Schotter-Schuhe im Check

Gravelbike-Schuhe im Test

Genauso wie Gravelbikes müssen auch Gravelbike-Schuhe besonders vielfältig sein. In der Ausgabe BIKE BILD 2/2022 haben wir sechs Modelle getestet. Hier kommen weitere Schuhe für den Offroad-Einsatz.

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Gravelbike-Schuhe müssen nicht nur Kraft aufs Pedal bringen, sondern auch beim Gehen im Gelände überzeugen.

Braucht man die? Genau wie bei Gravelbikes selbst stellt sich auch bei dem entsprechenden Schuhwerk die Frage, welchen Mehrwert diese neue Kategorie gegenüber bewährten Klickschuhen bietet. So wie man mit einem MTB oder einem breit bereiften Rennrad Gravelpisten fahren kann, können Sie auch mit Cross-Country- oder Straßenklickschuhen auf Graveltour gehen. Geht alles, lässt sich aber noch optimieren.
Nach den Tests diverser Gravelschuhe können wir guten Gewissens sagen: Die Anschaffung lohnt sich durchaus. Ein guter Gravelschuh funktioniert während der Fahrt wie ein bequemer Rennradschuh. Dank der Außensohle können Sie, anders als mit Straßenradschuhen, normal gehen, das Profil sorgt auch für etwas Grip in schotterigem Gelände. Und auf langen Touren ist die gehtaugliche Sohle zusätzlich im Vorteil, weil man die Schuhe eben auch abends am Lagerfeuer oder beim Zwischenstopp im Café problemlos anbehalten kann.

Gravelbike-Schuhe – gemacht fürs Gelände

An Gravelschuhen kommt das Zwei-Loch-Klicksystem zum Einsatz, das sich auch im MTB- und Tourenbereich bewährt hat – vielen auch als Shimano SPD bekannt, wenngleich es Alternativen von Crankbrothers, Look und Co. gibt. Dieses kompakte System ermöglicht zum einen, eine Außensohle drum herumkonstruieren zu können, auf der Sie gehen können. Ebenso wichtig ist, dass die kleinen Metall-Cleats auch verdreckt noch funktionieren.
Ein Vorteil, den alle zu schätzen wissen, die schon einmal mit den klassischen, breiten Rennrad-Cleats von Look oder Shimano im Matsch oder im Sand stecken geblieben sind. Ehrlicherweise sei an dieser Stelle gesagt: Mit den meisten Cross-Country- und Trekking-Klickschuhen können Sie ganz vortrefflich graveln. Besonders Neulinge finden hier oft auch etwas günstigere Modelle. Reinrassige Gravelschuhe zeichnen sich jedoch durch ein etwas geringeres Gewicht aus, und rennorientierte Modelle bieten zudem eine steifere Sohle, ähnlich einem Rennradschuh. Weitere Qualitätsmerkmale sind zum Beispiel verstärkte Zehenboxen und Fersenkappen, damit die Füße im Geröll besser geschützt sind.
Hochwertige Modelle verfügen überdies oft über Boa-Drehverschlüsse oder Schnürsenkel statt Klett- oder Ratschenverschlüsse, mit denen sich die Schuhe sehr gut einstellen lassen. Schnürsenkel sind auch ein Faktor bei der letzten, nicht unwesentlichen Eigenschaft von Gravelschuhen: Style. Die Gravelbiker, die eine gewissen Aura von Coolness umweht, brauchen natürlich auch die passenden Schuhe, um ihren Look zu komplettieren.

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