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Corona-Ticker: Die News aus der Fahrradwelt

Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Wir fassen für Sie die wichtigsten Nachrichten aus der Fahrradwelt zusammen. Wir aktualisierend laufend.

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Stehen auch Radfahrer unter Quarantäne – oder nutzen jetzt mehr Menschen dieses infektionsarme Verkehrsmittel? Bild: pd-f.de/Arne Bischoff

7. April: Fahrradfahren in Tirol wieder erlaubt

Die Selbstisolation des Corona-Brennpunkts Tirol in Österreich wird ein Stück zurückgefahren: Seit heute dürfen die Bewohner wieder draußen Rad fahren und Joggen. Weiterhin gilt, dass man Abstand zu anderen Personen halten muss und höchstens mit Angehörigen aus dem eigenen Haushalt fährt. Gefährliche Radsportarten wie Downhill-Mountainbiken bleiben untersagt.

7. April: Fahrradstraßen jetzt! Deutsche Umwelthilfe fordert Fahrradstreifen

Die deutsche Umwelthilfe fordert die Umwandlung von Pkw-Streifen auf Straßen zu Fahrradwegen. Die Organisation hat am 7. April in 134 Städten formale Anträge gestellt, Verkehrsflächen bis zum 16. April in sichere Fahrrad-Straßen während der Corona-Krise provisorisch umzuwandeln. Wer einen Antrag in seiner Stadt stellen möchte, kann das über die Umwelthilfe hier machen.

7. April: Fahrradfahren in Paris nur morgens und abends erlaubt

Paris verhängt ein Sportverbot, zwischen 10 und 19 Uhr dürfen die Bewohner der französischen Hauptstadt nicht mehr zum Radfahren oder Joggen nach draußen. Sport ist nur noch in den Morgen- und Abendstunden erlaubt, wenn der Andrang auf den Straßen nicht so groß ist.

7. April: Fahrradindustrie fordert EU-Unterstützung

50 000 E-Bike- und Fahrradhändler in der Europäischen Union seien in Gefahr, rund 150 000 Arbeitsplätze bedroht: In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnt der Verband der Fahrradindustrie CONEBI (Confederation of the European Bicycle Industry) vor den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Zweirad-Wirtschaft. Man erwartet einen Verlust von 30 bis 70 Prozent und betont im Gegenzug die Wichtigkeit des Fahrrads als emissionsarmes Verkehrsmittel der Zukunft. Die konkreten Forderungen: Unterstützung bei Liquiditätsengpässen, Aufschub von Zahlungen und Fahrrad-Förderung innerhalb des Binnenmarkts in den Zeiten nach der Krise.

6. April: Petition für bessere Mobilität in Krisenzeiten

Das Bündnis Changing Citites fordert in einer Petition sichere und ansteckungsfreie Mobilität zur Unterstützung der Notfallmaßnahmen. Die fünf Forderungen unter dem Hastag #fairestraßen sind:
  1. Ansteckungsfrei zu Fuß: „Physical Distancing“ räumlich ermöglichen. Autofreie Nebenstraßen einrichten, die ausschließlich für Fuß- und Radverkehr genutzt werden dürfen; Gehwegparken konsequent ahnden
  2. Radverkehr ermöglichen: provisorisch Fahrspuren in Radstreifen umwandeln und mit Baustellenbaken oder sonstigen Maßnahmen sichern
  3. Krankenhäuser entlasten: innerorts Tempo 30 für eine Senkung der Unfallzahlen
  4. Bewegung: Individuelle physische Betätigung an der frischen Luft stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern fördert auch das geistige Wohlbefinden. Dafür sind größere autofreie Shared Spaces erforderlich.
  5. #Kiezblocks: Wohngebiete für den Radverkehr öffnen; Wohnstraßen temporär in Fahrradstraßen umwandeln und für den Durchgangsverkehr sperren

3. April: Lucky Bike verschenkt Trekkingbikes an Helden des Alltags

Wer sind eure Helden des Alltags in diesen schwierigen Zeiten? Der Shop Lucky Bike beschenkt 112 Helden des Alltags mit Fahrrädern. Vorschläge kann man über die Website oder über das Facebook-Profil von Lucky Bike einreichen.

