Ausstattung, Gewicht, Fahrtspaß

So testet BIKE BILD Gravelbikes

Was zeichnet ein gutes Gravelbike aus? Bei unseren Tests bewerten wir nicht nur den Fahrspaß, sondern vergleichen auch Komponenten und Ausstattung.

Datum:

Die BIKE BILD-Redaktion bei der Arbeit für den Gravelbiketest 2022.

Den Einsatzbereich eines Gravelbikes definiert kein Teil der Ausstattung so sehr wie die Bereifung. Breite und Profil der Pneus entscheiden darüber, ob man eher flott auf der Straße unterwegs ist oder guten Grip im Gelände hat. Wir finden, Gravelbikes sollten Nutzern möglichst viele Möglichkeiten eröffnen, daher gilt: Je breiter, desto besser. Daher der Prüfpunkt Reifenbreite. Für 40 Millimeter, das Mindestmaß bei einem modernen Gravelbike, haben wir 6 Punkte vergeben, 10 Punkte erhielt, wer 50-Millimeter-Reifen und mehr zulässt.
Mit einem Gravelbike sollten Sie auch schwer beladen noch steile Rampen auf unbefestigten Wegen hinauffahren können. Eine Gangschaltung mit ausreichend „kleinen“ Gängen ist Pflicht. Bei der Übersetzung haben wir 8 Punkte für eine 1-zu-1-Übersetzung vergeben (gleiche Anzahl Zähne vorn und hinten möglich), 10 Punkte bekamen alle Bikes, die hinten auf dem kleinsten Ritzel 4 Zähne mehr als auf dem kleinsten Kettenblatt verfügbar hatte (Untersetzung).
Carbonrahmen, elektronisch Schaltungen, Tubeless-Reifen – aber auch Spezialteile wie absenkbare Sattelstützen: Die Ausstattung unterscheidet sich von Bike zu Bike. Je höherwertiger die verbauten Teile, desto mehr Punkte in unserem Test.
Sportgerät, Pendler, Reiserad: Gravelbikes sind nicht nur für den einen Einsatzzweck gedacht, sondern überzeugen durch ihre Vielseitigkeit. Für diese Punkt haben wir im Test beurteilt, wie viele Möglichkeiten der Rahmen zur Montage von Schutzblechen (Alltag) und Gepäckstücken (Reise) bereithält.
Klar, wer auf Bikepackingtour startet, achtet nicht so sehr auf jedes Gramm Gewicht am Gravelbike. Dennoch sind es immer noch Sportgeräte, bei denen gilt: Leichter ist besser. 10 Punkte gabe es für diejenigen, die unter 8 Kilogramm blieben, wer zwischen 12 und 13 Kilogramm auf unsere Waage brachte, musste sich mit nur 5 Punkten zufriedengeben.
Allen Messwerten zum Trotz: Wie gut ein Gravelbike ist, erfährt man nur, wenn man es ausprobiert. In dem Punkt Fahrspaß bewertet unser Testteam das Handling, die Laufruhe, den Antritt – und wir drücken ganz einfach aus, wie uns das Bike gefallen hat.
Über Geschmack lässt sich streiten, doch auch das Design gehört mit in den Test. Hierbei geht es jedoch nicht nur um die Lieblingsfarben der Redakteure, sondern auch um moderne Rahmenformen, clevere Kabelführungen oder eine gelungene Formsprache.