Großer Vergleichstest

Fahrrad-Rucksäcke im Test (Modelle 2021)

Fahrrad-Rucksäcke bieten Stauraum für die Dinge des täglichen Bedarfs wie Schloss, Laptop und Regenbekleidung. Wir verraten, was für Pendler wichtiger sein sollte als das Fassungsvermögen, und haben zwölf aktuelle Modelle miteinander verglichen.

Datum:

Rucksäcke sind bei Radlern beliebt. Sie lassen sich schnell und leicht schultern und bieten viel Stauraum.

BIKE BILD hat mit großem Aufwand 12 aktuelle Fahrrad-Rucksäcke getestet. Das günstigste Modell im Test bekommt man für 99,99 Euro, für das teuerste Modell muss man 349 Euro auf den Tisch legen. Den Testsieg konnten sich die beiden Fahrrad-Rucksäcke Ortlieb Commuter-Daypack High Visibility (199,99 Euro) und Salzen Triplete M Reflective Grey (349 Euro) ergattern. Für das besonders gute Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir den Fahrradrucksack Basil Soho Nordlicht (99,99 Euro) ausgezeichnet.

Spezielle Rucksäcke für Radfahrer: vielseitig und alltagstauglich

Fahrradfahrer, die etwas auf ihrem Drahtesel transportieren müssen, haben die Wahl: Rahmen- oder Umhängetasche, Packtasche oder Rucksack. Jedes Tragesystem hat seine Vorzüge. Je kürzer die zu fahrende Strecke, desto besser spielt der Rucksack seine Trümpfe aus. Durch den hohen Alltagsnutzen steht die flexible Rückentasche ohnehin bei Radlern hoch im Kurs. Ob auf dem Weg ins Büro, zum Einkaufen oder ins Fitnessstudio – es bedarf keines Gepäckträgers oder der Installation eines Befestigungssystems.
Rucksäcke sind in unzähligen Größen und Ausführungen im Handel erhältlich. Wir empfehlen, gezielt Fahrradrucksäcke ins Visier zu nehmen. Die meisten Modelle bieten nützliche Features, sind mit Reflektoren ausgestattet, wasserdicht und – sehr wichtig – ergonomisch für Radler optimiert.

Ratgeber und Service: Das müssen Sie über Fahrrad-Rucksäcke wissen

12 Fahrradrucksäcke im Test

Fahrrad-Rucksack im Test: Aveor Bike Pack

Aveor Bike Pack: Der luftige Fahrrad-Rucksack

Fazit: Nachhaltig produziert, üppig ausgestattet, durchdachte Handhabe.
Wertung: 29,5 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 149,90 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Basil Soho Nordlicht

Basil Soho Nordlicht: Der vielseitige Fahrrad-Rucksack

Fazit: Rucksack mit Gepäckträgerhalterung und angenehm gepolsterten Schultergurten.
Wertung: 25,5 von 35 Punkten
Note: gut
Preis: 99,99 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Brooks England Coated Remade

Brooks England Coated Remade: Der klassische Fahrrad-Rucksack

Fazit: Kein Komfortkönig – aber dafür optisch sehr ansprechend.
Wertung: 25 von 35 Punkten
Note: gut
Preis: 260 Euro | Zur Website

Fahrrad-Rucksack im Test: Chrome Bravo 3.0 Rolltop

Chrome Bravo 3.0 Rolltop: Der ikonische Fahrrad-Rucksack

Fazit: Die Ausstattung des Chrome-Rucksacks lässt keine Wünsche offen.
Wertung: 29 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 200 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Ergon BC Urban

Ergon BC Urban: Der ergonomische Fahrrad-Rucksack

Fazit: Das schwerste Modell im Test überzeugt durch komplette Wasserdichtigkeit.
Wertung: 30 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 169,95 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Evoc Commuter 18

Evoc Commuter 18: Der aufgeräumte Fahrrad-Rucksack

Fazit: Der Evoc-Rucksack bietet viele Packfächer und ist ideal für kleinere Menschen.
Wertung: 27 von 35 Punkten
Note: gut
Preis: 139 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Mammut Xeron 25

Mammut Xeron 25: Der Gut-Wetter-Fahrrad-Rucksack

Fazit: Leicht und komfortabel; für Fahrten bei schlechtem Wetter ungeeignet.
Wertung: 23,5 von 35 Punkten
Note: gut
Preis: 100 Euro | Zum Angebot

Fahrrad-Rucksack im Test: Ortlieb Commuter-Daypack High Visibility

Ortlieb Commuter-Daypack High Visibility: Der Leucht-Rucksack

Fazit: Das absolut wasserdichte Leichtgewicht mit reflektierender Oberfläche ist die beste Wahl für Hardcore-Radfahrer – Test-Sieg!
Wertung: 31 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 199,99 Euro | Zur Website

Fahrrad-Rucksack im Test: Rapha Roll Top Backpack

Rapha Roll Top Backpack: Der stylische Fahrrad-Rucksack

Fazit: Wasserdicht, elegant, komfortabel – Beim Rapha-Rucksack passt alles.
Wertung: 30 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 120 Euro | Zur Website

Fahrrad-Rucksack im Test: Ryzon Casual Backpack

Ryzon Casual Backpack: Der universelle Fahrrad-Rucksack

Fazit: Großes Ausstattungspaket, bequemes Rückenpolster und viele Fächer und Stauraum.
Wertung: 30 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 129 Euro | Zur Website

Fahrrad-Rucksack im Test: Salzen Triplete M Reflective Grey

Salzen Triplete M Reflective Grey: Der Business-Fahrrad-Rucksack

Fazit: Gut verarbeitet und geräumig: Der Rucksack im Business-Look holt sich den Test-Sieg.
Wertung: 31 von 35 Punkten
Note: sehr gut
Preis: 349 Euro | Zur Website

