Mundschutz statt Radtrikot

Coronakrise: Biehler stellt Produktion auf Schutzmasken um

Der deutsche Bekleidungshersteller Biehler möchte einen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten und produziert jetzt Atemschutzmasken.

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Mundschutz von Biehler

Statt Radbekleidung stellt Biehler jetzt Mundschutz-Masken her.

Kunden, die auf ein neues Rennradtrikot von Biehler warten, müssen sich jetzt etwas gedulden. Der sächsische Bekleidungshersteller produziert seit ein paar Tagen Mundschutzmasken, die jetzt in der Covid-19-Krise dringend benötigt werden. Die Abnehmer: Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Supermärkte.
Produktion Mundschutz

Die Produktion von Radsportbekleidung im sächsischen Limbach-Oberfrohna wird nach und nach umgestellt.

Biehler unterstützt in der Corona-Krise mit Mundschutz-Produktion

Laut Managing Director Sascha Winkler produziert Biehler zurzeit etwa 1.000 Masken pro Tag, die Kapazitäten werden laufend gesteigert. „Wir spüren einen riesen Bedarf an Mundschutzmasken.“ Sogar das Land Sachsen sei schon mit Anfragen an den Betrieb herangetreten. Die Produktion laufe, mehr als 20.000 Schutzmasken sind in Auftrag, das notwendige Material sei vorerst auf Lager. Es handelt sich bei den Biehler-Masken um einen einfachen Mundschutz aus Baumwolle und keine medizinischen Masken, die verbesserten Virenschutz bieten. Kleiner Trost für Radsportler, die jetzt länger warten müssen: Jeder Bestellung legt Biehler einen Mundschutz bei.
Mit seinem Engagement ist Biehler nicht allein: Auch das nord-italienische Unternehmen Santini und die Firma Maloja stellen Aufträge zurück, um die dringend benötigte Schutzkleidung herzustellen.