3. April: ADFC rät von langen Touren zu Ostern ab

Der Fahrradclub ADFC empfiehlt Radfahrern, auch über die Ostertage keine unnötig langen Radtouren zu machen. "Die kleine Hausrunde mit dem Rad ist nach unserer Rechtsauffassung überall möglich, wenn man sie allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts macht. Lange Radtouren sind nicht erwünscht. Und auch ausgedehnter Radsport sollte nicht mehr im Freien stattfinden.“ Überdies solle man beliebte Ausflugsziele und Routen meiden, um die vorgeschriebenen Abstände zwischen Personen einzuhalten. Ratsam sei auch, ein Ausweisdokument dabei zu haben, um den Wohnort nachweisen zu können.

1. April: Statt Flandernrundfahrt – Canyon und Zwift organisieren virtuelle "Ronde van Zwift" mit Mathieu van der Poel

Da die Flandernrundfahrt am 5. April abgesagt wurde, findet das Klassikerrennen nun im virtuellen Raum bei Zwift statt. Mit der Unterstützung von Sponsor Canyon organisiert Zwift eine Trainingsausfahrt am 1. April, unter anderem mit dem Radsport-Star Mathieu van der Poel. Am Sonntag wird es für die Profis auf den Smart-Trainern ernst, die virtuelle "Ronde van Zwift" wird auf Youtube übertragen und live kommentiert. Hier gehts zum Social-Ride-Event.

1. April: Urban Drivestyle unterstützt Essenslieferungen von Factory Berlin

Der Berliner E-Bike-Hersteller Urban Drivestyle unterstützt mit seiner Flotte Gastronomiebetriebe bei der Essenslieferung. Die Chopper-Pedelecs transportieren unter anderem Suppen von Factory Berlin am Görlitzer Park nach Mitte, die Einnnahmen kommen der Bahnhofsmission zugute.
E-Bike von UrbanDrivestyle

Urban Drivestyle stellt die seine Flotte in Coronazeiten ohne Gegenleistung für Liefertätigkeiten zur Verfügung.

31. März: Kostenlose E-Bikes für Charité-Mitarbeiter

Uber stellt Mitarbeitern der Charité und des Deutschen Herzzentrums in Berlin kostenfrei Jump-Elektrofahrräder bereit. Zunächst werden sechzig Pedelecs auf die Campusse Charité Mitte, Benjamin Franklin und das Virchow-Klinikum verteilt. Registrierte Mitarbeiter können diese in der Uber-App kostenfrei freischalten und flexibel nutzen – beispielsweise um zwischen den Campussen zu pendeln oder zwischen ihrem Arbeitsplatz und Zuhause.

Uber stellt Mitarbeitern der Charité und des Deutschen Herzzentrums in Berlin kostenfrei Jump-Elektrofahrräder bereit.

31. März: VELOHamburg abgesagt

Die Entwicklung des Jahres sei noch nicht vorhersehbar, deswegen haben auch die Veranstalter der VELOHamburg das geplante Fahrradfestival abgesagt. Das Event sollte am 16. und 17. Mai stattfinden, 2021 soll die Veranstaltung wieder stattfinden.

30. März: 3T baut Ventile für Beatmungsmasken

Der italienische Komponenten- und Radhersteller 3T, beheimatet in der schwer vom Coronavirus getroffenen Region um Bergamo in Norditalien, nutzt seine Carbon-Produktion, um Ventile für Beatmungsmasken herzustellen. Die italienische Regierung ordnete die Schließung der Fabrik an, nur die Herstellung von medizinischen Produkten geht weiter. Über ein Innovationsnetzwerk erfuhren die Radbauer von Ventilen, die dringend benötigt werden, um aus Decathlon-Tauchermasken Beatmungsmasken für Krankenhäuser zu konstruieren. Zuvor hatte 3T schon eine Spendenaktion gemeinsam mit dem Hersteller von Rollentrainern Elite für das Krankenhaus in Bergamo gestartet.

30. März: Hartje verschiebt Firmenjubiläum

Aus der geplanten 125-Jahre-Feier im Juli wird nichts: Der deutsche Fahrradriese Hartje hat seine geplante Jubiläumsmesse und die Feierlichkeiten vom 11. bis 19. Juli abgesagt.

27. März: Coboc digitalisiert Vertriebswege

"Stillstand liegt nicht in der Mentalität von Coboc." Unter diesem Motto hat der deutsche E-Bike-Hersteller ein Maßnahmenpaket für die Coronakrise entwickelt: Das Unternehmen bietet Käufern ab sofort Direktversand im Händlerauftrag an. Das Rückgaberecht wird auf 30 Tage erweitert, in Kürze möchte man auch Ratenzahlungen anbieten. Kundenberatungen übernehmen die Coboc-Mitarbeiter per Chat oder Videokonferenz. Überdies soll die durch die Absage zahlreicher Messen freigewordene Testflotte für Probefahrten von Kaufinteressierten genutzt werden.

