Jonas Deichmann

Rekordreise von Kap zu Kap – Tag 27 bis 37

Jonas Deichmann ist Extrem-Bikepacker. Sein aktuelles Projekt: Die Kontinentalquerung vom Nordkap in Norwegen bis nach Kapstadt in Südafrika. In Rekordzeit? Jonas Deichmann plant die 18.000 Kilometer lange Strecke in 75 Tagen zurückzulegen. Wir berichten, was zuletzt passiert ist, bis Tag 37.

Datum:

Fans am Streckenrand. Bei seiner Afrika-Durchquerung bekommt Jonas Deichmann tierische Unterstützung vom Streckenrand.

Von Tag 27 bis 28: Auf nach Afrika

Transfer nach Kairo. Nach einem ausgedehnten Frühstück fliegen Jonas und Philipp nach Afrika. In Kairo haben die Beiden auf den ersten Kilometern Begleitung. Die Straßenverhältnisse sind schlimm, der Rest auch, da die Autofahrer keine Rücksicht nehmen. Es geht nur schleppend vorwärts, am Polizei-Checkpoint müssen die beiden rund eine Stunde warten, bevor die Reise weitergeht. Die Nacht verbringen sie in einer Polizeizelle.

Tag 29: Wüstenwinde

Eine schreckliche Nacht! Wegen des lärmenden Polizeifunks brechen die Beiden um 4:30 Uhr auf – stets in Polizeibegleitung. Dank eines Bekannten vor Ort läuft alles reibungslos – Jonas und Philipp kommen gut voran, bis Wüstenwinde von 45 Stundenkilometer am Abend das Fortkommen erschweren.

Von Tag 30 bis 33: Lebensmittelvergiftung bei Philipp / Endlich im Sudan

Philipp hat eine Lebensmittelvergiftung. Trotzdem fahren die Beiden weiter in die Sahara. Philipp geht’s schlecht, dennoch fährt er weiter. Nach zwei Stunden ist der Ofen aus – Philipp muss im Schatten bleiben und ins Krankenhaus nach Assuan. Jonas will ihn dort abfangen und muss hierfür ordentlich in die Pedale treten. Vier Liter trinkt er während der 60 Kilometer nach Assuan. Philipp entschließt sich, die Tour abzubrechen, zu groß sind die Strapazen. Jonas fährt allein weiter, kämpft sich durch die Sahara. Er leidet stark, leidet an Dehydration. Nach 230 Kilometern wird er von der Polizei gestoppt – er wird zum Bleiben gedrängt und schlägt dort sein Zelt auf. Ohne Essen. Ohne Getränke. Schlafen unmöglich, so lärmend ist es am Checkpoint. Am nächsten Tag passiert Jonas endlich die Grenze – er ist froh aus Ägypten raus zu sein. Im Sudan wird er mit Tee und Gastfreundschaft empfangen.

Von Tag 34 bis 37: Sahara geschafft

Das getrunkene Nil-Wasser macht Jonas zu schaffen, er kämpft mit Magenproblemen, während der Hunderte Kilometer durch den Sudan radelt und kaum isst. Dazu kommen Wüstenwinde, es wird extrem hart. An Tag 35 erreicht Jonas endlich ein Hotel, wo er sich erholen kann. Auch später erfährt Jonas immer häufiger Gastfreundschaft: Ein Polizist lädt ihn zu sich zum Essen ein. Tag 37 wird bestimmt durch einen Sandsturm, aber Jonas kommt dem Ende der Sahara näher. Er liegt nicht einmal 100 Kilometer dem Zeitplan zurück – nach der Wüste will er wieder Geschwindigkeit aufnehmen.

Galerie: Kap zu Kap: Bilder von Tag 27–37

Wir werden über den weiteren Verlauf berichten. Die Rekordfahrt von Jonas Deichmann und Philipp Hympendahl kann hier verfolgt werden.