gelben LEDs zeigen die Lichtstärke an (hier 80 Lux). Die grünen LEDs geben Auskunft über den Akku-Stand.

Hier kommt das recht neue Sigma Aura 80 USB-Licht ins Spiel. Sie ist das neue Topmodell der Sigma-Aura-Reihe (bisher war das die 60 Lux-Variante). Wie es der Name schon verrät, bietet die neue Sigma im stärksten Modus 80 Lux Lichtstärke an. Über den An- und Ausschalter an der Oberseite der Lampe lässt sich die Stärke indes in vier Schritten regeln. Einmal drücken und es sind noch 60 Lux, beim nächsten Knopfdruck sind es noch 60 Lux, dann 40 und dann 20.
Zumeist wählten wir beim Fahren in der Großstadt auf unserer Pendler-Strecke den kleinsten Modus, der überaus gut von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Größe Lichtspender waren hier für uns nicht vordergründig, ist die Stadt doch meist von anderen Lichtquellen mehr als gut ausgeleuchtet. Es ging uns also mehr ums gesehen werden als um unser eigenes sehen. Im Wald hingegen wählten wir die hellste, 80 Lux starke Stufe, die uns auch ohne andere Lichtquellen sehr gut den Weg zeigte. Die Stufen zwischen den beiden Extremen wählten wir je nach Gefühl, Lust und Laune.

Hier leuchtet die Aura 80 nur noch mit 20 Lux.

Die einzelnen Modi werden dabei mit kleinen gelben LED-Lichtern gut übersichtlich an der Oberseite des Geräts, direkt unter dem An- und Aus-Knopf gekennzeichnet. Ebenso übersichtlich zeigt eine grüne LED-Lichtreihe daneben die Ladekapazität des Geräts an. Apropos Ladekapazität. Der Hersteller gibt an, dass man mit den 80 Lux ungefähr 4 Stunden sicher unterwegs ist, mit den 20 Lux sogar 15 Stunden. Wir haben die Lampe im Alltag, nicht im Labor getestet, sind also damit wochenlang zur Arbeit gependelt – sowohl morgens als auch abends im Dunkeln. Unser Eindruck war, dass die Lampe – für ein Akku-Gerät – recht lange hält. Überdies zeigte uns, wie oben genannt, die LED-Leuchte zuverlässig an, wann es Zeit war, die Aura 80 via USB-Stecker zu laden.

Sicherheitsplus: Seitliche Lichtleiste und Akku-Anzeige

Die Befestigung ist – wie bei Sigma gewohnt – einfach aber gut über eine Gummischnalle gelöst. Unsere Erfahrung besagt, dass die Lampe damit bombenfest hält. Übrigens, sollte so eine Gummilasche einmal reißen, gibt es für 6,95 Euro eine Ersatzbefestigung.

Finden wir sehr gut: Die zur Seite gut sichtbare Lichtleiste, gibt zusätzliche Sicherheit.

Natürlich ist die Sigma Aura Spritzwasser geschützt. Geht man nicht mit ihr schwimmen, sollte das Gerät jedem Wasser trotzen. Nun noch ein Punkt, der uns sehr gut an der Aura 80 gefallen hat: die seitliche Lichtleiste. Steht man mit seinem Fahrrad an der Ampel oder nähert man sich einer Kreuzung, so ist man über diesen seitlichen Lichtschein sehr gut sichtbar. Unterm Strich sind wir sehr angetan von der Aura 80. Mit 59 Euro ist sie zwar nicht ganz billig, aber Radler sind mit dieser Lampe wirklich gut ausgerüstet
Technische Daten
  • Preis: 59,95 Euro
  • Größe: 94 x 39 x 44 Millimeter (Länge, Höhe, Breite)
  • Gewicht: 119 Gramm
  • Leuchtstärken: 80, 60, 40, 20 Lux
  • Leuchtdauer (Herstellerangabe): 4, 5, 6,5 und 15 Stunden
  • Website: www.sigmasport.com

Aura 80 USB