27. März: Bund Deutscher Radfahrer empfiehlt Vereinen Bundesfördermittel in Anspruch zu nehmen

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stützung der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen, schließe auch Sportvereine und Landesverbände mit ein, so der BDR. In einem auf Facebook veröffentlichten Statement empfiehlt der Bundesverband, betroffenen Vereinen, möglichst schnell Ansprüche auf Fördermittel zu melden.

27. März: Fahrradakademie entwickelt Webinare

Die Fahrradakademie des Deutschen Instituts für Urbanistik entwickelt Online-Formate, um ihren Bildungsauftrag in Corona-Zeiten weiterzuführen. Mit Ausnahme der Webinare werden bis zu Sommer keine anderen Veranstaltungen durchgeführt.

26. März: Riese & Müller mit Video-Beratung online

Beim E-Bike-Hersteller Riese & Müller hat man festgestellt, "dass veränderte Zeiten auch verändertes Denken und Handeln erfordern." Deswegen hat man kurzerhand ein Studio am Firmensitz aufgebaut und streamt Beratungen jetzt regelmäßig auf die Facebook-Seite von R&M. Kunden und Kaufinteressierte können im Vorfeld oder während der Sendung Fragen zu den Produkten stellen, die dann Live beantwortet werden.

26. März: Quo vadis, Fahrradbranche?

Deutschland fährt runter – die Fahrradindustrie teilweise auch. Das Branchenportal Velobiz hat bei den Unternehmen nachgefragt. Hier folgt die aktuelle Lage am 26. März.
Flyer hat seinen Showroom Huttwil geschlossen. Viele Mitarbeiter haben ins Homeoffice gewechselt. Am Standort in Huttwil wird zum Schutz der Mitarbeiter zeitversetzt in zwei Teams gearbeitet.
Daniel Gareus von Cosmic Sports berichtet, dass viele Lieferanten in Europa und den USA im Notmodus arbeiten. Asien solle langsam wieder zur Normalität zurückkehren. Bestellungen müssten zeitlich nach hinten geschoben werden. Bei Cosmic Sport beobachte man die Situation genau, um Anpassung permanent vornehmen zu können.
Bei Paul Lange (u.a. Shimano) seien viele Mitarbeiter ebenfalls ins Homeoffice gewechselt. Die Liefersituation sei "einigermaßen der Normalzustand". Im Lager habe man auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt.
Die Merida Centurion Germany GmbH profitiere noch von einem guten Lagerbestand im Bike- und Teilebereich. Lieferungen an Händler würden, so weit es geht, ausgeführt werden. Die Reisetätigkeit wurde vollständig eingestellt. Alle Events bis Juli wurden abgesagt oder verschoben.
Sport Import verspricht „maximalen Einsatz und Lieferfähigkeit". Bestellte Ware, so berichtet Velobiz, werde von Sport Import ins Lager genommen.
Hermann Hartje KG: Gegenüber Velobiz erklärte Unternehmenssprecher Tristan Zerdick folgendes: "Als Fahrradgroßhändler halten wir unsere Liefertätigkeit im Fahrradteilebereich aufrecht, damit Fahrradwerkstätten bei Reparaturen umgehend helfen können." Man begrüße bei Hartje ausdrücklich die Regelung der Bundesregierung, den Betrieb von Fahrradwerkstätten aufrecht zu erhalten.
Auch bei RTI Sports habe man auf Schichtdienst gewechselt. Kunden können Aufträge schieben oder vorziehen – so wie flexible Lösung bei RTI Sports.
Sram unterstützt den Fachhandel durch direkte Supporthilfe am Endkunden durch das Sram-Service-Team. Allerdings sei es nicht möglich, Produkte nach Schweinfurt zu Sram zu schicken.
Bei Giant wurde komplett auf Homeoffice umgestellt. Händler würden wöchentlich bedient. Es bestehe für Händler unverändert die Möglichkeit, die Planungsorder zu verschieben.

26. März: Berlin erweitert Radwege provisorisch

In Berlin-Kreuzberg wurden diese Woche Auto-Fahrspuren mit Baken, Piktogrammen und gelben Linien zu Radwegen umdeklariert. Das übliche Verfahren wurde extrem beschleunigt, da der Autoverkehr im Zuge der Coronakrise abgenommen hat und es für die vergrößerte Anzahl Radfahrer auf diesen Straßen keinen Platz gab.

