Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Technik-Trainingskurse für E-Mountainbiker

Ein E-Mountainbike ist ein tolles Sportgerät, das auch MTB-Neulingen viel Naturerlebnis bietet. Wer neu ist oder seine Skills verbessern möchte, sollte sich bei einem Techniktraining Tipps vom Experten holen. Wir haben Trainer Matthias Faber gefragt, für wen solche Kurse geeignet sind und welche Inhalte vermittelt werden.

Datum:
E_MTB_Techniktraining

Sicherheit und Spaß auf dem Trail: Nach einem Techniktraining holen Einsteiger mehr aus ihrem E-MTB heraus. Trainer Matthias Faber macht's vor.

Matthias Faber, warum muss man E-Mountainbike-Fahren überhaupt lernen?
Grundsätzlich ist für jeden E-Mountainbike-Fahrer ratsam, ein Techniktraining zu absolvieren. Dabei geht es in erster Linie darum, sich selbst vor Unfällen und Verletzungen zu schützen. Beim E-MTB-Fahren sind die Bewegungsabläufe anders. Das liegt vor allem an dem deutlich höheren Systemgewicht. Hier setzt das E-MTB-Techniktraining an. Die Idee: Bekannte Bewegungen verändern und auf das E-MTB anpassen. Ein Techniktraining vermittelt auch Inhalte, wie Rechte und Pflichten, Umgang mit der Natur und Respekt vor anderen Waldbenutzern.
Inwieweit unterscheiden sich MTB- und E-MTB-Fahren?
Beim E-MTB muss aus höherer Durchschnittsgeschwindigkeit ein größeres Gesamtgewicht abgebremst werden. Schon einfache Bewegung auf und mit dem E-MTB erfordern größere und kräftigere Bewegungsimpulse.
Weiterhin erschließt das E-MTB neue Bewegungsräume: Ich spreche da immer vom MTB-Fahren 2.0. Man erfährt das Gelände ganz anders, so rücken zum Beispiel Bergauf-Passagen, welche mit einem analogen Rad als unfahrbar bezeichnet werden, in den Fokus. Dafür braucht man die richtige Technik. Zusätzlich liegt das E-MTB satter auf dem Trail, was dem Fahrer mehr Sicherheit bietet. Darauf gehe ich in meinen Kursen explizit ein.
Anmerkung: Kürzlich habe ich keine Umfrage zu den Unterschieden zwischen Mountainbike und E-Mountainbike gemacht. Dabei ist für mich rausgekommen, dass zum Beispiel das Springen mit E-MTBs etwas leichter geht, da die Masse insgesamt mehr Ruhe verleiht und es mehr verzeiht. Man kommt dank der Motorunterstützung leichter auf die nötige Absprunggeschwindigkeit.

Galerie: 5 vollgefederte E-Mountainbikes im Test

Brauche ich für den Kurs Vorkenntnisse?
Nein, natürlich nicht. Man sollte Radfahren können und Spaß an der Bewegung in der Natur haben.
Welche Ausrüstung muss ich mitbringen?
Grundsätzlich natürlich einen Helm, sportliche bequeme Bekleidung und Schuhe. Dabei ist der Ausrüstung nach oben keine Grenze gesetzt.
Welche Kursinhalte gibt es?
Ich unterscheide Einsteigerkurse, Fortgeschrittenen-Kurse und spezielle Workshops.
In den Einsteigerkursen stellen wir das Set-up des Bikes optimal auf die Teilnehmer ein: Luftdruck, Federung, Cockpit, Sitzposition. Dann wird aus der Fahrgrundposition das Bremsen, das Kurvenfahren und Vorderrad beziehungsweise Hinterrad anheben gelernt. Abschluss bildet der Bunnyhop (beide Räder heben gleichzeitig vom Boden ab). Diese Techniken, werden auf normalen Waldböden ohne Hindernisse vermittelt.
Im Fortgeschrittenen-Kurs, baue ich auf dem Bunny Hop auf: Kurvenfahren, Uphill- und Downhillfahren; alles auf entsprechenden Waldböden, Trails mit Steinen und Wurzeln. Dazu vermittle ich die Grundzüge der optimalen Linienwahl im Trail, ebenso das Grundwerkzeug, um kleine Drops und Sprünge zu bewältigen.
In den speziellen Workshops gehe ich dann auf Themen ein wie Springen, Überwinden von Kanten im Uphill und Downhill, Wheelie-Bunny-Hop, Trail-Kurse sowie das Überfahren von Steinen und Wurzeln.
Eriderz von Mathias Faber bietet nicht E-Mountainbike-Kurse an, sondern auch Verkehrs-Sicherheitstraining für E-Bike-Fahrer im Alltag: www.eriderz.com