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Klickschuh Bontrager Foray im Test

Robust genug für alle Offroad-Abenteuer: Wir haben den Foray von Bontrager im Gelände getestet.

Datum:
Bontrager Foray

Der MTB-Klickschuh Foray von Bontrager passt auch farblich ins Gelände.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Foray leistet sich nur wenige Schwächen. Für die meisten Offroad-Anwendungen braucht man unseres Erachtens keinen Boa-Verschluss, die bewährten Klett-Laschen tun es ebenso gut. Bei der weiten Passform gilt: ausprobieren.

Pro

  • griffige Sohle
  • robuste Konstruktion
  • Einstellbarkeit
  • bequemes Innenmaterial
  • Sohlensteifigkeit

Kontra

  • Dreck könnte sich an der Sohle sammeln
  • Boa-Verschluss kein Must-have

Bontrager Foray

Ein guter Mountainbike-Klickschuh muss die Vorteile eines Radschuhs und eines Trekkingschuhs in sich vereinen: Die Trittfläche muss fest genug sein, damit die Kraftübertragung auf dem Rad funktioniert. Gleichzeitig muss man in den Schuhen sicher auf Wanderwegen und Trails laufen können, wenn man auf zwei Rädern mal nicht weiterkommt. Dafür sollte die Sohle – trotz eingearbeiteter Cleats – schön griffig sein. Klar auch, dass die Passform stimmen muss, besonders wenn es auf längere Radabenteuer geht.

Bontrager Foray: ein vielseitiger Offroad-Radschuh

Der Equipment- und Komponentenhersteller Bontrager (gehört zur Fahrradmarke Trek), beschreibt den Klickschuh Foray (engl. Streifzug) mit dem Adjektiv robust. Dazu passt auch die olivgrüne Farbgebung mit den orangen Akzenten, wenngleich der Schuh auch in Knallgelb und Schwarz erhältlich ist. Obwohl der Foray für Abenteuer ausgelegt ist, wasserdicht ist er nicht. Zwar landen Dreck und Spritzwasser nicht direkt am Fuß, tieferen Pfützen oder Regen widersteht der Schuh jedoch nicht. Mit 359 Gramm (Größe EU 43) ist dieses Modell nicht außergewöhnlich leicht, dafür verfügt es über eine Verstärkung im Zehenbereich und eine großzügige Gummisohle. Bontrager hat die Passform bewusst etwas großzügiger gestaltet, dessen sollte man sich bei Kauf bewusst sein. Auf langen Mehrtagestouren könnte dies indes zum Vorteil werden, wenn strapazierte Füße sich über etwas mehr Platz im Schuh freuen.

Die Sohle ist gut profiliert, das führt allerdings auch dazu, dass sich in den Zwischenräumen Dreck sammelt. Getestet haben wir mit Klickpedalen und Cleats von Speedplay.

Ein interessantes Feature ist die Kombination aus Klett- und Boa-Drehverschluss. Damit kann der Foray sehr präzise eingestellt werden. Ob das ein wirklicher Mehrwert gegen über Klickschuhen nur mit Klettverschluss ist, muss man allerdings ausprobieren. In der Sohle ist Platz für Zwei-Loch-Cleats wie Shimanos beliebtes SPD-System oder die Äquivalente von Crankbrothers, Speedplay oder Look.

Das Boa-System erlaubt präzise Einstellung des Schuhs, wenn die Einstellzüge unterwegs reißen, hat man allerdings ein Problem.

Im Praxistest leistete sich der Foray keine Schwächen: Der Boa-Drehverschluss lässt sich mit etwas Übung problemlos bedienen, sogar während der Fahrt. Einmal eingestellt muss man die Klett-Lasche nicht mehr anfassen. Der Hersteller gibt für die Sohle einen mittleren Steifigkeitsindex an und trifft die Sache unseres Erachtens damit sehr gut auf den Punkt: Auch beim sportlichen Fahren und kurzen Antritten im Gelände bringt man stets Druck aufs Pedal. Gleichzeitig kann man sich zu Fuß noch gut bewegen.
Technische Daten
  • Preis: 139,99 Euro
  • Geschlecht: unisex
  • Größen: 36 bis 49
  • Klicksystem: Zwei-Loch-Cleats / SPD
  • Gewicht: 359 Gramm (gemessen bei Gr. 43 ohne Cleats)

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Bontrager Foray