25. März: Fridays-for-Future-Schüler beliefern in Hildesheim per Lastenrad

In Hildesheim hat sich eine Initiative entwickelt, die hilfsbedürftige Personen per Lastenrad mit Lebensmitteln versorgt. Drei Lastenräder von "Hilde" werden von Schülern der Fridays-for-Future-Bewegung dafür genutzt. Weitere zwei Rädern werden für den Bring-Dienst eines Cafés genutzt.

25. März: Fahrrad-Lobby kämpft für offene Radläden

Der Zweirad-Industie-Verband (ZIV) begrüßt das Rettungspaket der Bundesregierung zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Der Verband merkt allerdings an: "Eine Lücke besteht für kleine Unternehmen und Mittelständler mit mehr als zehn Beschäftigten. Sie haben keinen Anspruch auf die Zuschüsse, sondern nur auf Kredite. Dies betrifft auch viele mittelständische Unternehmen in der Fahrradbranche." Genau wie der ZIV freuen sich auch der Fahrradriese ZEG und der Hamburger Radhersteller Stevens, dass die Werkstätten geöffnet bleiben. Die stelle, so die einhellige Meinung, einen wichtigen Beitrag zur Mobilität in Krisenzeiten dar.

25. März: Tour de France soll stattfinden – mit Einschränkungen

Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in Tokio wurden verschoben. Die Tour de France 2020 hingegen soll stattfinden. Die Organisatoren halten laut Medienberichten am Starttermin 27. Juni fest. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie arbeitet man an einem Konzept, welches mit Einschränkungen für Zuschauer und Öffentlichkeit funktionieren soll.

24. März: Bekleidungshersteller helfen mit Schutzkleidung

Der deutsche Radbekleidungs-Hersteller Biehler nutzt sein Produktionskapazitäten, um Schutzmasken für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Supermärke herzustellen. Santini aus Norditalien und Maloja engagieren sich in ähnlicher Weise.

24. März: Verkehr in den Städten verändert sich weltweit

Nicht nur Bogotá wandelt Autospuren in Fahrradstreifen um: Auch Mexiko City plant, 130 Kilometer Straße teilweise in Radspuren umzudeklarieren. Die US-Großsstadt Philadelphia hat jüngst eine große Straße für Autos gesperrt und für Radfahrer freigegeben. Zuvor stieg das Fahrrad-Aufkommen auf dem benachbarten Radweg um 471 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Weitere beeindruckende Zahlen: In New York ist die Nutzung der städtischen Leihräder in diesem Monat um 67 Prozent gestiegen, in Chicago nutzen jetzt mehr als doppelt so viele Menschen das Bike Sharing wie zuvor. Auch Zahlen von Leihradanbietern aus China zeigen, dass die Menschen häufiger auf das Fahrrad steigen und die Touren im Durchschnitt länger werden.

24. März: Orbea ruft zu Indoor-Sport-Challenge auf

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen ruft der spanische Fahrradhersteller Orbea zu Training in den eigenen vier Wänden auf: Im Zuge der #orbea500challenge sollen Radsportler 500 Kilometer auf dem Rollentrainer abspulen. Auch andere Sportarten sind erlaubt: 500 Minuten Yoga, auf dem Laufband oder Fitnesstraining.
Indoortrainer

Wer schafft in der Heimisolation 500 Kilometer auf dem Indoortrainer?

23. März: Fahrradwerkstätten bleiben geöffnet

Der Einzelhandel ist zurzeit geschlossen, Fahrradwerkstätten dürfen jedoch den Betrieb aufrecht erhalten. Die Mobilität für Radfahrer in Deutschland ist vorerst nicht gefährdet. Eine umfangreiche Übersicht, welche Regeln in den einzelnen Bundesländern gelten, finden Sie hier.

23. März: Velobiz informiert die Radbranche kostenlos

Das Branchenportal Velobiz möchte dazu beitragen, "dass alle Marktteilnehmer in den kommenden Wochen und vielleicht Monaten die bestmöglichen branchenrelevanten Informationen erhalten." Deswege gibt es den Zugang zum Fachportal in den nächsten 120 Tagen kostenlos. Den Freischaltcode "zusammenhalten" kann man unter www.velobiz.de/corona-aktion einlösen.

