BIKE-BILD-Podcast "Total gerädert"

Rettungsflieger Thomas Widerin: "Mit Flip-Flops ins Verderben"

Thomas Widerin, 57 Jahre alt, lebt in Seefeld/Tirol. Der Österreicher hat schon dreimal mit dem Fahrrad die USA durchquert, und ist schon viele Kilometer auf dem Alaska Highway gefahren. Neben seiner Leidenschaft zum Radreisen fliegt der ehemalige Polizei-Beamte auch viele Einsätze mit dem Rettungshubschrauber in den Tiroler Bergen. Was ihm dort alles widerfährt schildert er in unserem Podcast.

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Der erfahrene Radreisende Thomas Widerin ist schon mehr als 2500 Einsätze mit dem Hubschrauber Christopherus 1 in Innsbruck geflogen. Hier erzählt er von seinen Erlebnissen.

Thomas Widerin hat während seinen Radreisen auf dem nordamerikanischen Kontinent schon mehr als 40000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Obwohl er all diese Kilometer nur mit Muskelkraft geschafft hat, ist er ein Freund des E-Bikes. "Irgendwann werde ich bestimmt auch ein E-Bike fahren", sagt der Tiroler, und freut sich heimatverbunden, dass immer mehr Touristen die Region Seefeld auf zwei Rädern erkunden.

Mit rund 30 Kilogramm Gepäck radelte Thomas Widerin durch Nordamerika. Schwer, aber machbar.

Was ihm hingegen überhaupt nicht gefällt ist der Umstand, dass viele Reisende, beflügelt von der Leichtigkeit mit der sie von einem Pedelec hinauf eine Alm gebracht werden, vergessen, dass die Bergwelt auch immer Gefahren mit sich bringen kann. "Viele Touristen fahren hoch auf die Almen und tragen Flip-Flops an den Füßen", berichtet Widerin. Außerdem hätten manche nicht mal eine Minimalausrüstung wie funktionelle Bekleidung, ein Erste-Hilfe-Set oder genügend Flüssigkeit dabei – vom Helm ganz zu schweigen. Und so endet mancher leichtfertige, besser gesagt leichtsinnige E-Bike-Ausflug auf der Trage des Rettungshubschraubers Christopherus 1, mit dem Thomas Widerin und sein Team, bestehend aus Pilot und Arzt, verunglückte Radler aus den Bergen retten, wenn diese nicht mehr weiter wissen.
In unseren Podcast zeigt Thomas Widerin Fehler auf, die Rad-Touristen nicht begehen sollten, macht Verbesserungsvorschläge, wie auch Hoteliers und Bike-Verleiher mithelfen können, dass weniger Unfälle in den Bergen passieren, und er gibt einfache aber funktionierende Hinweise, worauf Radler in einer fremden Region achten sollten.