Zentrale Einkaufs-Genossenschaft

Millionenstrafe für Fahrrad-Großhändler

Illegale Preisbindung auf dem deutschen Fahrradmarkt: Die Zentrale Einkaufs-Genossenschaft (ZEG) hat ihren Händlern unzulässige Preisvorgaben gemacht. Der Branchenriese aus Köln hat die Strafe bereits akzeptiert

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Kartellstrafe für die ZEG. (Symbolbild: www.pd-f.de / brose-ebike)

Insgesamt 13,4 Millionen Euro muss die ZEG Strafe an das Bundeskartellamt zahlen. Der Tatbestand: vertikale Preisbindung. Die Zentrale Einkaufs-Genossenschaft hatte ihren selbstständigen Händlern Mindestpreisvorgaben für bestimmte Fahrradmodelle gemacht, so das Bundeskartellamt. Der Preiswettbewerb zwischen den Händlern sei so zum Nachteil der Endkunden behindert worden. Konkret hat die ZEG 47 Einzelhändlern unzulässige Preisvorgaben gemacht.

Kartellamt ermittelt gegen ZEG

Interessant: Der Hinweis kam aus Händlerkreisen, wie es in einer offiziellen Mitteilung des Bundeskartellamts heißt. Gegen die beteiligten Fahrradhändler wurde wegen ihrer „nachrangigen Rolle“ kein Verfahren eingeleitet. Dies könne, so spekuliert das Branchenportal Velobiz.de, auch ein Ergebnis des Vergleichs sein, mit dem das Verfahren gegen die ZEG endete.