Radfahren im Winter

Beheizte Handschuhe von Sealskinz im Test

Kalte Hände vermiesen im Winter den Spaß am Radfahren. Mit beheizten Handschuhen bleiben die Finger warm. Lohnt sich die Investition von 180 Euro?

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Sealskins Heated Cycling Gloves

Die Heated Cycling Gloves von Sealskinz können in drei Stufen heizen. (Foto: S. Heinrichs)

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

180 Euro verlangt Sealskinz für die beheizten Handschuhe. Für alle, die im Winter auch bei zweistelligen Minus-Temperaturen durchfahren, sind diese Handschuhe interessant. Wer gelegentlich im Winter fährt, bekommt schon für weniger als die Hälfte des Preises ausreichend gute Handschuhe.

Pro

  • wasser- und winddicht
  • auch ohne Heizung warm
  • Akkus stören nicht
  • Heizleistung ausreichend

Kontra

  • kein Schnäppchen
  • Akkulaufzeit
Die Hände sind der Kälte beim Radfahren im Winter am stärksten ausgesetzt. Sie sind nicht in Bewegung und dem kalten Fahrtwind daher schonungslos ausgeliefert. Das ist nicht nur unangenehm bis schmerzhaft, sondern auch gefährlich: Wer mit eingefrorenen Händen die Bremsen nicht ziehen kann, fährt gefährlich. Schon bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius sollten es gute Handschuhe sein. Einfache Modelle aus Baumwolle halten die Kälte nicht von den Fingern fern.

Heizende Handschuhe von Sealskinz fürs Radfahren im Winter

Die dicken Heated Cycling Gloves von Sealskinz halten die Finger nicht nur mit Primaloft passiv warm und sind wasser- und winddicht. Sie verfügen über Heizelemente am Handrücken, die sich in drei Stufen anschalten lassen. Auf der Innenseite an den Handgelenken befinden sich herausnehmbare Akkus, die sich über einen USB-Anschluss aufladen lassen. Die Bedienung erfolgt einfach über einen Knopf am Handrücken: Beim ersten Drücken wird Stufe drei, aktiviert, jeder weitere regelt eine Stufe herunter – genau wie bei der Sitzheizung im Auto.

Des Radfahrers "Sitzheizung"

Genau wie die Sitzheizung wurden die beheizten Handschuhe im Test an kalten Wintertagen schnell zu einem unverzichtbaren Ausrüstungsgegenstand. Nach unserem Empfinden kann man die Handschuhe ohne Heizung ab 5 Grad und weniger anziehen. Die Handschuhe wärmen auch passiv schon richtig gut. Ab weniger als Grad haben wir die Heizung angemacht. Selbst auf der höchsten Stufe wird es nicht glühend heiß, sondern nur warm. Aber die Leistung geht in Ordnung, Hauptsache, die Finger frieren nicht. Die Heizwirkung spürt man am deutlichsten am Handrücken. Zwar wirbt Sealskinz damit, dass auch die Finger beheizt sind, das ist allerdings kaum spürbar.
Sealskins Handschuhe Akkus

Die Akkus lassen sich herausnehmen und per USB aufladen. Sie halten auf höchster Stufe ungefähr eine Stunde. (Foto: S. Heinrichs)

Wo viel geheizt wird, wird auch viel Energie verbraucht. Die Akkus sind verhältnismäßig schwer, aber so gut platziert, dass man sie kaum spürt. Die Laufzeit geht in Ordnung, ist aber nicht überragend. Wer mehr als eine Stunde fährt, sollte lieber auf Stufe 1 oder 2 fahren. Pendler, die zweimal am Tag fahren, sollten zwischen den Fahrten aufladen.