Front- und Rücklichter fürs Fahrrad

20 Radlampen im großen Vergleichstest

Ohne vernünftiges Front- und Rücklicht kommt kein Radfahrer sicher durch Nacht und Winterzeit. In unserem großen Vergleichstest finden Sie 10 Rück- und Frontlichter im Test, damit Sie sicher und komfortabel unterwegs sind. Plus: Lichtkegelbreite, Leuchtweite, Nahausleuchtung und Helligkeit der Frontlichter.

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Spätestens wenn die Straßenlaternen aufhören, wünschen wir uns ein besonders helles Frontlicht, das uns sicher die Wege entlangführt.

Dunkelheit ist nicht des Radfahrers Freund. Wurzeln, Schlaglöcher, Äste, Kurven, Tiere, Mitmenschen und andere unerwartete Hindernisse können nächtliche Radfahrten zu einem echten Abenteuer machen – und sogar einen Besuch im Krankenhaus bescheren. Das muss nicht sein, schließlich gibt es viele gute und bezahlbare Fahrradlichter auf dem Markt, die eine hervorragende Sicht versprechen. Wir haben untersucht, wie hell USB-Frontlampen im Preisbereich von bis zu 65 Euro wirklich sind – und dabei festgestellt, dass es viele Modelle gibt, mit denen man sich vorm Fahren bei Dunkelheit definitiv nicht fürchten muss. Wer sich selbst mit den von uns getesteten Lichtern unwohl fühlt, weil sich das Sichtfeld nur nach vorn richtet, dem seien Helmlampen empfohlen. Mit ihnen leuchtet man immer dorthin, wo man das Licht benötigt.

Galerie: 10 Frontlichter im Test

Rücklichter sind für die Sicherheit beim Radfahren ebenfalls essenziell. Wir haben zehn Modelle auf Helligkeit und Praxistauglichkeit getestet. Welche lassen sich gut montieren? Wie lange leuchten sie, bis das USB-Kabel hervorgeholt werden muss? Die längste gemessene Zeit beträgt mehr als acht Stunden. Damit könnte im Sommer eine ganze Nacht durchgefahren werden. Und im Winter? Wer pro Tag eine Stunde Rad fährt, muss lediglich einmal pro Woche zum Ladegerät greifen – ein zumutbarer Aufwand.

Galerie: 10 Rücklichter im Test

Lux und Lumen

Wer die Lampenbeschreibungen der Hersteller liest, der stößt zumeist auf die Bezeichnungen Lux und Lumen. Was bedeuten diese eigentlich? Die Einheit Lux steht für die Beleuchtungsstärke. Sie gibt an, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Je höher der Wert, desto heller ist der Fleck. Wie groß dieser beleuchtete Punkt ist, gibt die Einheit jedoch nicht an. Der Radfahrer benötigt indes mehr als nur ein erbsengroßes Lichtpünktchen am Boden. Deshalb ist eine hohe Lux-Zahl nicht mit einer guten Ausleuchtung gleichzusetzen. Der Lumen-Wert beschreibt hingegen die von der Lichtquelle in alle Richtungen abgestrahlte Leistung. Auch trägt die Optik der Linse zu einem guten Sichtfeld bei.

Licht ist nicht gleich Licht – das steht nach unserem Radlampen-Test fest. Hier sehen Sie Ausleuchtung der Busch+Müller Core-Lampe. Die Ausleuchtungen der übrigen Lampen finden Sie in der Galerie weiter unten.

Was schreibt die StVZO vor?

Fahrradbeleuchtung muss in Deutschland zugelassen sein. Legale Lampen erkennt man an einer wellenförmigen Linie, gefolgt von einem K und einer Nummer. Blinkende Lichter, obwohl sehr gut sichtbar, sind – sofern am Bike montiert – verboten, jedoch als Zusatzbeleuchtung an Kleidung oder Taschen erlaubt. Übrigens: Bis zu zwei Front- und Rücklichter dürfen an einem Fahrrad angebaut sein. Solange im Hellen geradelt wird, muss keine Lampe mitgeführt werden.

10 Frontlichter für Radfahrer im Test

Frontlichter sind zum Sehen und auch Gesehenwerden. Wir haben getestet, mit welcher Lampe Sie komfortabel und sicher unterwegs sind.

