Unfallstatistik 2019

Weniger Verkehrstote insgesamt, mehr getötete Radfahrer

Seit Jahren geht die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten deutschlandweit zurück. Die Zahl der getöteten Fahrrad- und E-Bikefahrer steigt jedoch.

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Radfahrer im Dunkel

Radfahrer leben gefährlich, Sicherheitsausrüstung ist unabdingbar.

Der Straßenverkehr in Deutschland fordert Menschenleben: 3.059 Menschen kamen 2019 ums Leben, meldet das Statistische Bundesamt. Immerhin, ein Rückgang von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Verletzten ist rückläufig: 384.000 Menschen wurden verletzt, ein Rückgang von 3 Prozent. Der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren.

Mehr getötete Radfahrer im deutschen Straßenverkehr 2019

Deutlich gesunken sind die Zahlen der getöteten Motorrad- und Mopedfahrer (-15,1 % / -105 Getötete), auch bei den Lkw-Fahrer (-14,2 % / -23 Getötete ) und den Fußgängern (-6,9 % / -27 Getötete) starben weniger Menschen als im Vorjahr.
Schlechte Nachrichten gibt es aus der Gruppe der Radfahrer: 426 Tote waren im Jahr 2019 zu beklagen, fünf mehr als 2018. Besonders stark ist die Zahl der getöteten Pedelec-Fahrer gestiegen: ein Plus von 32,6 % beziehungsweise 28 Getötete.

Verkehrsclub fordert Tempolimit

Für den ökologischen Verkehrsclub VCD ist jeder Tote einer zu viel: „Dass tausende Menschen jedes Jahr auf unseren Straßen sterben und hunderttausende verletzt werden, dürfen wir nicht verdrängen oder als gottgegeben hinnehmen. Solche Zahlen würden in keinem anderen Bereich akzeptiert werden“, sagt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD. Die Organisation fordert ein Tempolimit von 30 Stundenkilometer innerorts sowie 80 km/h auf Landstraßen und 120 Stundenkilometer auf Autobahnen. Nur so könne man das von der Politik ausgerufene Ziel der Vision Zero (Null Verkehrstote) in Zukunft erreichen.