8 Radjacken: wasserdicht und atmungsaktiv

Fahrradjacken gegen Wind und Regen – Vergleichstest

Moderne Materialien für Regenbekleidung garantieren auch im Starkregen Spaß beim Radeln. Sind Radjacken zudem gut geschnitten und mit Reflektoren bestückt, kommen Sie sicher durch jedes Schmuddelwetter. Wir haben 8 Modelle getestet.

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Klatschnass war gestern! Mit einer guten Regenjacke trotzen Sie jedem Wolkenbruch. Foto: www.pd-f.de / Mathias Kutt

Sie kennen das, es ist eines der häufigsten Argumente gegen das Fahrradfahren: Heute könnte es noch regnen. Klar, wenn es schüttet, möchte man nicht ungeschützt draußen sein. Gute Regenbekleidung ist die Lösung. Sie muss einiges leisten. Aber sie eröffnet eben auch die Möglichkeit, bei jedem Wetter die Vorzüge des Radfahrens zu genießen. Es könnte regnen. Na und?

Galerie: 8 Radjacken im Vergleichstest

Wichtig bei Regenbekleidung: atmungsaktiv und winddicht

Eins ist klar: Regenbekleidung muss wasserdicht sein, das heißt, dass über die Oberfläche und an den Öffnungen kein Wasser eindringen darf. Eine wasserdichte Konstruktion an sich ist einfach, das beweisen die sogenannten Notfallponchos für Radfahrer, die im Prinzip nur Plastiksäcke mit Ärmeln sind. Wer schon einmal einen solchen Poncho an - hatte, weiß, was passiert, wenn man länger als ein paar Minuten damit fährt: man schwitzt. Eine gute Regenjacke muss also atmungsaktiv sein. Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit, eigentlich ein Widerspruch – das Wasser von draußen darf nicht eindringen, und die Feuchtigkeit von drinnen muss abtransportiert werden, damit sie sich nicht am Körper staut. Gute Regenjacken können das. Und zwar mittels einer speziellen Membran, welche sich zunutze macht, dass die Moleküle von Wasserdampf, also Schweiß, viel kleiner sind als Wassermoleküle. Die Öffnungen dieser Membran sind so groß, dass Wasserdampfmoleküle hindurchkönnen, flüssiges Regenwasser jedoch draußen bleibt.

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Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Diese Radjacken für Herbst und Winter halten warm, weisen Wind und Wasser ab und gewährleisten dank Reflektoren, dass Radler im Straßenverkehr gesehen werden. Unsere Empfehlung: Wenn Sie täglich oder mehrmals pro Woche aufs Fahrrad steigen, investieren Sie in eine hochwertige Fahrradjacke.

Gore-Tex: wasser- und winddichte Membran

Am bekanntesten ist das Material von Gore-Tex, das in vielen Modellen verbaut ist, es gibt jedoch auch Alternativen von anderen Marken. Die Membran ist bei Regenjacken in der Regel unsichtbar zwischen dem Obermaterial und dem Material an der Innenseite eingeschlossen. Bei einigen Jacken lässt sich die Atmungsaktivität über Reißverschlüsse unter den Achseln regulieren. Wasserdichtes Material nützt indes wenig, wenn Regen am Hals und an den Ärmeln eindringt. Dar um sollte die Jacke an diesen Stellen gut abschließen. Die Nähte, der Bereich um die Taschen und die Reißverschlüsse, müssen ebenfalls wasserundurchlässig sein. Thema Kapuzen. Die Entwickler stehen bei den Kopfbedeckungen vor der Herausforderung, dass diese unter den Helm passen und sich beim Schulterblick im Straßenverkehr mitdrehen müssen.

Übersicht: Alle Radjacken im Vergleichstest

Hersteller/Modell

Note

Punkte

Preis

Endura Urban Luminite Jacket

gut

28

129,99 Euro

Vaude Yaras II Jacket

gut

27

160 Euro

Gonso Save

gut

26,5

129,95 Euro

Gore C5 Gore-Tex Active

gut

25

249,95 Euro

BBB Deltashield

gut

25

149,95 Euro

Skinfit Scudo Vermunt Jacke

befriedigend

24

339 Euro

Eddie Bauer BC Duraweave Alpine Jacke

befriedigend

23,5

649,90 Euro

Löffler Bike Jacke Premium

befriedigend

22

199,99 Euro

Fazit: Funktion ist wichtig, aber nicht alles

Grundsätzlich: Entscheidend ist nicht nur das Funktionsmaterial einer Regenjacke, sondern auch die Sichtbarkeit. Damit eine Regenjacke in der dunklen Jahreszeit für Radfahrer funktioniert, sollte sie auffällig aussehen und über reflektierende Elemente verfügen.

Maxime beim heutigen Regenjacken-Shooting: Gibt‘s kein schlechtes Wetter, muss man sich welches machen. Kollege Klocke hat alles gegeben!

Gepostet von BIKE BILD am Mittwoch, 31. Oktober 2018

Info: So haben wir die Radjacken getestet

Für unseren Praxistest kam uns das Hamburger Wetter mit allerbesten Regentagen entgegen. Um herauszufinden, wie wasserdicht die Jacken wirklich sind, haben wir sie anschließend unter der Dusche getragen und geprüft. In den Wertungspunkt Komfort fließen das allgemeine Tragegefühl und die Belüftung ein. Passform beurteilt neben dem Schnitt auch die Einstellmöglichkeiten, damit die Jacke optimal sitzt. Die Anzahl der Taschen, das Vorhandensein einer Kapuze sowie Ventilationsöffnungen brachten den Jacken Ausstattungspunkte. Je besser die Jacke beim Anstrahlen im Dunkeln reflektierte, desto mehr Punkte gab es für die Sichtbarkeit. Weil eine Regenjacke bei wechselhaftem Wetter auch mal in der Gepäcktasche verstaut werden muss, haben wir das Gewicht ebenfalls in die Wertung aufgenommen.

Galerie: 8 Radjacken im Vergleichstest