Hersteller/Modell

Punkte

Note

BUSCH+MÜLLER CORE

134

gut

CATEYE FRONTLICHT GVOLT 50

133

gut

LUNIVO RSL VEGAS F40 SENSOR LIGHT

130

gut

VOXOM LV3

128

gut

SIGMA AURA 60

128

gut

XLC SIRUS B 40

114

gut

BBB SWAT

107

gut

LEZYNE HECTO STVZO 40

104

befriedigend

ACID PRO 40

82

befriedigend

AXA GREENLINE FRONT 50 LUX

78

befriedigend

Galerie: 10 Frontlichter im Test

Blindflug ist gefährlich, auch auf dem Fahrrad. Der Verlauf des Weges muss frühzeitig erkannt werden, um auf Kurven, Hindernisse oder Schlaglöcher reagieren zu können. Die Ausleuchtungen der getesteten Lampenmodelle sind sehr unterschiedlich – und auch ein wenig Geschmackssache. Will ich einen besonders hellen, fokussierten Kegel oder eine breite Ausleuchtung? (Überblick auf Seite 39). Die meisten Lampen haben überdies mehrere Helligkeitsstufen, die zu einer unterschiedlichen Laufzeit führen. Ein Modell schafft sogar mehr als 19 Stunden. Apropos: Stecklichter sind leichtes Diebesgut. Deshalb sollten sie beim Zurücklassen des Bikes demontiert werden. Damit das einfach vonstattengeht, sind gute Halterungen wichtig. Viele Produkte besitzen ein Zwischenstück, das nach der Demontage des Lichts am Lenker bleiben kann. Praktisch.

Ein Frontlicht schafft im Test eine Leuchtzeit von mehr als 19 Stunden. Die Preisspanne geht von 39,95 Euro bis 64,90 Euro.

So hat BIKE BILD die Frontlichter getestet

In unserem Test befinden sich nur Lampen, die weniger als 65 Euro kosten. Bei der Laufzeit, die zu 30 Prozent ins Endergebnis eingeht, wurde die hohe Helligkeitsstufe betrachtet. Eine Leuchtdauer von einer Stunde entspricht einem Stern, sechs Stunden oder mehr gibt volle Punktzahl. Der Lichtschein wurde nach Helligkeit, Homogenität, Leuchtweite und Leuchtbreite bewertet und macht 50 Prozent des Ergebnisses aus. Die Halterung ist mit 20 Prozent gewichtet.

Galerie: Ausleuchtung der Frontlichter

10 Rücklichter für Radfahrer im Test

Rücklichter sorgen dafür, dass Radfahrer rechtzeitig gesehen werden. Welche Modelle sind die hellsten? Und welche halten am längsten durch?

Hersteller/Modell

Punkte

Note

XLC SIRIUS B

130

gut

LUNIVO LYNX R

130

gut

KNOG BLINDER MOB STVZO

129

gut

VOXOM RÜCKLICHT LH4

121

gut

CATEYE RAPID MICRO G TL-LD620G

120

gut

SIGMA SPORT NUGGET II

106

gut

BBB SENTRY

101

befriedigend

LEZYNE STRIP STVZO

101

befriedigend

ACID RÜCKLICHT PRO

88

befriedigend

AXA GREENLINE REAR 1

87

befriedigend

Galerie: 10 Rücklichter im Test

Sie sind klein und leuchten rot – und dürfen laut StVZO nicht blinken. Was jedoch macht ein wirklich gutes Rücklicht aus? In erster Linie die Helligkeit, damit der Radfahrer schon von Weitem gesehen wird. Aber das ist nicht alles. Ein Licht, dessen Akku zu schnell leer ist, sorgt nicht im Geringsten für Sicherheit. Wird eine Fahrt länger als gedacht oder das Aufladen vergessen, kann es schnell gefährlich werden. Deshalb: Je länger die Lampe leuchtet, desto besser. Unser Test- und Preis-Leistungs-Sieger kommt auf mehr als acht Stunden – absolut ausreichend für die meisten Fahrrad-Pendler. Zudem: Stecklichter werden oftmals geklaut. Deshalb sollten sie beim Zurücklassen des Rades abgenommen werden. Aufgrund der häufigen Montage und Demontage ist es wichtig, dass das Halterungs-Prinzip besonders einfach funktioniert. Vorsicht: Lose Gummibänder gehen leicht verloren.

So hat BIKE BILD die Rücklichter getestet

Helligkeit, Laufzeit und Halterung gehen zu jeweils einem Drittel in das Ergebnis ein. Die Leuchtdauer von einer Stunde entspricht einem Stern, sechs Stunden oder mehr entsprechen fünf Sternen. Ein loses Gummiband ergibt einen Stern Abzug, ist dabei ein Zwischenstück verbaut, wird nur ein halber Stern abgezogen. Einen halben Stern Abzug gab es außerdem, wenn die Montage an den Sitzstreben nicht möglich ist.