20. März: Radsport in Österreich unter Auflagen gestattet

Die Österreicher müssen zu Hause bleiben. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler stellte jetzt klar, dass man Radsport betreiben darf – unter folgenden Voraussetzungen:
  • Gruppenfahrten sind nur mit Menschen gestattet, mit denen man selbst zusammenlebt
  • mehrstündige Einzelfahrten und Mountainbiketouren in abgelegene Gegenden sind zu unterlassen. Das Unfallrisiko ist zu hoch
  • die Intensität sollte niedrig sein, zu hohe körperliche Belastung kann das Immunsystem schwächen
  • ÖPNV-Fahrten zu einem geeigneten Startpunkt sind nicht erlaubt

20. März: VanMoof meldet "rasanten Anstieg der Verkaufszahlen"

Das perfekte "Social Distancing"-Fortbewegungsmittel: Laut VanMoof ist die Nachfrage nach Fahrrädern in den letzten Wochen stark angestiegen. Das niederländische Unternehmen meldet ein Plus von 48 % Prozent gegenüber dem Vorjahr (seit Anfang Februar). Zwischenzeitlich wurden 200 E-Bikes in 24 Stunden verkauft. Die Website vanmoof.com verzeichnete bis zu 80 % mehr Zugriffe.
VanMoof-Bike

Auf dem Rad hält man genügend Abstand zu anderen Menschen und ist trotzdem in Bewegung und an der frischen Luft.

19. März: Italien ist seit etwa einer Woche auf Fahrrad-Entzug

Italiens Radfahrer müssen seit etwa einer Woche in ihrer Freizeit aufs Radfahren verzichten. Zwar heißt es auf der Website der italienischen Regierung, dass sportliche Beschäftigungen wie das Radfahren erlaubt sind, doch die Realität sehe inzwischen anders aus. Die Wohnung darf nur noch in absolut notwendigen Fällen verlassen werde. Das Mitführen einer Selbstauskunft ist hierbei Pflicht – und dieses Formular sieht keine sportlichen Aktivitäten vor. Zwar ist den Radsport-Profis das Training draußen noch erlaubt, da es sich um deren Arbeit handelt, dennoch wird dies von den wenigstens wahrgenommen. Stattdessen wird auf Indoor-Training gesetzt.

19. März: Werkzeugspezialist Unior richtet mobile Fahrradwerkstatt ein

Der Werkzeugspezialist Unior hilft Fahrradherstellern bei der Einrichtung von mobilen Fahrradwerkstätten. Dabei kooperiert Unior mit Aluca, einem Spezialisten für leichte Aufbewahrungslösungen aus Aluminium aus Deutschland sowie dem slowenischen Anbieter Špan Mobility Center, der seine Expertise im Bereich mobile Werkstätten einbringt.

19. März: Santini produziert jetzt Schutzmasken statt Radbekleidung

Das italienischen Unternehmen Santini, bekannt für Straßenrad-Bekleidung, nutzt seine Fertigungskapazitäten, um dringend benötigte Atemschutzmasken zu produzieren. Man habe bereits einen Prototypen zur Freigabe an der Technischen Universität Mailand. Sobald diese erfolgt, könne Santini bis zu 10.000 Masken am Tag herstellen.

19. März: BUND fordert Tempolimit und temporäre Radstraßen

Der BUND hat sich für eine sofortige Beschränkung des Tempos auf 30 Stundenkilometer innerorts ausgesprochen: "Um die Krankenhäuser und vor allem deren Intensivstationen zu entlasten, sollte zur Vermeidung schwerer Verkehrsunfälle auch die Geschwindigkeit auf Autobahnen und Bundesstraßen reduziert werden." Zugleich sollten Städte prüfen, "ob sie in der jetzigen Situation auf mehrspurigen Straßen eine Spur für Zweiräder reservieren. Mit mehr und sicherem Radverkehr schaffen wir beides: in Zeiten von Corona gut mobil sein und die Empfehlungen zum Social Distancing zu befolgen."

19. März: ADFC sieht Krise auch als Chance für den Radverkehr

Aufgrund des geringen Infektionsrisikos und der körperlichen Bewegung wird Radfahren zurzeit als die sicherere Alternative zu Auto und ÖPNV empfohlen. Der Fahrradclub ADFC sieht in der Coronakrise deswegen auch eine Chance für den Radverkehr: "Es es wird in diesen Tagen schmerzlich bewusst, wie sehr das Radfahren systemrelevant für ein resilientes, also krisenfestes Verkehrssystem ist – und wie wenig unsere Radwege und unser Verkehrsklima auf starken Radverkehr eingestellt sind. Wir wünschen uns, dass nach der Corona-Welle die Bedeutung des Radverkehrs vor dem Hintergrund des Katastrophenschutzes noch einmal neu diskutiert wird."

