E-Bike-Studie von Shimano

Shimano-Studie: Wie Klima und Corona die E-Bike-Nutzung verändern

Shimano hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov 14.000 Menschen aus zwölf europäischen Ländern zu ihrem E-Bike-Nutzungsverhalten befragt. Die Auswertung zeigt: Die Corona-Pandemie hat dem Elektro-Fahrrad zusätzlich Rückenwind verschafft.

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E-Bike-Fahren wird beliebter – das zeigt eine von Shimano beauftrage Studie mit 14.000 Befragten.

Laut des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) lag der E-Bike-Anteil am Gesamtmarkt im vergangenen Jahr bei 38,7 Prozent – Tendenz steigend. Nicht nur die Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren stark gestiegen, auch das allgemeine Interesse an motorisierten Fahrrädern wächst weiter an: 27 Prozent der Europäer gaben an, derzeit ein größeres Interesse am Kauf oder der Nutzung eines E-Bikes zu haben als im Zeitraum vor der Corona-Pandemie. Das geht aus einer Befragung von 14.000 Menschen in zwölf europäischen Ländern hervor. Die E-Bike-Studie wurde von Shimano in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov umgesetzt.

Klimawandel: Alternative zum Auto

Die Auswertung zeigt: Auch der Klimawandel nimmt auf das E-Bike-Nutzungsverhalten einen erheblichen Einfluss. Gerade in den letzten Jahren wurden negative Einflüsse auf die Umwelt medial ausführlich beleuchtet – nicht ohne Folgen. Im Vergleich zu 2019 geben 38 Prozent der Befragten an, ein gesteigertes Interesse an der Anschaffung und Nutzung eines E-Bikes als Alternative zum Auto entwickelt zu haben. 29 Prozent gaben indes am, mit der E-Bike-Nutzung einen Beitrag zu Reduzierung der Umweltbelastung leisten zu wollen.

Pedelec-Treiber: Corona-Pandemie

Neben des Klimawandels hat auch die Corona-Pandemie Einfluss aufs Nutzungsverhalten. In Ländern wie Italien, Schweden und Spanien gab im Schnitt jeder Zweite an, sein E-Bike-Nutzungsverhalten während der Pandemie verändert zu haben. Gerade der Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel und die damit einhergehende Reduzierung der Ansteckungsgefahr ist für die Befragten von Bedeutung. 39 Prozent der Befragten gaben an, das E-Bike aus diesem Grund Bus und Bahn vorzuziehen. Weitere Gründe sind der Wunsch nach täglicher Bewegung (31 Prozent), Stärkung der Gesundheit (29 Prozent) und Zeitersparnis (22 Prozent).

Gründe gegen das E-Bike

Die Shimano-Studie hat nicht nur nach dem Nutzungsverhalten von E-Bike-Piloten gefragt, sondern auch nach Beweggründen, die gegen ein motorisiertes Fahrrad sprechen. 54 Prozent gaben an, dass sie der hohe Preis abschrecke. Auch Sicherheitsbedenken im Verkehr (24 Prozent) und fehlende Informationen (19 Prozent) wurden genannt als Ausscheidungskriterien.