166,2 km/h mit dem Fahrrad

Deutscher Rekord im Windschattenfahren

Marius Prünte fuhr am 14. Oktober so schnell wie noch kein anderer deutscher Radfahrer vor ihm. Im Windschatten erzielte der Feuerwehrmann aus Hamm eine neue Höchstgeschwindigkeit von 166,2 Stundenkilometern.

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Der Moment des Erfolgs: Marius Prünte erreicht mit reiner Muskelkraft 166,2 km/h im Windschatten seines umgebauten Caddys.

So schnell war noch kein deutscher Radfahrer vor ihm unterwegs. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 166,2 Kilometern pro Stunde hat Marius Prünte am zurückliegenden Donnerstag, 14. Oktober 2021, den deutschen Rekord im Windschattenfahren eingestellt – und überboten. Möglich wurde die Rekordfahrt auf dem Lausitzring, wo der 1990 geborene Feuerwehrmann auf einem Spezialfahrrad mit extrem großer Übersetzung hinter einem vorweg fahrenden und speziell präparierten Automobil fuhr.
Die Geschwindigkeit wurde von einem Fahrrad-Tacho aufgezeichnet, ermittelt mit Sensoren an seinem Fahrrad und einem GPS-Sensor. Abgenommen und bestätigt wurde die historische Fahrt von dem Rekord-Institut für Deutschland (RID).

Alte Rekord hielt 72 Jahre lang

Erstmals ist es damit wieder einem Radfahrer geglückt, den 72 Jahre alten Rekord zu brechen. Karl Heinz Kramer stellte die bis Donnerstag gültige Bestmarke von 154,5 Stundenkilometern auf – allerdings im Windschatten eines Motorrads.
Marius Prünte hat noch nicht genug vom Windschattenfahren und plant bereits seinen nächsten Coup. Für einen neuen Weltrekord müsste der Deutsche die derzeitige US-amerikanische Rekordhalterin Denise Mueller-Korenek überbieten und 296 Kilometer pro Stunde Spitzengeschwindigkeit erzielen. Den Versuch hat Marius Prünte auf den 15. August 2022 terminiert.

Hier hält Marius Prünte aus Hamm seine offizielle Rekord-Urkunde in den Händen.