Fahrrad-Rucksack im Test: Vaude Citygo Bike 23

Vaude Citygo Bike 23: Der pfiffige Fahrrad-Rucksack

Fazit: Die Kombination aus Rucksack und Gepäckträgertasche kann im Test überzeugen.
Wertung: 25 von 35 Punkten
Note: gut
Preis: 140 Euro | Zum Angebot

12 Fahrrad-Rucksäcke im Test – Übersicht

Ranking

Modell

Preis

Punkte

Wertung

Kaufen

Platz 1 (Test-Sieger)

Ortlieb Commuter-Daypack High Visibility

199,99 Euro

31/35

sehr gut

Website

Platz 1 (Test-Sieger)

Salzen Triplete M Reflective Grey

349 Euro

31/35

sehr gut

Website

Platz 3

Ergon BC Urban

169,95 Euro

30/35

sehr gut

Amazon

Platz 3

Rapha Roll Top Backpack

120 Euro

30/35

sehr gut

Website

Platz 3

Ryzon Casual Backpack

129 Euro

30/35

sehr gut

Website

Platz 6

Aveor Bike Pack

149,90 Euro

29,5/35

sehr gut

Amazon

Platz 7

Chrome Bravo 3.0 Rolltop

200 Euro

29/35

sehr gut

Amazon

Platz 8

Evoc Commuter 18 

139 Euro

27/35

gut

Amazon

Platz 9 (Preis-Leistungs-Sieger)

Basil Soho Nordlicht 

99,99 Euro

25,5/35

gut

Amazon

Platz 10

Brooks England Coated Remade 

260 Euro

25/35

gut

Website

Platz 10

Vaude Citygo Bike 23 

140 Euro

25/35

gut

Amazon

Platz 12

Mammut Xeron 25 

100 Euro

23,5/35

gut

Amazon

Oft vernachlässigt: Der Tragekomfort

Bequeme und luftige Rückenpolsterung – wie hier beim Evoc Commuter 18 – erhöht den Komfort beim Radfahren enorm.

Sind Sie versucht, beim Rucksack als Erstes auf das Fassungsvermögen zu schielen? Viele Interessenten knüpfen ihre Kaufentscheidung an Volumina. Schauen Sie besser primär aufs Rückenpolster. Schließlich trägt beim Rucksack die menschliche Wirbelsäule das Gros der Last. Keine Bange, unser Rückgrat schultert bei entsprechender Pflege (regelmäßige Stärkung und ausreichend Bewegung) moderate Alltagslasten mühelos. Auch das ist ein Argument für den Rucksack: Die Lasten werden auf die linke und rechte Körperhälfte gleichmäßig verteilt – vorausgesetzt, man packt entsprechend.
Zu harte Rückenpolster können bei gewölbter Wirbelsäule zu Problemen führen, insbesondere dann, wenn der Biker – betrifft vor allem Rennräder und Gravelbikes mit Höhenunterschied zwischen Sattel und Lenker – gebeugt auf dem Rad sitzt. Der Grat ist schmal, denn zu weiche Polster geben keinen ausreichenden Halt und begünstigen, dass der Inhalt unangenehmen Druck ausübt.
Schonendes Packen verbessert den Tragekomfort. Schwere Einzelteile wie Laptops sollten nah am Rücken liegen. Leichte Gegenstände wie Wechselkleidung gehören in den Boden und Kleinteile ins Oberteil. Je besser die Lasten verteilt sind, desto sicherer lässt sich auch durch Kurven steuern. Ganz klar: Echte Alltagsfreude wird erst aufkommen, wenn Rücken und Rucksack wirklich zusammenpassen.

Platz satt – mit 40 Litern ist der Rucksack von Chrome Spitzenreiter im Test.

Überbewertetes Kaufargument: Das Volumen

Reden wir noch kurz übers Fassungsvermögen. Helm, Laptop und Trinkflasche haben wir in dem 18-Liter-Modell von Evoc untergebracht.
Aus diesem Grund wird der Bereich zwischen 20 und 23,9 Litern mit vier Sternen (gut) bewertet. Damit dürften sich die meisten Radler zufriedengeben.

So haben wir die Fahrradrucksäcke getestet

Im Wasserdichtigkeitstest mussten die Rucksäcke ein 3-mal-3-Minutenprotokoll absolvieren. Unter Ausstattung bepunkten wir die Taschenanzahl, Fächeraufteilung, Reflektoren. In Handhabung fließt u. a. ein, wie gut Taschen zugänglich sind. Unter Tragekomfort berücksichtigen wir Polster, Schultergurte, Einstellbarkeit. Beim Gewicht legen wir vier Sterne für den Bereich zwischen 1100 und 1199 Gramm an. Das Design haben fünf Redakteurinnen und Redakteure diskutiert.
Die Noten ergeben sich wie folgt:
  • 35-28,5 = sehr gut, 28-21,5 = gut, 21-14,5 = befriedigend, 14-8,5 = ausreichend, 8-0 = mangelhaft
  • Preis-Leistungs-Sieger wird, wer wenigstens „gut“ abschneidet und den niedrigsten Preis pro Stern erzielt (gerundet auf eine Nachkommastelle.

Der Fahrradrucksack von Mammut zeigt im Wasserdichtigkeitstest Schwächen.

Daniel Eilers

von Daniel Eilers

Daniel Eilers ist Redakteur bei BIKE BILD. Räder sind für ihn zweierlei: das perfekte Sportgerät und klügste Fortbewegungsmittel unserer Zeit.