Gehend Rad fahren

Lopifit – Laufband-E-Bike im Check

Ein Radwanderer der etwas anderen Art: Lopifit ist ein E-Bike, das über ein Laufband angetrieben wird. Unser Redakteur wollte wissen, ob das gutgehen kann und hat eine Runde in der Hamburger Innenstadt gedreht.

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Lopifit

Das Lopifit, eine Mischung aus E-Bike und Laufband, wird durch Geh-Bewegungen angetrieben.

Das Lopifit von Walking Bike B.V. aus Holland sieht aus wie ein überdimensionaler Tretroller, und so beginnt die Fahrt auch: Ein Fuß aufs rutschsichere Laufband, mit dem anderen abstoßen und losrollen. Dann wird es speziell: Sobald der Fahrer auf dem Laufband losgeht, aktivieren Sensoren den 250-Watt-Elektromotor. Jetzt beschleunigt das Lopifit langsam aber stetig auf bis zu 25 Stundenkilometer. Der Strom kommt dabei aus dem 960-Wattstunden-Akku über dem Hinterrad. Der Motor treibt auch das Laufband an. Beide lassen sich mit einem kurzen Ziehen einer der beiden Handbremsenstoppen. Dann rollt das Lopifit dank Freilauf ungebremst weiter. Für Verzögerung sorgen zwei mechanische Scheibenbremsen, dank des 28-Zoll Vorderrads hat das Lopifit einen stabilen Geradeauslauf. In engen Kurven macht sich der lange Radstand bemerkbar, an Steigungen der schwere Stahlrahmen. Heißt, nichts für enge Innenstädte oder bergige Regionen. Eine Akku-Ladung reicht laut Hersteller für bis zu 70 Kilometer, 60 dürften realistisch sein. Wegen der Einzigartigkeit des Lopifits und seines hohen Spaßfaktors erscheinen 2599 Euro für die Basisversion angemessen.
Fazit: Lopifit taugt weniger als City-Flitzer, eher als Langstrecken-Cruiser. Ideal für alle, die das Außergewöhnliche lieben oder wegen Rückenproblemen kein Fahrrad fahren dürfen.
Text: Michael Struve