Thomas Widerin bloggt

Durchs einsame Norwegen

Vorausplanen ist bei unserem Fernfahrer Thomas Widerin angesagt. Je weiter er Norwegen in Richtung Norden durchquert, desto dünner wird die Versorgungslage.

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Auf die vielen Höhenmeter in Norwegen folgt für Thomas Widerin die Belohnung in Form einer spektakulären Aussicht.

Schon etwa 100 Kilometer vor Überschreiten des Polarkreises sind die Nachschubmöglichkeiten außerhalb der größeren Orte sehr dünn gesät – eigentlich sind sie nicht vorhanden.

Bis jetzt hat Thomas Widerin Glück mit dem Wetter.

Sauberes Wasser gibt es hier in Norwegen genügend, aber Verpflegung? Am besten helfen da noch die Tankstellen. Teuer – aber zumindest alle 50 bis 70 Kilometer vorhanden. Gute Planung ist unerlässlich. Vorsicht indes bei eingezeichneten Ortschaften: Sie sind meist nur eine kleine Ansammlung von Häusern ohne irgendwelche Einkaufsmöglichkeiten.

Die Landschaft in Norwegen ist einzigartig schön.

Im zentralen Norwegen – so zwischen Trondheim und Narvik – geht es hinsichtlich der Kondition ganz schön zur Sache. Selten verläuft die E 6 (dieser folge ich in etwa) flach dahin. Es sind täglich viele Höhenmeter abzustrampeln. Auch wenn die Steigungen meist moderate 8 Prozent aufweisen, geht es oft extrem in Richtung Himmel. Tages-Etappen von etwa 100 Kilometer werden so mit noch einmal durchschnittlich 1.000 Höhenmetern versüßt. Verlässt man die Hauptverkehrsstraßen, kommt man auf gleicher Länge mindestens auf die doppelten Höhenmeter.

Nicht jeder Berg muss bezwungen werden, manchmal geht es auch drunter durch.

Bemerkenswert für Radfahrer: Die E 6 ist gut zu befahren und ich bin überrascht vom geringen Verkehrsaufkommen. Die Trucks haben bisher ausnahmslos Rücksicht auf mich genommen. Einige Abschnitte sind für Radfahrer normalerweise verboten – aber ich werde wohlwollend toleriert.

Galerie: Thomas Widerin in Süddeutschland

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