18. März: Pexco schaltet auf Notbetrieb

Auch der Fahrradbranche stehen schwere Zeiten bevor. Der Schweinfurter Fahrradanbieter Pexco (Husqvarna, R Raymon) ergreift erste Konsequenzen. Das Gros der Mitarbeiter wurde ins Home Office geschickt, der Rest gewährleiste die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Kurzarbeit sei nicht ausgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Zunächst versuche man jedoch über Resturlaub und Überstundenabbau der Lage Herr zu werden

18. März: Berlin: Nextbike-Leihräder 30 Minuten kostenlos

Bis zum 19. April bietet "Deezer Nextbiker" seine Leihräder die ersten 30 Minuten kostenlos an, vorausgesetzt dass die Räder an einer Nextbike-Station abgestellt werden. Das gilt für mehrere Ausleihen täglich. Der Fahrradvermieter wird hierbei finanziell vom Berliner Senat unterstützt. Hintergrund: Um das Infektrisiko mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 zu verringern, empfehlen Virologen Bewohnern in Großstädten, mit dem Rad zu fahren anstelle der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

18. März: Radfahren kann vor Infektion schützen

In einer Meldung berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" über die Vorteile des Radfahrens in Zeiten der Corona-Krise. Der Artikel greift eine Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn auf, nach der "jeder im Sinne des 'social distancing' überlegen solle, ob er einen Weg zu Fuß oder im Sattel zurücklegen könne, statt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen." Die Chance, sich beim Radeln anzustecken, solle gegen Null gehen, wird ein Wissenschaftler zitiert. Überdies soll beim Radeln die Lunge besser durchblutet und gereinigt werden, wodurch es Viren schwerer haben sollen, das Organ zu infizieren.

17. März: Bogotá schafft neue Radwege

Da die Ansteckungsgefahr in den öffentlichen Verkehrsmitteln besonders hoch ist, soll in Kolumbiens Hauptstadt die Auslastung von ebendiesen verringert werden. Deshalb wurde am Vortag die temporäre Einrichtung von Radwegen mit insgesamt 22 Kilometern Länge getestet. Da diese gut angenommen wurden, sollen heute 117 weitere Kilometer entstehen. Diese gelten als Ergänzung zu den bereits bestehenden 550 Kilometern Radweg.

17. März: Fahrradverbände fordern offene Radwerkstätten

Das Fahrrad ist in den kommenden Wochen eins der wichtigsten Verkehrsmittel. Deshalb fordert die Fahrradwirtschaft in einem gemeinsamen Statement, dass Werkstätten geöffnet bleiben: „Millionen Menschen werden dem Rat von Gesundheitsminister Spahn folgen und in den nächsten Wochen ihr Fahrrad statt Bus und Bahn nutzen. Das ist genau richtig so! Manche tun es bereits, andere werden ihr Rad aus dem Keller holen und es reparieren müssen. Es wird nicht nur deshalb einen hohen Bedarf in Fahrradwerkstätten geben.“

16. März: Canyon schließt Showroom

Der Radversender Canyon hat seinen Showroom gestoppt und den technischen Service am Firmensitz in Koblenz eingestellt. Canyon-Besitzer können ihr Rad indes wie gewohnt zum Service verschicken. Auch die Auftragsabwicklung von Bestellungen sei nicht betroffen.

16. März: Spanien untersagt Fahrradfahren

Laut einem Bericht von cycling.today gilt die Ausgangssperre in Spanien auch für Freizeitradler und Sportler. Der Grund ist laut den spanischen Behörden nicht, dass sich Radfahrer untereinander infizieren könnten. Vielmehr sei das Risiko zu groß, dass Radsportler bei Unfällen das strapazierte Gesundheitssystem belasten.

16. März: VELOBerlin abgesagt

Die vom 18. bis 19. April geplante Fahrradmesse VELOBerlin wird abgesagt. Der Veranstalter gab hierzu bekannt: "Auch wenn wir dies befürchtet haben und diese Entscheidung nachvollziehbar ist, so ist sie doch erschütternd und macht uns unglaublich traurig. Nach den zurückliegenden sehr erfolgreichen VELOBerlin Jahren am Flughafen Tempelhof waren wir auf dem besten Weg zur bisher größten und vielfältigsten VELOBerlin."